Bratapfel-Kuchen – mit allen Sinnen genießen

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Hurra – Vorweihnachtsherbstschmuddelwetter!

Das lädt doch geradezu ein, es sich in der Küche gemütlich zu machen und einen duftenden Bratapfel-Kuchen zu backen, oder? Das Rezept steht schon seit Anfang 2016 auf dem Blog; mittlerweile hat es schon die dritte Überarbeitung hinter sich. Ganz zu Anfang kamen noch Pudding und Soße aus der Tüte zum Einsatz – auf beides verzichte ich mittlerweile komplett. Alles hausgemacht und ohne künstliches Gedöns. Beides selbst herzustellen ist wirklich kein Hexenwerk. Man kann die Zeit, in welcher der Mürbeteig durchkühlen muss, wunderbar dazu nutzen, die Vanillesoße und den -pudding zuzubereiten.

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Bratapfel-Kuchen

Etwas für Augen, Ohren und Nase

Dieser Bratapfel-Kuchen ist wirklich etwas, das man – im wahrsten Sinne des Wortes – mit allen Sinnen genießen kann. Der Duft, wenn er frisch gebacken aus dem Ofen kommt, ist sagenhaft. Rund um die Bratäpfel köchelt noch die Füllung, es riecht nach Zimt, Vanille, Äpfeln, Marzipan … einfach herrlich. Zu schade, dass er unbedingt abkühlen muss, damit die Füllung fest wird. Nach dem Abkühlen in der Form wandert er am besten über Nacht in den Kühlschrank. So hat das herrliche Aroma auch ausreichend Zeit, sich voll zu entfalten. Eine halbe Stunde vor dem Servieren sollte er aber wieder herausgenommen werden.

Obwohl er recht schlicht aussieht, ist der Bratapfelkuchen etwas aufwändiger herzustellen. Mit allen Vorbereitungen, dem Herstellen der Füllung, Blindbacken und Backen braucht es gute zwei Stunden. Und wenn er dann duftend und blubbernd aus dem Backofen kommt, heißt – wie oben schon erwähnt – nochmal Geduld haben. Auch wenn es schwer fällt.

Je kleiner die Äpfel, desto mehr davon passen in den Bratapfel-Kuchen
Tipps und Tricks

Je kleiner die Äpfel, desto mehr davon passen natürlich in die Form. Und desto mehr Füllung bekommt jeder ab. Vor dem Backen sollte man die Äpfel zur Probe in die Form stellen, damit man genau weiß, wie viele man benötigt. Bitte beachten: Es kommt noch der Rand aus Mürbeteig hinzu; deshalb nicht allzu viele Äpfel in die Form quetschen. Und ein bisschen Platz für die Füllung sollte auch noch sein.

Theoretisch könnte man Vanillepudding und -soße in einem Arbeitsschritt herstellen; schließlich ist die Herstellung fast gleich. Praktisch funktioniert das leider nicht. Ich habe es mehrfach versucht, aber die Füllung wurde nie so gut, wie wenn ich Pudding und Soße getrennt hergestellt habe. Auch wenn es Zeit und einen Arbeitsschritt sparen würde – lieber bei den gesonderten Arbeitsschritten bleiben.


5 von 3 Bewertungen

Bratapfel-Kuchen

Bratapfel und Vanillepudding – eine unwiderstehliche Kombination!
Portionen 12 Stücke
Vorbereitungszeit 2 Stdn.
Zubereitungszeit 25 Min.
Backzeit 1 Std.
Arbeitszeit 3 Stdn. 25 Min.

Equipment

  • Springform mit 26 cm Durchmesser.
  • Hülsenfrüchte oder Keramikkugeln zum Blindbacken
  • Apfelausstecher

Zutaten

Für den Mürbeteig

  • 220 g Mehl, Typ 405
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50 g feiner Zucker
  • 50 g Puderzucker
  • 140 g Butter, kalt
  • 1 Ei
  • etwas Butter und Weichweizengrieß für die Backform

Für den Vanillepudding

  • 300 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 30 g feiner Zucker
  • 40 g Puderzucker
  • 20 g Speisestärke
  • 3 Eigelb

Für die Vanillesoße

  • 150 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL feiner Zucker
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 2 TL Speisestärke
  • 1 Ei
  • 20 g Marzipanrohmasse, fein gerieben (optional)

Für die Füllung

  • 150 g Marzipanrohmasse
  • 40 g (Rum-)Rosinen
  • 1 EL feiner Zucker
  • 1 EL Zimt

Sonstiges

  • 3 EL Zitronensaft
  • 7-8 kleine Äpfel unbehandelt
  • 100 g Mandelblättchen

Anleitungen

Der Mürbeteig

  • Für den Mürbeteig Mehl, Backpulver, Zucker und Puderzucker in eine Schüssel geben und vermischen.
    Das Ei verquirlen.
    Die kalte Butter in möglichst dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Ei hinzugeben und alles (am besten mit einem Teigblender) zügig zu einem Teig verarbeiten.
  • Teig zur Kugel formen, auf Frischhaltefolie geben, darin einpacken und etwas flach drücken.
    Teig für 60 Minuten in den Kühlschrank legen.

