That’s Rock’n’Ro(u)ll:
Klassische Rinderrouladen

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Ein echter Klassiker …

… kommt heute auf den Tisch, und für mich persönlich ein typisches Herbst-/Winteressen. Denn nur dann schmeckt so eine deftige Rinderrouladen wirklich. Fleisch, umhüllt von Fleisch, eingewickelt in Fleisch … so eine Roulade ist „Fleischeslust“ in Reinstform. Ich liebe die Dinger und habe vor einigen Jahren ein Rezept gefunden, nach dem sie nicht nur garantiert gelingen, sondern auch diese typische, besondere Konsistenz bekommen: wunderbar mürbe und saftig. Man muss nur leicht mit dem Messer drauf drücken und schon zerfließen sie quasi von selbst. Naja – zerfließen ist übertrieben, aber sie fallen herrlich auseinander, fast wie Pulled Beef.

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Rinderrouladen - ein echter Klassiker
Prima für’s „Meal Prep“

Und Rinderrouladen machen sich auch noch fast von selbst, man muss dafür garnicht so lange in der Küche herumstehen. OK, die Vorbereitung dauert ein wenig, je nachdem, wie viel Stück man rollen muss. Aber den Rest erledigt der Bräter und in der Zwischenzeit kann man in aller Ruhe die Beilagen vorbereiten. Auch hier geht’s bei mir klassisch zu – Kartoffelbrei und Rotkraut. Letzteres am liebsten selbst gemacht, aber dafür ist nicht immer Zeit und deshalb geht auch das aus dem Glas.

Die Rinderrouladen lassen sich auch ganz prächtig einen Tag früher vorbereiten. Danach die fertig gewickelten Rouladen einfach in einer verschlossenen Frischhaltebox in den Kühlschrank geben. So spart man sich am Tag der Zubereitung ein wenig Arbeit. Überzählige Rouladen sollen sich auch super einfrieren lassen. Selbst testen konnte ich das allerdings noch nicht; es ist noch niemals auch nur eine einzige übrig geblieben.

Fertig gegarte Rouladen lassen sich inklusive der Soße auch prima einfrieren; aufgrund ihrer Größe gerne auch portionsweise.

Rinderrouladen - ein echter Klassiker

Ach ja – und die Soße. Die hätte ich fast vergessen; dabei gibt sie den Rinderrouladen erst den letzten Schliff. Auch die macht sich quasi von selbst – ganz ohne Soßenbinder, Tütenzeugs, Zusatzstoffe oder sonst etwas. Gemüse pur, etwas Rotwein, etwas Rinderbrühe – fertig ist das „Himmelbett“ für die Rouladen. Sie ist herrlich dick und sämig, kräftig, geschmackvoll und hat – in meinem Fall – eine ganz leichte Schärfe, da ich sie gerne mit etwas Ayvar (also Paprikapaste) mache.

That’s Rock’n’Roulade!


5 von 2 Bewertungen

Klassische Rinderrouladen

Deftiges Fleischgericht, das im Herbst und Winter gerne öfter auf den Tisch kommt.
Portionen 4 Stück
Vorbereitungszeit 30 Min.
Zubereitungszeit 2 Min.
Arbeitszeit 32 Min.

Equipment

  • Ein ausreichend großen Bräter mit Deckel
  • Ein Pürierstab
  • Rouladengarn oder -klammern

Zutaten

  • 4 Rouladen vom Rind
  • 200 g Rinderhack
  • 100 g Cornichons
  • 3 Küchenzwiebeln
  • 1 Bund Suppengemüse (Möhren, Sellerie, Lauch, Petersilie)
  • 12 Scheiben Frühstücks-Bacon
  • 4 TL Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 EL Butterschmalz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Ayvar (scharfe Paprikapaste)
  • 200 ml Rotwein
  • 300 ml Rinderbrühe
  • Sahne (optional)

Anleitungen

  • Das Suppengemüse schälen und putzen.
    Möhren und Sellerie in grobe Würfel schneiden; Lauch in Ringe schneiden.
    Zwei Stängel der Petersilie fein hacken.
    Die Zwiebeln schälen. Eine Zwiebel fein, die anderen beiden grob würfeln. Grobe Würfel zum Suppengemüse geben, feine Würfel beiseite stellen.
    Die Cornichons ebenfalls fein würfeln.
  • Die fein geschnittenen Zwiebel- und Cornichonwürfel sowie die gehackte Petersilie zum Hackfleisch geben. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen, alles gut miteinander vermengen.
  • Die Rouladen trocken tupfen und auf eine saubere Arbeitsfläche legen (am besten eine Backmatte o.ä. unterlegen).
    Rouladen mit jeweils einem Teelöffel Senf bestreichen. Mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen.
  • Auf jede Roulade drei Streifen Frühstücks-Bacon legen, so das ca. 2/3 der Roulade davon bedeckt sind.
    Auf den Bacon jeweils 50 g des Rinderhack geben und über ca. 1/3 der Roulade verteilen.
    Die Rouladen fest zusammenrollen und mit Garn oder Fleischnadeln fixieren.
  • 2 EL Butterschmalz in den Bräter geben und auf höchster Stufe erhitzen. Die Rouladen in den Bräter geben und von allen Seiten kräftig anbraten. Sobald sie rundherum einen schöne Farbe bekommen haben, die Rouladen wieder aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen.
  • Noch einen EL Butterschmalz in den Bräter geben. Jetzt das grob gewürfelte Gemüse hinein geben und kräftig anrösten.
    Tomatenmark und Ayvar hinzu geben und alles gut vermischen. Es darf sich ruhig ein wenig davon am Boden des Bräters anhängen.
  • Nach und nach den Rotwein in den Bräter geben, zwischendurch aufkochen lassen und unter das Gemüse rühren; dabei die Schicht vom Boden des Bräters lösen und mit einrühren.
    Sobald der Rotwein fast vollständig verkocht ist, die Hitze etwas reduzieren, die Rinderbrühe zugießen und aufkochen lassen.
    Das Lorbeerblatt in die Flüssigkeit geben.
  • Jetzt die Rouladen in den Bräter geben und die Hitze so weit reduzieren, dass die Flüssigkeit nur noch leicht köchelt. Deckel auf den Bräter geben und die Rouladen eine Stunde lang schmoren – dabei möglichst den Deckel nicht vom Bräter heben!
  • Nach einer Stunde die Rouladen wenden, den Deckel nicht mehr ganz auf den Bräter legen, sondern einen Spalt auflassen. Nochmals 45 Minuten schmoren.
  • Nach Ende der Garzeit die Rouladen aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen.
    Das Lorbeerblatt aus der Flüssigkeit entfernen.
    Das Gemüse mit dem Pürierstab gründlich pürieren; Soße mit etwas Salz, Pfeffer und ggf. etwas Sahne abschmecken.
  • Rouladen noch einmal für ein paar Minuten in die Soße geben, dabei einmal umdrehen.
    Garn/Fleischnadeln entfernen und die Rouladen servieren.
Gericht: Fleischgerichte, Hauptspeisen
Keyword: Rindfleisch, Rouladen

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  1. 5 stars
    Ich mache die Rouladen im Prinzip genauso, nur anstatt von Frühstücksbacon und Hackfleisch nehme ich nur fein geschnittenen Schwarzwälder Schinken Speck . Das gibt der Soße und dem Fleisch einen zusätzlichen Pepp .

    1. Hallo Martin,

      Schwarzwälder Schinkenspeck klingt auf jeden Fall super; ich glaube, dass muss ich auch mal ausprobieren.
      Danke für die Inspiration! :-)

      Herd(s)liche Grüße
      Petra

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