Herd(s)Attacke

Pasta mit Hähnchen-Hackbällchen

Es ist wieder einmal Zeit, dem Pastafarianismus zu frönen. Auch wenn eigentlich Freitag der höchste pastafarianische Feiertag ist – Pasta geht immer, besonders, wenn noch Fleischbällchen und Tomatensoße ins Spiel kommen. Wer jetzt an den Klassiker „Meatball Spaghetti“ denkt, der liegt nicht ganz falsch. Allerdings habe ich eine etwas verfeinerte Variante davon aus der Rezeptsammlung gefischt.

Anstelle von Rind bildet in diesem Fall Hähnchen die Basis für die Fleischbällchen. Das gibt ihnen nicht nur einen etwas feineren Geschmack, sondern spart auch ein paar Kalorien – die wir später bei der Soße locker wieder reinholen. Denn die hat es, kalorien-, aber auch geschmackstechnisch gesehen, wirklich in sich: Zu frischen Tomaten und duftigem Basilikum gesellen sich eine ordentliche Portion Crème fraîche und Mozzarella. Naja, und Pasta gehört natürlich auch dazu. Also nix für die Bikini-Diät. Aber den können wir sowieso demnächst wieder im Schrank verstauen, und uns genüsslich ein wenig Winterspeck anfuttern. Oder? :-)

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Bei der Pasta habe ich auf kleine Muschelnudeln gesetzt, denn daran und darin bleibt die Soße wunderbar haften. Das garantiert, dass jeder Biss wirklich ein Genuss ist. An der Stelle noch einmal der Hinweis: Kein Öl ins Nudelwasser. Niemals nie nicht! Das verhindert, egal bei welcher, dass die Soße an den Nudeln haften bleibt. Wenn ihr verhindern wollt, dass die Nudeln kleben: serviert sie sofort – was sich eigentlich von selbst versteht, denn man will sie ja heiß essen.

Was das Hähnchenhackfleisch betrifft: Ihr werdet es selten bis garnicht beim Metzger erhalten – aus nachvollziehbaren hygienischen Gründen. Denn Hähnchenfleisch ist ja generell sehr empfindlich und wenn man es zerkleinert, ist die Gefahr, das es verdirbt natürlich noch größer. Auf Vorrat machen ist also nicht und frisch zubereiten kann es die Metzgerei auch nicht, da sie sonst die Maschine direkt komplett zerlegen und gründlich reinigen müsste. Vereinzelt soll es gefrorenes Hähnchenhackfleisch geben – aber tiefgefrorenes Hackfleisch genießt nicht unbedingt mein größtes Vertrauen. Das Problem habe ich gelöst, indem ich frische Hähnchenbrustfilets gekauft und diese in den Zerkleinerer gegeben habe. Ging einwandfrei. Man kann sich natürlich auch die Mühe machen, die Hähnchenbrustfilets in winzigste Stückchen zu zerkleinern. Aber mit dem Mixer (oder Fleischwolf) geht’s einfacher und schneller.

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In jedem Fall solltet ihr das Fleisch sehr zügig verarbeiten – also auf gar keinen Fall vorbereiten und dann erstmal stehen lassen! Auch wichtig: Die Bällchen müssen durchgegart sein. Die Back- und Kochzeiten sowie -temperaturen des Rezeptes garantieren dies eigentlich. Schneidet aber vorsichtshalber trotzdem ein Bällchen an und schaut, ob es durch ist, bevor ihr es in die Soße gebt – jeder Herd hat ja seine Eigenheiten. Das Fleisch sollte auf gar keinen Fall noch rosa sein. Falls doch, die Bällchen nochmal in den Ofen geben, bis sie wirklich durch sind.

Und zum Schluss noch ein Tipp: Solltet ihr zuviel gekocht haben – gar kein Problem! Das Gericht lässt sich wunderbar aufwärmen und schmeckt, wie so vieles, beim zweiten Mal noch viel besser. Also die Reste abkühlen lassen, in einen geeigneten, verschließbaren Behälter geben und über nach in den Kühlschrank stellen. Länger als einen Tag solltet ihr es aber besser nicht aufbewahren (Einfrieren hab‘ ich nicht probiert, hab‘ also keine Erfahrungswerte). Aufwärmen geht auch fix: Reste in eine Auflaufform geben, diese mit einem Deckel oder Alufolie abdecken und alles bei 180°C (Umluft) für 30 Minuten in den Backofen stecken. Und schon könnt ihr die leckere Pasta noch einmal genießen!

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