Herd(s)Attacke

Ravioli mit Ricotta-Lachs-Füllung

Meine arme Nudelmaschine. Ich hatte sie in letzter Zeit sträflich vernachlässigt und es wurde höchste Zeit, sie wieder einmal zum Einsatz zu bringen. Also hab‘ ich kurzerhand selbstgemachte Ravioli auf den Speiseplan gesetzt – hatte ich schon ziemlich lange nicht mehr, dabei mag ich Ravioli furchtbar gerne. Nicht die schlabberigen Dinger aus der Dose natürlich. Ok, als Kind mochte ich die auch – aber man lernt ja dazu. Ich greife auch schonmal zu den frischen aus dem Kühlregal, wenn es schnell gehen muss. Aber unschlagbar sind einfach die selbst Hergestellten.

Ravioli_Ricotta-Lachs_04

Dafür nehme ich den ganz normalen Nudelteig, den ich vor einiger Zeit schon einmal gepostet habe; unten kommt das Rezept aber nochmal in einer etwas veränderten Variante.  Frischen Spinat hab‘ ich nämlich auf die Schnelle nicht bekommen. Vor kurzem hatte ich jedoch zum Glück einmal Spinatpulver besorgt, das ich noch ausprobieren wollte. Also kam das mit in den Teig und ich muss sagen, das Ergebnis war wirklich gut. Der Spinatgeschmack und auch die Farbe waren zwar nicht ganz so intensiv wie beim frischen Gemüse, aber doch ausreichend vorhanden.

Wunderbar zu Spinat passt auf jeden Fall Lachs und so habe ich für die Füllung eben diesen verwendet, geräuchert und frisch von der Fischtheke. Aber natürlich geht das Ganze auch mit abgepacktem oder tiefgefrorenem Lachs. Komplettiert wurde die Füllung durch eine Ricottacreme, abgeschmeckt mit Limette und etwas Dill.

Die Füllung lässt sich natürlich nach Lust und Laune variieren und auch beim Teig gibt es viele Möglichkeiten, mit Zutaten zu spielen. Vor einiger Zeit habe ich zum Beispiel Basilikum-Ravioli gemacht, bei welchen nicht nur Basilikum, sondern auch ein wenig Knoblauch mit in den Teig kommt. Die Füllung war in diesem Fall vegetarisch, mit Mozzarella, Parmesan und getrockneten Tomaten.

Man braucht auch nicht unbedingt einen Ausstecher, um die Ravioli in Form zu bringen. Ein dünnwandiges Glas, Vorspeisenringe oder Plätzchenausstecher funktionieren genauso gut. Den Rand der Nudeln kann man dann, wie unten bei den Basilikum-Ravioli zu sehen, mit einer Gabel festdrücken, um sie aufzuhübschen.

Basilikum-Ravioli_01

Und was gibt’s dazu? Je nach Füllung am liebsten eine frische Tomaten-, eine würzige Pilz- oder eine feine Weißweinsoße. Bei der Ricotta-Lachs-Variante habe ich mich für letztere entschieden und es war ein echter Genuss. Etwas frischer Parmesan darüber gerieben gibt dem Ganzen nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich den letzten Schliff. Das Rezept für meine persönliche Lieblings-Weißweinsoße werde ich bei Gelegenheit noch nachreichen.

Ach, und noch etwas: Ich hab‘ bei diesem Rezept meistens etwas Teig übrig. Falls es euch genauso geht: Man kann daraus wunderbar noch eine Portion Bandnudeln machen, sollte die Füllung für Ravioli nicht mehr ausreichen. Geht auch ohne Nudelmaschine: Einfach den Teig ganz dünn ausrollen und in feine Streifen schneiden. Mit etwas Mehl bestäuben, auf einem Küchentuch oder Nudelständer trocknen lassen (je nach Dicke 2-3 Stunden) und in eine verschließbare Box geben. Diese noch nicht gleich verschließen, sondern noch 1-2 Tage offen stehen lassen, damit die Nudeln richtig durchtrocknen können. Erst dann zu machen – so halten die Nudeln gut vier Wochen lang.

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort