Herd(s)Attacke

Selbst gebackenes Weizenbrot –
ganz ohne Schnickschnack

Ich weiß garnicht, wann das Ganze angefangen hat, sich so zu unkontrolliert zu vermehren. Aber inzwischen gibt es – mehr oder weniger offiziell sowie mehr oder weniger sinnvoll – einen Tag für so ziemlich alles: den Tag des Händewaschens, einen Tag des deutschen Schlagers, den internationalen Tag des Glücks, den „World Backup Day“ (immer schön Datensicherungen anlegen!), den Tag des Baumes, des Buches, des Cocktails, des Handtuchs, des Fahrrads, der Toilette, des Schlafes, des Kaffees … wobei letzterer bei mir täglich ist. Jedenfalls ist die Liste von Tagen der oder des XYZ ellenlang; einige davon sind bekannt, andere eher nicht, manche haben einen ernsten Hintergrund, zahlreiche gibt’s einfach nur so aus Spaß – oder weil irgendjemand Geld damit verdient.

Wie ich jetzt darauf komme? An 30.9., also übermorgen, ist der Tag des deutschen Butterbrotes. Ja, den gibt’s auch. Und mal ehrlich: So ein frisches, vielleicht sogar noch lauwarmes, duftendes Stück Brot, dick mit leckerer Butter bestrichen, sonst nichts. Na? Schon Sabber im Mundwinkel? Also, ich schon – das ist doch einfach nur lecker. Meiner Meinung nach hat das Butterbrot einen Gedenktag redlich verdient!

Außerdem ist das für mich die Gelegenheit, das erste zufriedenstellende Ergebnis einer langen Herd(s)Kasper-Testreihe vorzustellen: ein Weizenbrot. Ok, klingt jetzt ziemlich profan, aber wer selbst Brot backt, der weiß, dass das garnicht so einfach ist. Also, nicht die Sorte „Fertigmischung in die Brotmaschine kippen und nach drei Stunden das fertige Brot herausholen“. Und ja, das hab‘ ich auch eine Weile gemacht – ist auf Dauer aber langweilig und wenig herausfordernd. Nein, ich meine so richtig von vorne bis hinten selbst gemacht und im Ofen vollendet.

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In den letzten Wochen habe ich deshalb so einige Rezepte ausprobiert. Aus reiner Selbstüberschätzung hab‘ ich gleich mal mit einem Sauerteigbrot begonnen, was mehr oder weniger grandios in die Hose gegangen ist. Also nochmal von vorne und klein anfangen, mit etwas Anfängerfreundlichem. Auch das ist garnicht so einfach, wie es klingt. Die ersten Brote waren zwar genießbar, aber weder geschmacklich noch optisch das, was ich mir vorgestellt habe. Aber nach diversen Tiefschlägen hab‘ ich es jetzt geschafft: ein Brot, das nicht nur zum Reinbeißen aussieht, sondern auch noch lecker schmeckt. Ich denke, auf der Basis kann ich weiter testen und mich langsam die Brotbackkünstlerkarriereleiter hinauf arbeiten. Über die Ergebnisse werde ich natürlich berichten – und für Tipps von erfahrenen Hobby-Brotbäckern bin ich als Anfänger echt dankbar!

Zum Beispiel etwas wie: Warte mit dem Anschneiden, bis das Brot richtig ausgekühlt ist, sonst wird die Schnittfläche nicht glatt und sieht beim Fotografieren krumpelig aus …

Also ran an den Backofen, damit ihr am Freitag eine leckere, dick bestrichene Butterstulle genießen könnt!

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