Herd(s)Attacke

Schlicht, aber lecker:
Bunte Schupfnudelpfanne

Manchmal sind es ja die kleinen Dinge im Leben, die einen spontan vom Hocker hauen. In meinem Fall derzeit ein „kleiner“ Schnupfen, der mich seit über einer Woche plagt und mir irgendwie die Power nimmt. Mal geht’s besser, mal schlechter, aber nie wirklich gut. Das drückt mächtig auf die gute Laune. Wenn dann noch so ein Wochenende wie dieses dazwischen kommt, bei dem so ziemlich gar nichts klappt, kann man schonmal die Lust an allem verlieren, irgendwie. Ich hatte mir ein-zwei wirklich schöne Rezepte herausgesucht, die ich mit euch teilen wollte – und alle beide sind mächtig daneben gegangen. Nichts war so, wie es sein sollte – es sah nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe; es schmeckte nicht so wie sonst (was sicher auch an meinen verschnupften Geschmacksknospen liegt) und zum Fotografieren hatte ich dann auch keine Lust mehr, obwohl ich mir schon die ganze Woche Gedanken über das Set gemacht und mich eigentlich darauf gefreut hatte.

Deshalb greife ich heute kurzfristig auf die „Vorratskiste“ zurück. Im Laufe der letzten Monate hat sich so einiges an Rezepten angesammelt, die ich zwar soweit schon vorbereitet, aber noch nicht veröffentlicht habe. Für den Notfall, der jetzt ja eingetreten ist. Nach ein bisschen Blättern hab‘ ich mich für die Schupfnudelpfanne entschieden. Erstens ein Rezept, das ich immer wieder gerne mache, weil es so einfach, und doch so lecker ist. Zweitens, weil es zum Wetter passt. Der Herbst gibt heute einen kleinen Vorgeschmack, was uns demnächst blüht – Wind, kalt, Regen. Eigentlich mal ganz angenehm nach den vielen heißen Spätsommertagen, die ja noch nicht vorbei sein sollen, wenn man der Wettervorhersage glaubt.

Schupfnudel-Pfanne_02

Lange Rede, kurzer Sinn: die Schupfnudelpfanne passt so richtig rein in dieses Wochenende. Schon beim Anblick bessert sich die Laune irgendwie. Ich meine – so schön knackig braun angebratene Schupfnudeln … yummy. Wer möchte, kann sie natürlich selbst machen. Hab‘ ich auch schon probiert; das Schwierigste daran ist es, die kleinen Scheisserchen in die richtige Form zu bringen. Bei mir sehen sie immer irgendwie etwas krumm und schief aus. Tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Wer es lieber schnell und einfach mag, der nimmt die frischen Schupfnudeln aus dem Kühlregal, das kürzt die Sache ungemein ab und dann werden sie auch so schön gleichmäßig wie auf den Bildern. ;-)

Grundzutaten sind, außer den Schupfnudeln, Zwiebeln, Speckwürfel und grüne Bohnen. Wenn ihr jetzt aber noch irgendwo gekochte Kartoffeln, Paprika oder ein paar Pilze übrig habt, dann könnt ihr die getrost noch dazu schmeißen – das Gericht eignet sich wunderbar zur Resteverwertung. Eine Soße kommt nicht dazu; statt dessen wird alles in eine leckere Schnittlauchcreme gedippt. Ein Genuss!

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