Schnell auf dem Tisch: Cremige Kartoffelsuppe

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Eine schöne sämige Kartoffelsuppe – das ist für mich wahres „Wohlfühlessen“. Man löffelt sich glücklich in sich hinein, während draußen die Temperaturen auch tagsüber im Minusbereich sind, und freut sich, dass man drinnen im Warmen ist. Ich schätze, dass sie mit zu den beliebtesten Suppen in Deutschland gehört; auch wenn sie mittlerweile ordentlich Konkurrenz bekommen hat. Suppen aus der großen weiten Welt haben unseren Speiseplan schon längst erobert; auch ich freue mich immer wieder über Neuzugänge. Weil ich halt ein echter Suppenkasper bin – im positiven Sinn des Wortes und nicht zu verwechseln mit dem armen Kerl aus dem bekannten „Struwwelpeter“. Ich frage mich: Wer lässt sein Kind verhungern, nur weil es keine Suppe mag? Hätte man ihm nicht einfach ein ordentliches Wurstbrot hinstellen können?

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In der Kürze …

… liegt ja bekanntlich die Würze und deshalb wird sich beim Herd(s)Kasper das eine oder andere ändern. Vielleicht habt ihr ja schon festgestellt, dass es ein neues Logo im Titel gibt. Das heißt: eigentlich ist es ein altes Logo, denn bis 2017 war der Herd(s)Kasper mit einer roten Zipfelmütze unterwegs. Die habe ich jetzt abgestaubt und aufgefrischt, weil’s irgendwie doch besser zu mir und zum Blog passt.

Zweitens habe ich beschlossen, mich bei den Texten zu den Rezepten etwas kürzer zu fassen. In letzter Zeit lese ich immer öfter, dass niemand sich den ganzen Sermon durchliest – nicht nur bei mir auf dem Blog, sondern generell. Und ja, ich sehe es irgendwie ein, dass es niemanden interessiert, ob das Rezept schon von meiner Großmutter so gemacht wurde und was ich daran geändert habe. Ihr wollt das Rezept; der ganze persönliche Kram ist eigentlich überflüssig und langweilig. Und was bringt es, sich (manchmal mühevoll) einen Text aus den Fingern zu saugen, wenn ihn dann doch keiner liest.

Insofern fasse ich mich ab sofort etwas kürzer und werde bis auf Tipps und Tricks (falls die notwendig sind) auf das Gelaber verzichten. Findet ihr das ok oder wollt ihr vielleicht doch etwas mehr? Lest ihr die Texte oder seid ihr auch froh, wenn das Rezept endlich kommt? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Kartoffelsuppe mit Würstchen und frischer Petersilie.

Back to the Kartoffelsuppe

Allzu viel gibt es zum Thema Kartoffelsuppe nicht zu sagen; sie spricht quasi für sich selbst. „Schee dick‘ Supp“, wie der Hesse sagt, ergibt sich aus jeder Menge Kartoffeln, feiner Gemüsebrühe und Gewürzen. Für mich persönlich ganz wichtig: als Grundlage wird ausgelassener, angebratener Speck verwendet. Wer es vegan mag, der nimmt normales, neutrales Öl zum Anrösten der Kartoffeln. Bei denen ist es egal, ob festkochend oder mehlig – wird später sowieso püriert. Dabei habe ich einen ziemlichen Unterschied zwischen Mixer und Pürierstab festgestellt. Ist vielleicht nichts Neues, aber im Mixer wird die Suppe feiner und dünner, mit dem Pürierstab eher sämig und etwas dicker.

Noch ein paar Worte zur Einlage: Da kann man sich bei der Kartoffelsuppe ein bisschen austoben. Würstchen, Speckstreifen, Lachs, geröstete Paprika – jeder so, wie er möchte. Macht doch mal ein Kartoffelsuppe-Buffet und stellt Schälchen mit den verschiedenen Suppeneinlagen bereit. So kann sich jeder nehmen, was er am liebsten mag.

Und wer von Kartoffeln nicht genug haben kann, der schaut mal rüber zum Rezept für einen „flotten Dreier“: Kartoffelsuppe mit dreierlei Kartoffeln.


