Herd(s)Attacke

Mediterraner Spaghettisalat à Lala-Linda

Mediterraner Spaghettisalat

Bei den fast schon wieder sommerlichen Temperaturen passt so ein Spaghettisalat doch ganz hervorragend, oder? Und wieder einmal ist es ein Familienrezept. Mein Schwesterherzchen *knutsch* macht den schon seit Jahren und weiß der Geier, warum ich noch nie auf die Idee gekommen bin, ihn einmal selbst anzurichten. Wahrscheinlich, weil’s bequemer ist, sich einfach bedienen zu lassen. Dabei hat es dieser mediterrane Nudelsalat wirklich verdient, auf dem Blog verewigt zu werden. Was ich hiermit nachholen möchte. Gleich mit dabei: das Rezept für selbst gemachtes Basilikum-Pesto.

Linguine – die besseren Spaghetti

Man kann es eigentlich garnicht oft genug sagen: aber für alle Nudelgerichte, die ordentlich Soße beinhalten, eignen sich Spaghetti so garnicht. An der runden, glatten Nudel rutscht doch alles runter. Deshalb greife ich lieber zu Linguine; das sind sozusagen die besseren Spaghetti. Die Nudeln sind etwas flacher, und so bleibt die Soße auch besser haften. Optimal: Linguine aus der Bronzeform. Tatsächlich haben diese eine rauere Oberfläche, was sie noch „griffiger“ macht.

Auch Spaghetti aus Bronzeformen hab‘ ich schon gesichtet – leider sind sie eher selten, beziehungsweise mein Lebensmittel-Dealer hat sie wieder aus dem Programm genommen, weil sie sich wohl nicht so gut verkauft haben. OK, sie kosten etwas/unwesentlich mehr; aber die paar Cent sollte man wirklich investieren. Schließlich soll der feine Spaghettisalat nicht an billigen Teigwaren scheitern.

Mediterraner Spaghettisalat; als Beilage gefülltes Baguette.

Streng genommen ist das hier also kein Spaghettisalat – aber wer sucht schon im Internet nach „Linguinesalat“. Das Rezept soll ja schließlich gefunden werden …

Am allergeilsten sind natürlich selbst gemachte Nudeln. Ein Grundrezept für hausgemachte Nudeln hab‘ ich vor einiger Zeit schon einmal gepostet; ein Versuch lohnt sich in jedem Fall, auch wenn es natürlich etwas zeitintensiv ist. Dafür kann man gleich eine größere Menge herstellen und sie – luftdicht verpackt – eine ganze Weile aufbewahren. Oder verschenken; ist ja bald Weihnachten.

Selbst gemachtes Pesto …

… ist eine ziemlich simple Sache und es lohnt sich, selbst Hand anzulegen. Denn so kann man ganz einfach bestimmen, wieviel wovon hinein soll. Der eine mag mehr Kräuter, der andere mehr Parmesan, der dritte mehr Pinienkerne. Zudem ist es recht fix gemacht und hält sich, in einem verschlossenen Glas und mit etwas Öl bedeckt, locker mehrere Tage im Kühlschrank. Das Rezept dafür liefere ich weiter unten gleich mit.

Wem das doch zu viel Arbeit ist, der kann für den Spaghettisalat à Lala-Linda natürlich auch fertiges Pesto verwenden. Dass es hier unglaubliche Qualitätsunterschiede gibt, muss ich wohl nicht erwähnen. Nicht gleich zum erstbesten greifen und ein wenig probieren lohnt sich unbedingt.

Eine Beilage ist zwar nicht zwingend notwendig; ich bin aber ein ganz großer Fan von Brot zum Nudelsalat. Besonders gut passt in diesem Fall natürlich ein mediterran gefülltes Baguette. Ganz zufällig hab‘ ich ein Rezept dafür, das ich bei nächster Gelegenheit veröffentlichen werde; momentan betreibe ich dazu noch ein wenig „Fine Tuning“.

Mediterraner Spaghettisalat mit gefülltem Baguette

Mediterraner Spaghettisalat

Mediterrane Nudelsalatvariante mit würzigem Pesto und fruchtigen Tomaten
Vorbereitungszeit30 Min.
Koch-/Backdauer10 Min.
Gericht: Hauptspeisen, Salate
Keyword: mediterran, Nudelsalat, Spaghetti
Portionen: 4 Portionen

Zutaten

Für das Pesto

  • 50 g Pinienkerne
  • 20-25 g Basilikumblätter (= 1 Töpfchen)
  • 25 g Parmesan (frisch gerieben)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Meersalz
  • 90 g Olivenöl (am besten von den eingelegten Tomaten)

Für den Spaghettisalat

  • 500 g Linguine
  • 1 Glas Tomaten in Olivenöl (ca. 140 g Abtropfgewicht)
  • 1 Pkg. Oliven, schwarz (entkernt)
  • 50 g Parmesan, gehobelt
  • 40 g Rucola
  • 1 Prise Salz
  • 1 gestr. TL Orangenpfeffer (alternativ weißer Pfeffer)

Sonstiges

  • Ein Mixer für das Pesto

Anleitungen

  • Linguine in einem Topf mit ausreichen Salzwasser bissfest garen (Packungsanweisung zur Kochzeit beachten).
    Linguine abgießen und im Sieb abtropfen lassen.
  • Die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett unter Rühren anrösten, bis sie etwas Farbe bekommen haben. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
    Die Basilikumblätter kurz abbrausen, gut trocken schütteln.
    Knoblauch schälen und grob hacken.
  • Die eingelegten Tomaten für den Salat in ein Sieb geben; das Olivenöl auffangen.
    90 g Olivenöl abmessen; die Tomaten beiseite stellen.
    Sollten die Tomaten nicht ausreichend Öl hergeben, mit normalem Olivenöl auffüllen.
  • Basilikumblätter, Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch und Meersalz in den Mixer geben.
    Auf mittlerer Stufe pürieren, dabei das Olivenöl nach und dazu geben.
    Pesto abschmecken und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.
  • Oliven in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.
    Rucola abbrausen, gut trockenschütteln, ggf. putzen.
    Die abgetropften Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln.
  • Oliven, Rucola, Tomaten und Pesto in eine ausreichend große Salatschüssel geben.
    Salz und Pfeffer darüber streuen.
    Die abgetropften Nudeln dazu geben und alles gründlich miteinander vermischen.
    Den gehobelten Parmesan vor dem Servieren über den Salat geben.

Notizen

Das Pesto kann man sehr gut im Voraus herstellen. In einem verschließbaren Glas und mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedeckt hält es sich locker 3-4 Tage.

2 Kommentare

  • Reply
    Janine Olf
    13. September 2020 at 21:11

    Mmmmh.. das klingt köstlich! Ich liebe Pasta-Salat in allen Formen! <3 Schmeckt auch mit Halloumi super.

    Danke für die Inspiration und Erinnerung :)

    Liebe Grüße
    Janine

    • Reply
      Petra
      19. September 2020 at 0:10

      Hi Janine!

      Das mit dem Haloumi klingt interessant; ich glaube, das werde ich bei der nächsten Spaghettisalat-Runde ausprobieren. Danke für die Inspiration!

      Herd(s)liche Grüße
      Petra

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