Herd(s)Attacke

Holunderblütensirup – selbst gemacht!

In meinem letzten Post hatte ich ja schon „angedroht“, dass sich in der Herd(s)Kasper-Küche etwas zusammenbraut, sozusagen. Nach einer etwas beschwerlichen Suche hatte ich ausreichend Holunderblüten gesammelt, um meinen ersten selbstgemachten Holunderblütensirup anzusetzen. Fast eine Woche lang durfte die Mischung auf meiner Fensterbank ziehen, die Spannung stieg und am Samstagmorgen konnte ich dann endlich daran gehen, den Sirup fertigzustellen.

Vorweg: Er schmeckt wirklich superlecker, mit einer sehr fruchtigen Note. Einen kleinen Tick mehr Holunder hätte ich mir gewünscht. Mag daran liegen, dass es in den Tagen, bevor ich die Dolden gesammelt habe, eigentlich nur geregnet hat. Vielleicht war dadurch nicht genug Blütenstaub vorhanden, um den rechten Holunderkick zu geben – keine Ahnung. Aber Hauptsache, er schmeckt!

Stolze drei Liter sind es geworden, die jetzt gut gekühlt im Keller lagern und darauf warten, zum Einsatz zu kommen. Ein paar Rezepte hab‘ ich schon herausgesucht und werde mit Sicherheit berichten, was ich mit dem Sirup so angestellt habe. Die bekannteste Variante dürfte wohl der berühmt-berüchtigte „Hugo“ sein. Ich hatte meinen ersten vor ein paar Jahren, als das Zeug gerade „in“ wurde – und ich weiß noch, dass ich ihn ziemlich eklig fand. Wahrscheinlich war er einfach schlecht gemixt, oder der Sirup war Mist. Oder der Prosecco. Wie auch immer, ich hab‘ den „Hugo“ lange gemieden, bis mir jemand mit Ahnung einen „aufgedrängt“ hat. Seitdem liebe ich das Zeug und es gehört zum festen Bestandteil lauer Sommerabende.

Holunderbluetensirup_01bFür das Foto zum heutigen Beitrag wollte ich auch einen schicken „Hugo“ mixen und ins rechte Bild setzen, mit allem Drum und Dran. Aus mir total unerfindlichen Gründen war aber heute morgen kein Prosecco mehr da. Wahrscheinlich hat jemand die Flasche aufgelassen und er ist verdunstet. Irgendwie …

Deshalb gab‘ es für das Foto nur noch die traurigen Überreste. Aber ihr könnt euch ja in ungefähr vorstellen, wie so ein „Hugo“ aussieht. Falls nicht, kommt weiter unten noch meine bevorzugte Zubereitungsart. Denn wie bei so vielem gibt es auch für den „Hugo“ geschätzte einhundertachtundsechzig „Original“-Rezepte. Ich hab‘ mir einfach die Variante herausgesucht, die am besten schmeckt.

Zuerst aber das Rezept für den Holunderblütensirup, darum geht’s ja eigentlich. Wenn ihr Glück habt, findet ihr noch ausreichend Dolden, die Blütezeit ist noch nicht ganz vorbei. Am besten sammelt ihr um die Mittagszeit, da sind die Blütenkelche am weitesten geöffnet und ihr könnt, sozusagen, das Beste aus dem Holunder holen.

Auf die Ascorbinsäure, welche in vielen Siruprezepten verwendet wird, habe ich verzichtet und statt dessen puren Zitronensaft genommen. Ich weiß nicht, wie groß hier der geschmackliche Unterschied wäre; vielleicht probiere ich das im nächsten Jahr aus. Sollte euch Ascorbinsäure lieber sein, könnt ihr die 200 ml Zitronensaft mit 40 Gramm Ascorbinsäure ersetzen.

In diesem Sinne: Prost!

Euer Herd(s)Kasper

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