Der Vanillepudding

  • Milch und Sahne in einen kleinen Kochtopf geben.
    Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen. Mark und Schote in die Milch geben und zusammen aufkochen.
  • Zucker, Puderzucker und Speisestärke in einer kleinen Schüssel vermischen.
    Eigelbe kurz verquirlen und zur Zuckermischung geben.
    Alle Zutaten gut miteinander verrühren. Sollte die Mischung zu zäh werden, 1-2 EL der Milch aus dem Kochtopf hinzugeben.
  • Vanilleschote aus der Milch nehmen, dann die Eiermischung in die kochende Milch geben. Hitze etwas reduzieren und den Pudding unter Rühren eine Minute köcheln lassen.
    Pudding vom Herd nehmen, in eine Schüssel gießen und abkühlen lassen.

Die Vanillesoße

  • Milch und Sahne in einen kleinen Kochtopf geben.
    Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen. Mark und Schote in die Milch geben und zusammen aufkochen.
  • In der Zwischenzeit Zucker, gemahlene Vanille und Speisestärke in einem kleinen Schälchen vermischen.
    Das Eigelb hinzu geben und alles zu einer gleichmäßigen Paste verrühren. Sollte sie zu zäh werden, 1-2 EL Milch aus dem Kochtopf hinzu geben.
  • Vanilleschote aus der Milch nehmen; die Zuckermischung unter Rühren hinzu geben. Hitze etwas reduzieren.
    Alles zusammen eine Minute unter Rühren köcheln lassen.
    Soße vom Herd nehmen und die geriebene Marzipanrohmasse unterrühren.
    Soße zum Abkühlen beiseite stellen.

Die Füllung

  • Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel mischen. Rosinen und Marzipanrohmasse hinzugeben.
    Alles zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Einweghandschuhe sind hier sehr hilfreich! Das Kneten ist anfangs etwas mühsam; sobald der Marzipan warm wird, geht es aber einfach.
    Marzipanmischung beiseite stellen.
  • Die Äpfel gründlich waschen und trocken reiben. Mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse großzügig entfernen.
    Die Äpfel streifenweise schälen, mit einer Gabel rundherum mehrmals tief einstechen, außen und innen mit etwas Zitronensaft bepinseln.
    Bratapfel-Kuchen - Vorbereitung
  • Aus der Marzipanmischung kleine Würste rollen und die ausgehöhlten Äpfel damit füllen.

Fertigstellen

  • Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze aufheizen.
    Boden der Springform mit wenig Butter einfetten und etwas Weichweizengrieß darauf verteilen. Der Rand muss nicht eingefettet werden, der Mürbeteig enthält ausreichend Fett und neigt nicht zum Festbacken.
  • Den gut gekühlten Mürbeteig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Frischhaltefolie darauf legen und den Teig zu einem Kreis von gut 30 cm Durchmesser ausrollen.
    Die vorbereitete Springform mit dem Mürbeteig auslegen, Rand hochziehen. Teigboden mit einer Gabel ein paar Mal einstechen.
    Einen Bogen Backpapier zerknüllen, wieder glatt streichen und auf die Springform legen. Hülsenfrüchte oder Keramikkugeln darauf geben und auf dem Boden verteilen.
  • Springform auf die mittlere Schiene des Backofens schieben und den Teig 15 Minuten Blindbacken.
    Teig nach Ablauf der Backzeit aus dem Ofen nehmen, Blindbackmaterial mit dem Backpapier entfernen.
  • Vanillepudding und -soße in eine Schüssel geben und zusammen glatt rühren.
    Die Vanillecremefüllung in die Springform gießen.
    Die vorbereiteten Äpfel gleichmäßig auf die Füllung verteilen und leicht eindrücken.
    Mandelblättchen über Äpfel und Füllung streuen.
  • Springform auf der zweiten Schiene von unten wieder in den Backofen geben und 50-60 Minuten backen (die Zeit kann je nach Backofen etwas variieren).
    Sollte die Füllung und die Mandelblättchen zu dunkel werden, die Springform mit einem Bogen Backpapier abdecken.
  • Kuchen nach Ende der Backzeit aus dem Ofen nehmen und in der Springform auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.
    Kuchen in der Springform nach dem Abkühlen mit Frischhaltefolie abdecken oder in einen geeigneten, verschließbaren Behälter geben.
    Über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen; etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.
Gericht: Kuchen
Keyword: Apfel, Apfelkuchen, Bratapfel

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  1. Karla Krugmann says:

    5 stars
    Ich habe selten ein so perfektes Rezept gelesen! Und das Ergebnis ist mit Worten kaum zu beschreiben – SENSATIONELL!!!

    Ganz vielen Dank dafür, lieber Herd(s)Kasper 😊

    1. Hallo Karla!

      Oh, das freut mich aber, dass der Bratapfelkuchen bei dir so gut angekommen ist. Ich finde die Kombination aus Pudding und Bratapfel auch gigantisch, und jetzt wo es kalt und regnerisch werden soll, kann man sich eigentlich nichts besseres vorstellen.

      Herd(s)lichen Dank für‘s Nachbacken!
      Petra

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