Herd(s)Attacke

Polka-Dot-Himbeer-Käsesahne-Torte

Nachdem ich ein paar unschöne Krankheitstage hinter mich gebracht habe, konnte ich mich jetzt endlich aufraffen, meine gesammelten Notizen zu sichten und das noch ausstehende Rezept aufzuschreiben. Mit etwas Verspätung präsentiere ich also jetzt die „Polka-Dot-Himbeer-Käsesahne-Torte“.

Angefangen hatte es eigentlich mit einer stinknormalen Käsesahne. Im Laufe meiner Überlegungen hat sich das ganze dann aber irgendwie verselbständigt. Zunächst wollte ich die Himbeeren einfach so einarbeiten, kam dann aber auf die Idee, sie als eine Art „Polka Dots“ unterzubringen. Dann war da noch die Sache mit dem Biskuitteig – wer sagt eigentlich, dass der bei Käsesahne immer hell sein muss? Last but not least hab‘ ich noch zwei Becher dunkle Schokolade in der Torte untergebracht, mehr oder weniger unauffällig.

Polka-Dot-Kaese-Sahne_07

Das Endergebnis entsprach zwar nicht zu 100% meinen Erwartungen, was die Optik betraf – irgendwie sind die Himbeer-Dots während der Nacht in der Creme gewandert. Aber geschmacklich fand ich sie große Klasse, ganz besonders den leichten „Crunch“ der Schokolade. Aber auch, weil sie nicht so furchtbar süß geworden ist. Das säuerliche Aroma der Himbeeren kam prima rüber und die dunkle Schokolade konnte sich ebenfalls durchsetzen.

Es wird auf jeden Fall nicht das letzte Mal sein, dass ich diese Torte gebacken habe. Zumal ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz so viel davon abbekommen habe wie sonst. Meine „Mitesser“ hat’s gefreut …

Noch ein Tipp: Ihr solltet mit der Zubereitung unbedingt einen Tag vor dem Verzehr beginnen, denn ihr habt zwischen den einzelnen Schritten viel Wartezeit zwischendrin. Die Himbeerkugeln solltet ihr über Nacht fest werden lassen. Auch der Biskuitboden muss vor dem Teilen ganz ausgekühlt sein, damit er sich gut schneiden lässt. Die fertig zusammengebaute Torte solltet in jedem Fall 5-6 Stunden, besser auch eine Nacht im Kühlschrank verbringen. Ich hab‘ die Kugeln und den Boden zum Beispiel Freitagabend gemacht, die Käse-Sahne-Masse am nächsten Tag zubereitet, den Kuchen zusammengesetzt und ihn dann über Nacht fest werden lassen, so dass er zum Sonntagsnachmittagskaffee verzehrbereit war.

Resteverwertung_02

Für die Herstellung der Himbeer-Dots habe ich übrigens Eiswürfelbeutel genommen; das hat prima funktioniert. Eiswürfel- oder Pralinenformen sollten auch gehen. Ist das alles nicht zur Hand, kann man das Himbeerpüree auch in eine Schale gießen und nach dem Gelieren mit einem Löffel oder Melonenausstecher die Kugeln formen – allerdings habt ihr dann relativ viel Abfall. Man kann die Reste aber mit einer Gabel zu einer Art Brei zerdrücken und eine Schicht davon auf den schokoladengetränkten Tortenboden geben.

Oder ihr macht daraus, zusammen mit Biskuit- und Käse-Sahne-Masse-Resten, einfach ein Schichtdessert, so wie links abgebildet. Generell eine prima Alternative, wenn man keinen ganzen Kuchen machen möchte; in kleinen Portionen geliert die Masse im Kühlschrank auch schneller und ist bereits nach 2-3 Stunden genießbar.

So, jetzt aber endlich zum Rezept, nachdem ich euch ja schon so lange habe warten lassen. Viel Spaß beim Nachbacken!

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