Herd(s)Attacke

Luftiger Butterkuchen mit Salzkaramell-Topping

Butterkuchen mit Mandelkruste

Alle Monate wieder laden Zorra vom „Kochtopf“ und Sandra von „From Snugg’s Kitchen“ zum Synchronbacken ein. Und das am vergangenen Wochenende bereits zum 50. Mal! Seit einer Weile beteiligt sich auch der Herd(s)Kasper nach Möglichkeit an der Aktion. Es macht einfach Spaß, sich mit vielen anderen Bäcker*innen gemeinsam an einem Rezept zu versuchen. Und vor allem es ist jedes Mal spannend und erstaunlich, wie unterschiedlich das fertige Backwerk dann ausfallen kann.

Zum 50. Jubiläum des Synchronbackens in diesem Monat gab es keine aufwändige Torte oder kunstvolle Sauerteig-Kreationen, sondern einen schlichten, aber unendlich guten Butterkuchen. Das Originalrezept dazu stammt vom Blog „Hefe und mehr“, den ich generell allerwämstens empfehlen kann! Wie immer beim Synchronbacken waren die Resultate unglaublich vielfältig. Ich bin beim Boden recht nah beim Rezept geblieben; aber beim Topping habe ich es so richtig krachen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes …

Butterkuchen mit Mandelkruste

Die Butterkuchen-Basis

Das Grundrezept für den Butterkuchen klang von vorne herein schon so gut, dass ich, bis auf wenige kleine Änderungen in der Zutatenmenge, nichts geändert habe. Die Vorbereitungen dafür beginnen am Abend vor dem Backtag, denn ihr braucht einen Vorteig. Der geht fix und lässt sich mit der Gabel zusammenrühren. Nachdem er bei Zimmertemperatur gestartet ist, kommt er über Nacht in den Kühlschrank, wo er sich schön entfalten kann. Da noch ein Mehlkochstück mit in den finalen Teig kommt, empfiehlt es sich, auch dieses am Vorabend herzustellen. So vermeidet man am Backtag zusätzliche Wartezeit.

Nun werden einige Fragen: Was um Himmels Willen ist ein Mehlkochstück und warum brauch‘ ich das? Kurz gesagt dient es dazu, mehr Wasser im Teig zu binden – so bleibt dieser nach dem Backen länger saftig und frisch. Die aufgekochte, puddingartige Masse aus Wasser (oder Milch) und Mehl wird mit Folie luftdicht abgedeckt, damit sie nicht austrocknet. Zusammen mit dem Vorteig darf sie dann am nächsten Tag in den finalen Teig.

Herrlich knackige Mandelkruste

Lasst es krachen!

So weit, so gut – bei der Basis waren wir noch handzahm; jetzt kommt der Kracher. Für das Butterkuchen-Topping habe ich mich an einem meiner eigenen Rezepte bedient und die Knusperschicht vom „Bienenstich to Go“ übernommen (den ich bei Gelegenheit unbedingt mal wieder machen muss). Und weil Salzkaramell immer geht, kommt neben gesalzener Butter auch noch eine kleine Prise Meersalz dazu.Die ist natürlich optional; wer es weniger salzig mag, lässt es einfach weg. Das Mandelmischung wird auf den Kuchen gegeben und im Ofen dann herrlich knusprig-braun gebacken.

Heraus kam dabei ein echter Kracher, das kann ich euch sagen. Unten luftiger Hefeboden, obendrauf eine knackige salzig-süße Kruste – ich hätte mich wirklich reinlegen können! Und so ganz unter uns: die Hälfte, die ich eigentlich mit meinen „Mitessern“ teilen wollte, hab‘ ich ganz allein verputzt, so gut war’s! Und mal wieder der Beweis, dass die einfachen Dinge im Leben manchmal doch die Besten sind!


Butterkuchen mit Salzkaramell-Topping

Unten luftig, oben knackig – der beste Butterkuchen, den ich je gebacken habe!
Vorbereitungszeit30 Min.
Koch-/Backdauer20 Min.
Wartezeit (Teigruhe)14 Stdn.
Gericht: Kuchen
Keyword: Butterkuchen, Hefeteig
Portionen: 12 Stücke

Zutaten

Für den Vorteig

  • 130 g Weizenmehl, Typ 550
  • 80 g Wasser, handwarm
  • 1 g Hefe, frisch

Für das Mehlkochstück

  • 80 g Milch
  • 20 g Weizenmehl, Typ 550

Für den Hauptteig

  • 260 g Weizenmehl, Typ 550
  • 50 g Milch
  • 5 g Hefe, frisch
  • 1 Ei (Größe L)
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter, weich
  • 60 g Butter, gesalzen, kalt

Für das Topping

  • 80 g Butter, gesalzen
  • 2 EL Zucker, fein
  • 2 EL Honig
  • 3 EL Sahne
  • 150 g Mandelblättchen
  • 1/2 TL Meersalz (optional)

Sonstiges

  • Ein Backblech
  • Ein großes Kuchengitter, alternativ Backofenrost verwenden

Anleitungen

Am Vorabend

  • Für den Vorteig die Hefe im handwarmen Wasser verquirlen und auflösen.
    Mehl in einen ausreichend großen Behälter geben. Hefewasser dazugeben und alles mit einer Gabel gut vermengen.
    Behälter abdecken. Den Vorteig eine Stunde bei Raumtemperatur starten lassen; dann für 12 Stunden in den Kühlschrank (oberer Bereich) stellen.
  • Das Wasser für das Mehlkochstück in einem kleinen Kochtopf aufkochen.
    Das Mehl auf ein Mal hinzugeben und klümchenfrei unterrühren. Hitze etwas reduzieren.
    Die Masse so lange köcheln und rühren, bis sie eine puddingartige Konsistenz bekommen hat.
    Mehlkochstück in ein Schüsselchen geben und mit einem Stück Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche luftdicht abdecken und abgekühlt in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag

  • Vorteig und Mehlkochstück in eine Rührschüssel geben.
    Hefe in die Milch geben und gut verquirlen. Zusammen mit dem Mehl und dem Ei in die Rührschüssel geben (Butter und Zucker kommen erst später dazu!).
    Alles zu einem glatten, gleichmäßigen Teig verkneten; abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
  • Den Zucker zum Teig geben und diesen nochmal gut durchkneten (ca. 5 Minuten).
    Die Butter stückchenweise dazu geben und den Teig so lange kneten, bis sie vollständig eingearbeitet ist.
    Teig abdecken und eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
  • Den Teig nach der Ruhezeit zu einem Rechteck ausrollen; er sollte zum Schluss etwa 1,5 cm hoch sein.
    Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf geben.
    Die kalte, gesalzene Butter in kleine Stückchen schneiden, gleichmäßig auf dem Teig verteilen und tief hinein drücken.
    Teig abdecken und eine Stunde gehen lassen.
  • Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Kurz bevor die Teigruhe endet, das Topping zubereiten.
    Dafür die Butter in einem kleinen Kochtopf beim mittlerer Hitze schmelzen lassen; Zucker, Honig und Meersalz (optional) unterrühren, bis sie sich aufgelöst haben.
    Topf vom Herd nehmen. Sahne unter die Butter rühren.
    Zum Schluss die Mandelblättchen hinzu geben und sorgfältig unterheben, so dass sie gleichmäßig von der Buttermischung umhüllt sind.
  • Das Mandeltopping gleichmäßig auf dem Butterkuchen verteilen.
    Kuchen mittig in den Backofen schieben und ca. 20 Minuten backen, bis die Mandelschicht schön goldbraun ist (Zeit kann je nach Backofen etwas variieren).
  • Ein frisches Stück Backpapier auf einen Kuchenrost legen.
    Den fertig gebackenen Kuchen darauf heben und abkühlen lassen.

Notizen

Der Kuchen schmeckt natürlich am Backtag, noch etwas warm, am allerbesten. Er lässt sich aber in einem luftdichten Behälter noch zwei Tage aufheben.

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