Kartoffelsuppe mit Würstchen und frischer Petersilie.
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Cremige Kartoffelsuppe

Ein Klassiker, bei dem man die Einlage nach Lust und Laune variieren kann.
Vorbereitungszeit20 Min.
Koch-/Backdauer25 Min.
Gericht: Hauptspeise, Suppe, Suppen
Keyword: Kartoffeln
Portionen: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • 800 g Kartoffeln (mehlig oder festkochend)
  • 120 g Speckwürfel (für die vegane Variante einfach weg lassen und das Gemüse in neutralem Öl anbraten)
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 150 ml (Pflanzen-)Sahne
  • 2 Stück Lorbeerblätter
  • Salz
  • Pfeffer

Sonstiges

  • Pürierstab oder Mixer

Anleitungen

  • Das Suppengrün wie folgt vorbereiten:
    Schale und trockene Ränder des Sellerie entfernen; Sellerie zuerst in Scheiben, dann in Streifen schneiden und würfeln (ca. 1×1 cm).
    Möhren schälen, der Länge nach vierteln. Viertel in Würfel schneiden (ca. 1×1 cm).
    Äußere Schicht des Lauch entfernen. Lauch waschen, der Länge nach halbieren. Hälften in etwas dickere Scheiben schneiden.
    Petersilie kurz mit Wasser abbrausen, trocken schütteln. Blätter vom Stängel zupfen und grob hacken.
  • Zwiebel schälen und grob würfeln.
    Kartoffeln schälen, zuerst in dicke Scheiben, dann in Streifen und diese in Würfel schneiden (ca. 1×1 cm).
  • Speckwürfel in eine beschichtete Pfanne geben und auf höchster Stufe erhitzen, bis das Fett ausgelassen ist.
    Speckwürfel aus der Pfanne herausnehmen, auf einen mit Krepppapier ausgelegten Teller geben und beiseite stellen. Das ausgelassene Fett in der Pfanne lassen!
    Für die vegane Variante neutrales Öl (z.B. Rapsöl) erhitzen.
  • Zwiebeln in die Pfanne geben und glasig andünsten.
    Kartoffel-, Möhren-, Sellerie-Würfel und die Lauchscheiben dazu geben und unter Rühren anrösten.
  • Etwas Gemüsebrühe angießen und aufkochen lassen (wer möchte, kann dafür auch Weßwein nehmen).
    Restliche Brühe und die Lorbeerblätter hinzu geben, Suppe kurz aufkochen lassen.
    Hitze auf kleine Stufe reduzieren, so dass die Suppe gerade noch köchelt.
    Deckel auflegen und das Gemüse 20 Minuten garen.
  • Am Ende der Garzeit die Lorbeerblätter entfernen.
    Die Suppe entweder im Mixer (sie wird etwas feiner und dünner) oder mit dem Pürierstab (für eine dicke, cremige Suppe) pürieren.
    Suppe zurück in den Topf geben, Hitze wieder erhöhen und die Sahne einrühren.
    Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Petersilie, Speckwürfel und die Einlage (siehe Rezepthinweis) in die Suppe geben und nochmal fünf Minuten auf mittlerer Stufe (köcheln, nicht kochen!) erwärmen.

Notizen

Einlagen für die Kartoffelsuppe können zum Beispiel in Scheiben geschnittene Würstchen, in Streifen gezupfter Räucherlachs, geröstete Paprika oder Rindswürstchen (vorher erhitzen!) sein.
 

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  1. 5 stars
    Danke für das Rezept. Die Suppe sieht sehr lecker aus. Ich fand auch nicht das der Beitrag zu lang war. x

    1. Hi Marita,

      Hurra, jemand hat den Text gelesen und meldet sich. ;-)
      Vielen Dank dafür – ich hoffe, dass die etwas kürzeren Texte überall gut ankommen.

      Danke auch für das Lob zur Suppe. Ich kann sie nur empfehlen – obwohl die Temperaturen momentan ja eher nicht zum Suppe essen einladen. Aber die nächsten kalten Tage sind ja schon vorher gesagt. Dann passt es wieder.

      Herd(s)liche Grüße
      Petra

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