Mit Harissa-Joghurt-Dressing: Kartoffelsalat mal anders

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Gab es das früher bei euch auch – einen Bauern, der durch den Ort fuhr und seine Waren direkt vom Anhänger verkauft hat? Mit einer Handglocke hat er sich schon Straßen vorher angekündigt und lautstark angepriesen, was es aktuell so gab. Mir klingt heute noch das „Kadoffeeeeln – scheene Kadoffeeeeeeln“ im Ohr. Ganz, ganz selten sieht (und hört) man ihn bei uns auch heute noch fahren. Leider zu so ungünstigen Zeiten, dass ich es noch nicht geschafft habe, ihn zu erwischen.

Und dann war da noch der „Lummbääää, Aldeisäääään“-Mann, der alles mögliche eingesammelt hat. Lumpen und Alteisen eben. Aber der hat mit dem heutigen Rezept nichts zu tun. Denn in dem geht’s um die „Kadoffeeeeeeeln“.

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Denn in dem geht’s eben um Kartoffeln, welche ich – allen Low-Carb-Trends zum Trotz – wirklich liebe. Besonders die frühen Sorten, die irgendwie einen ganz eigenen, erdigen Geschmack besitzen. Die gibt’s am allerliebsten pur, als Pellkartoffeln (ja, mit Schale) und etwas Leberwurst und Senf dazu. Auch so ein Gericht, das mich begleitet, seit ich denken kann. Alternativ gab’s eine Version mit Hering in Tomatensoße. Nicht unbedingt mein Favorit, aber ab und an packt mich die Lust darauf auch heute noch.

Und dann natürlich Kartoffelsalat in allen möglichen Varianten. Klassisch (bei uns mit Zwiebeln, Salatgurke und Essig-Öl-Dressing als so genannter „Griesemer Kartoffelsalat); eher fernöstlich angehaucht, wie bei der Süßkartoffel-und-Kartoffel-Kombination, die ich letztes Jahr verbloggt habe. Oder leicht verschärft unter Zuhilfenahme von Harissa. Letzteres mache ich seit einiger Zeit selbst, auch wenn es ein wenig Aufwand ist. Vor allem, wenn man immer nur relativ kleine Portionen benötigt. Aber es schmeckt mir einfach besser, weil ich Schärfegrad und Würze selbst bestimmen kann.

Bitte keine nassen Füße

Während die Kartoffeln für den Salat sanft im Backofen bruzzeln, könnt ihr euch den restlichen Zutaten zuwenden. Hinzu kommen: knackig-frischer Romanasalat, Rucola, Radieschen und ein paar Frühlingszwiebeln. Für die fruchtige Komponente sorgen Granatapfelkerne. Ach, und ab und zu werfe ich noch etwas Fetakäse in den Kartoffelsalat, wenn ich übrig habe. Der hat’s leider nicht auf die Fotos geschafft, passt aber ganz hervorragend!

Noch ganz wichtig: Ich mag meine Salate eher halbtrocken, also mit relativ wenig Dressing, so dass man von den Zutaten noch etwas schmeckt. Es gibt für mich einfach nichts schlimmeres als „abgesoffenen“ Salat. Wer es aber gerne etwas üppiger mag, der nimmt einfach die doppelte Rezeptmenge für’s Dressing.

5 von 1 Bewertung

Kartoffelsalat mit Harissa-Joghurt-Dressing

Portionen 4 Personen
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 35 Min.
Arbeitszeit 50 Min.

Zutaten

Für den Salat

  • 800 g Kartoffeln, fest kochend
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL (schwach gehäuft) Ras el-Hanout
  • 1 Prise Salz
  • 1 Romanasalat
  • 2 Handvoll Rucola
  • 10 Radieschen
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Granatapfel
  • 200 g Feta (optional)

Für das Dressing

  • 150 g Naturjoghurt (cremig)
  • 1-2 TL Harissa (je nach gewünschtem Schärfegrad)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz

Anleitungen

  • Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Die Kartoffeln gründlich waschen, abbürsten, etwas trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Olivenöl, Ras el-Hanout und Salz in einer großen Schüssel verrühren. Die Kartoffelstücke hinzu geben und gründlich mit der Marinade mischen. Kartoffeln auf das vorbereitete Backblech verteilen und 30-35 Minuten garen; dabei 1-2 mal wenden. Wichtig: die Garzeit kann je nach Kartoffelsorte, Größe der Stücke, Art des Backofens und natürlich eurer persönlichen Vorliebe variieren. Gegen Ende der Garzeit also immer mal mit einer Gabel testen, wie weit die Kartoffeln sind!
  • Während die Kartoffeln backen, Romanasalat und Rucola waschen, trocken schleudern und putzen. Die Radieschen waschen, abbürsten und vierteln. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Feta (optional) in Würfel schneiden. Alles in eine ausreichend große Schüssel geben.
  • Den Granatapfel auf der Arbeitsfläche unter Druck leicht hin und her rollen, bis er sich etwas weicher anfühlt. Granatapfel – am besten über einer Schüssel, die in der Spüle steht (Spritzgefahr) – halbieren und die Kerne aus dem Gehäuse entfernen. Saft ggf. auffangen (ist aber nicht zwingend notwendig).
  • Für das Dressing Joghurt, Harissa, Olivenöl, etwas Granatapfelsaft (falls vorhanden) und etwas Zitronensaft mischen; mit Salz und Pfeffer und ggf. nochmal etwas Harissa abschmecken.
  • Die fertig gegarten Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und zum Salat geben. Das Dressing darüber geben und unterheben. Zum Schluss die Granatapfelkerne über den Salat streuen.
  • Schmeckt am besten, wenn die Kartoffeln noch warm sind; ist aber auch kalt ganz prima!

Notizen

Wichtig:
Die Zutaten für das Dressing ergeben eine relativ kleine Menge, so dass der Salat gerade so damit überzogen ist. Wer gerne viel Dressing hat, sollte die doppelte Menge herstellen.

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