Herd(s)Attacke

Orangen-Vinaigrette

Ihr habt das sicher auch schon erlebt: Ihr sitzt im Restaurant, bestellt etwas zu essen und es gibt einen so genannten „Beilagensalat“ dazu. Das Essen kommt, der Salat auch … beziehungsweise: er schwimmt. Heißt: In einer Schale schwappt eine Brühe, die sich Vinaigrette schimpft und wahlweise nach gar nichts oder nach zu dünnem Essig schmeckt. Darin dümpeln dann die üblichen, eisgekühlten Standardsalatverdächtigen – Karotte, Weißkraut, ein paar Salatblätter und vielleicht noch zwei-drei weiße Böhnchen. La Paloma oheee …

Dabei gibt es so viele tolle Salatsoßen, die sich mit relativ wenig Aufwand zubereiten lassen und mit etwas Fantasie das Beste aus jedem Salat herausholen. Ich steh‘ total auf die Varianten, in denen in irgendeiner Art und Weise Obst eine Rolle spielt. Mit Beeren zum Beispiel lassen sich ganz großartige Vinaigretten (klingt blöd, aber die Mehrzahl heißt tatsächlich so) zaubern. Speziell säuerlichen Sorte wie Himbeeren oder Johannisbeeren passen großartig zu Salatsorten, die selbst keinen ganz so intensiven Eigengeschmack haben und peppen diesen auf.

Die nachfolgende Salatsoße erhält ihren fruchtigen Geschmack durch Orangensaft. Da dieser etwas eingekocht wird, sollte man die Soße etwa eine Stunde vor dem Verzehr zubereiten, denn sie sollte vor dem Verwenden vollständig abgekühlt sein. Ich mache sie am liebsten zu Feldsalat; wenn keine Saison ist, passt Romana- oder Eichblattsalat aber ebenso gut dazu. Ein paar frische Champignons dazu, schon hat man einen superleckeren Beilagensalat – insofern man diesen nicht in der Soße absaufen lässt. Ein paar Teelöffel pro Portion reichen vollkommen aus.


Update

Nach weiteren Testläufen habe ich das Rezept leicht verändert: Die Menge an Olivenöl wurde reduziert und ich habe festgestellt, dass die Vinaigrette mit frisch gepresstem Orangensaft wesentlich besser wird als mit fertig gekauftem. Letzterer funktioniert zwar auch, aber empfehlen würde ich absolut den frischen!

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