Herd(s)Attacke

Wärmt Leib und Seele: Indisches Butterhuhn

Murgh Makhani, auch Indisches Butterhuhn genannt

Nach dem deftigen Linseneintopf gibt es heute einen Leib- und Seelenschmeichler aus Indien. Murgh Makhani – auch Indisches Butterhuhn genannt – dürfte mit zu den bekanntesten Gerichten gehören, die es vom Subkontinent auf unsere Speisekarte geschafft haben. Das Rezept ist denkbar einfach, sorgt aber für mit seinem fruchtig-würzigem Aroma für maximale Begeisterung. Knackiges Gemüse, Kokosmilch, Cashewkerne für den „Crunch“ und viele Gewürze – genau mein Ding. Wie „original“ das Rezept tatsächlich ist, kann ich allerdings nicht sagen. Es gibt eine Unmenge von Rezepten dafür und alle unterscheiden sich in dem einen oder anderen Detail. Hier also meine eigene Version von Indischem Butterhuhn.

Einmal durch’s Gewürzregal

Vorab: von der ziemlich langen Liste an Zutaten sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Was man als halbwegs leidenschaftlicher Hobbykoch nicht sowieso im Haus hat, gibt’s im gut sortierten Lebensmittelgeschäft – so furchtbar exotisch wird es garnicht. Kurkuma, Garam Masala oder Kreuzkümmel haben es schon längst in unsere Gewürzregale geschafft. Etwas ungewöhnlicher ist vielleicht Bockshornklee – der wird aber nicht zwingend benötigt. Da ich ihn beim Brotbacken ab und zu verwende, ist er bei mir eigentlich immer vorrätig; ihr müsst aber jetzt nicht loslaufen und wegen eines Rezeptes eine ganze Dose davon kaufen.

Kurkuma und Garam Masala gehören aber schon fast zur Standardausrüstung, wenn man sich für die indische Küche interessiert. Wobei ich beide Gewürze auch gerne und oft bei anderen Gerichten einsetze – schmeckt halt einfach zu gut. Ebenso wie Madras-Curry-Paste. Bei der muss man ein wenig vorsichtig sein, denn sie ist ziemlich „hot“. Zwei Teelöffel dürfen es für das Indische Butterhuhn aber gerne sein – Joghurt und Butter mildern die Schärfe etwas ab.

Als Beilage zum Butterhuhn esse ich am liebsten Reis; alternativ könnt ihr aber auch Naan-Brot dazu reichen. Wer übrigens noch einen stilvollen Nachtisch servieren möchte, der findet hier auch noch ein Rezept für meine Version von Mango Phirni, einem indischen Reispudding, den ich gerne als Halbgefrorenes serviere.

Murgh Makhani, auch als Indisches Butterhuhn bekannt

Indisches Butterhuhn (Murgh Makhani)

Zartes Hähnchenfleisch in eine fruchtig-würzigen Soße.
Vorbereitungszeit20 Min.
Koch-/Backdauer30 Min.
Zubereitungszeit gesamt50 Min.
Gericht: Hauptspeisen
Land & Region: Indien
Keyword: Hähnchen
Portionen: 4 Personen

Zutaten

  • 2 Karotten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (etwa walnussgroß)
  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 2 EL Ghee (alternativ Butterschmalz)
  • 2 TL Madras-Curry-Paste
  • 4 EL Tomatenmark
  • 500 ml Kokosmilch
  • 1 EL Garam Masala (Gewürzmischung)
  • 1 EL Kurkuma
  • 1 TL Currypulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1 Msp Bockshornklee (optional)
  • 100 g Cashewkerne
  • 50 g Butter
  • 100 g Naturjoghurt
  • Salz
  • Pfeffer, weiß
  • Koriander zum Garnieren, optional

Anleitungen

  • Karotten abschrubben, Stielansatz entfernen. Karotte der Länge nach vierteln und in Würfel schneiden.
    Äußere Hülle der Frühlingszwiebeln entfernen. Frühlingszwiebeln kurz unter fließendem Wasser abspülen, trocken schütteln. Wurzeln entfernen. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
    Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken.
    Hähnchenbrust mit Küchenkrepp abtupfen, säubern und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
  • 1 EL Ghee in einem ausreichend großen Topf auf höchster Stufe erhitzen.
    Die Hähnchenstreifen hinzu geben und unter Rühren von allen Seiten kräftig anbraten.
    Hähnchenstreifen auf einen Teller geben und beiseite stellen.
  • 1 EL Ghee in den Topf geben, erhitzen.
    Knoblauch und Ingwer hinein geben und anrösten.
    Tomatenmark und Madras-Curry-Paste dazu geben und unter Rühren eine Minute anrösten.
  • Mit der Kokosmilch ablöschen.
    Hähnchenstreifen und Karottenwürfel hinzugeben.
    Die Gewürze dazu geben und unterrühren.
    Alles bei geschlossenem Topf 15 Minuten bei niedriger Hitze garen.
  • Eine Handvoll Frühlingszwiebeln für die Garnitur zurücklegen.
    Die restlichen Frühlingszwiebeln, dem Joghurt und den Cashewkernen zum Hähnchen geben.
    Die Butter zügig unterrühren und alles noch einmal 5 Minuten bei geschlossenem Deckel garen.
  • Je nach Geschmack noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Mit Frühlingszwiebelröllchen und frischem Koriander garnieren.
  • Als Beilage eignet sich Reis oder Naanbrot.

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