Tagliatelle mit grünem Spargel und Garnelen

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Ab und zu nehme ich mir mal ein Rezept aus der Anfangszeit des Herd(s)Kasper zur Brust und verpasse ihm eine kleine Auffrischung. Passend zur Spargelsaison hat es jetzt die Pasta mit grünem Spargel und Garnelen erwischt. Das Rezept, das ich bereits im Juni 2016 veröffentlich habe, ist weitestgehend gleich geblieben. Aber Bild und Bericht waren nicht mehr ganz so taufrisch. Und weil die Tagliatelle mit grünem Spargel und Garnelen einfach so lecker ausfallen, haben sie das „Makeover“ meiner Meinung nach unbedingt verdient.

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Wie der Zufall so will …

Wie immer hab‘ ich mich unter der Woche nach Rezepten umgesehen, mit denen ich mich am Wochenende herumschlage. Freitag wird eingekauft und dann geht’s los. An diesem speziellen Wochenende wusste ich zwar noch, was ich machen wollte; hatte auch die Zutaten eingekauft. Aber ich hab‘ das blöde Rezept nicht mehr gefunden. Keine Ahnung, aus welchen Untiefen ich es ausgegraben hatte – am Wochenende war es jedenfalls weg. Eine Recherche im Internet ergab auch nichts brauchbares und nun stand ich da, mit Tagliatelle, Garnelen und grünem Spargel. Soweit war klar, dass diese drei Dinge zusammen gehören – aber was sollte drumherum?

Also hab‘ ich kurz entschlossen dem Herd(s)Kasper die Führung überlassen und ein paar Zutaten zusammengerührt, in der Hoffnung, dass es irgendwie passt. Darunter etwas exotisches, das ich immer wieder gerne verwende: fruchtige süß-saure Soße (die kann ich garnicht oft genug verlinken). So kamen zu grünem Spargel, Tagliatelle und den Garnelen zu einer überraschend passenden Soße, ohne dass ich dafür allzu viel Aufwand betreiben musste. Die Soße muss man natürlich nicht selbst machen – auch wenn ich es absolut empfehle. Fertige süß-saure Soße aus dem Supermarkt tut’s auch; wobei ich da für den Geschmack natürlich nicht garantieren kann.

Frische Tagliatelle mit grünem Spargel und Garnelen

Weniger ist mehr

Dazu eine Anmerkung: Die Soße ist nicht wirklich eine Soße, jedenfalls nicht von der Sorte, die man löffelweise über die Pasta gibt. Es ist eher eine Art … hmmmm … wie soll ich sagen … Vinaigrette für Nudeln (bestimmt gibt es dafür ein schlaues Fachwort, keine Ahnung). Man schmeckt sie natürlich, aber der Geschmack der Nudeln wird nicht davon überdeckt. Ihr solltet also für das Rezept möglichst frische Nudeln nehmen, um in den vollen Genuss zu kommen.

Tipps und Tricks

Kann man garnicht oft genug sagen: Um Himmels Willen kein Öl ins Nudelwasser geben. Oder – noch schlimmer – nach dem Abgießen über die Nudeln kippen. Dadurch bildet sich ein Ölfilm um die Nudeln und die Soße kann nicht daran hängen bleiben. Gerade wenn – wie bei diesem Rezept – nur wenig Soße dazu kommt, ist das für den Geschmack quasi tödlich.

Wenn ihr meint, dass Hinzugeben von Öl verhindert ja das Zusammenkleben: Pasta soll heiß und frisch serviert werden; da bleibt gar keine Zeit zum Kleben. Und wenn ihr sie für Salat kalt werden lasst: sobald die Salatsoße darüber kommt und ihr die Nudeln ein bisschen vermischt, trennen sie sich ganz von selbst wieder.

Grünen Spargel muss man nicht komplett schälen, wenn er frisch ist. Wahrscheinlich mit ein Grund, warum er so beliebt ist. Es genügt, das untere Viertel zu schälen und natürlich das holzige Ende abzuschneiden.


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Tagliatelle mit grünem Spargel und Garnelen

Leichte, frische Kombination mit einer besonders aromatischen Soße.
Portionen 4 Personen
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Arbeitszeit 35 Min.

Equipment

  • Eine Pfanne mit Deckel

Zutaten

  • 400 g Garnelen (küchenfertig, können auch TK sein, dann vorher auftauen!)
  • 500 g grüner Spargel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3-4 Stiele frischen Koriander
  • 2 EL Erdnussöl
  • 2 EL Sherry (optional)
  • 6 EL süß-saure Soße
  • Salz
  • Pfeffer, weiß, gemahlen
  • 500 g frische Pasta (Linguine, Tagliatelle o.ä.)

Anleitungen

  • Garnelen abspülen, abtropfen lassen und mit einem sauberen Küchentuch gut trocken tupfen.
    Unteres Viertel des grünen Spargel schälen; das holzige Ende entfernen. Spargel in mundgerechte Stücke schneiden.
    Knoblauch schälen, fein hacken.
    Koriander kurz abbrausen, trocken schütteln und fein hacken.
  • 2 EL Erdnussöl in einer Pfanne auf höchster Stufe erhitzen.
    Hitze etwas reduzieren; die Spargelstücke in die Pfanne geben und 5 Minuten anbraten. Dabei gelegentlich rühren.
  • Einen Topf mit ausreichend Wasser für die Nudeln aufsetzen und zum Kochen bringen.
  • Den Knoblauch und die Garnelen zum Spargel geben und unter Rühren 2-3 Minuten andünsten.
    Den Sherry dazu geben, aufkochen lassen.
    Sobald der Sherry weitestgehend verdunstet ist, die süß-saure Soße dazu geben und unterrühren.
    Hitze auf niedrige Stufe reduzieren, Deckel auflegen und alles nochmal 5 Minuten ziehen lassen.
  • In der Zwischenzeit das Nudelwasser gut salzen, die frischen Nudeln nach Packungsangabe garen.
  • Soße mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und mit den heißen Nudeln servieren.

Notizen

Wichtig: Wenn ihr Garnelen aus der Gefriertruhe verwendet, sollten diese unbedingt vorher aufgetaut werden!
Anstelle der selbst gemachten süß-sauren Soße geht natürlich auch fertige aus dem Supermarkt. Je nach Hersteller kann hier der Geschmack aber sehr unterschiedlich ausfallen.
Gericht: Hauptspeisen, Pasta
Keyword: Garnelen, Spargelsaison

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