Herd(s)Attacke

Heute mal in Rot:
Klassischer Glühwein

Enthält Werbung in Form von Blog-Nennung und -Verlinkung

Auch wenn draußen noch nicht das richtige Glühweinwetter herrscht: ich musste feststellen, er schmeckt schon. Eine erste Probe hatte ich ja bereits im September genommen, als ich meine Schwarzwälder Torte mit Glühweinpflaumen gemacht habe. Und nach dem Rosé-Glühwein aus dem letzten Jahr kommt nun der Klassiker in Rot an die Reihe.

Der wird euch in diesem Jahr nochmal begegnen – ich brauche ihn für ein ganz besonderes Rezept, über das es mehr am Ende des Berichts zu lesen gibt.

Eigentlich klingt Glühwein selbst machen ganz einfach (ist es ja auch); ein paar Kleinigkeiten gibt es aber zu beachten. Ganz wichtig ist natürlich der Wein. Es sollte auf jeden Fall ein trockener Rotwein sein – zwei Sorten haben sich bei mir als Favoriten herauskristallisiert: Blauer Spätburgunder und Syrah. Letzteren habe ich in diesem Jahr erstmals verwendet und ich bin einigermaßen begeistert vom Aroma, das er dem Glühwein gemeinsam mit den Gewürzen verleiht. Leider ist Syrah (manchmal auch als „Shiraz“ zu finden) nicht so weit verbreitet wie der Spätburgunder; aber es lohnt sich, danach zu suchen. Ich hab‘ nie einen besseren Glühwein gemacht als mit diesem Wein.

Damit sich die Aromen auch schön entfalten können, setze ich Glühwein immer einen Abend vorher an und lasse ihn über Nacht an einem kühlen Ort durchziehen. Das macht ihn einfach fruchtiger und intensiver. Die Früchte und Gewürze werden am nächsten Tag noch einmal mit dem Glühwein erhitzt und dann ausgesiebt, sonst wird’s zu heftig.

Zum Thema Früchte: Orangen sind für mich ein Muss und es sollten schöne, große, saftige Bioorangen sein. Nicht nur zum Einlegen, sondern auch für den Saft, der zum Wein hinzu kommt. Saft aus der Tüte kommt mir auf gar keinen Fall in den Topf – dieser enthält so viele unnötige Inhalts- und Konservierungsstoffe und kann im schlimmsten Fall den Glühwein geschmacklich völlig versauen. Und: lieber ein paar mehr Orangen kaufen, denn gegebenenfalls möchtet man den Glühwein nach dem Abschmecken noch ein wenig strecken, falls er zu intensiv ist. Mit dem frisch gepressten Saft kann man ihn etwas abmildern.

Die Gewürze: unbedingt frisch. Ich hab‘ immer irgendwo noch Reste aus der vergangenen Weihnachtssaison und auch wenn diese theoretisch noch halt- und verwendbar sind – das Aroma ist nicht mehr 100%. Diese Reste gebe ich dann lieber in Gewürzmischungen oder verwende sie als Deko; für den Glühwein kaufe ich alles frisch.

In diesem Jahr erstmals dabei und für gut befunden: ein paar Apfelscheiben. Ok, mein Gourmetgaumen ist jetzt nicht so dermaßen ausgebildet, dass er den Apfel herausgeschmeckt hätte. Aber es hat dem Glühwein auch nicht geschadet. Außerdem dürfen die Apfelscheiben, im Gegensatz zu den restlichen Würzzutaten, mit in die Gläser – nicht nur als Deko, denn essen kann man sie natürlich auch.

Und weil gestern der 1. Dezember war, möchte ich an dieser Stelle auf einen ganz besonderen Adventskalender hinweisen. Zorra hat in ihrem Kochtopf wieder ein tolles Event zusammengerührt, und das nicht zum ersten Mal. Den „Kulinarischen Adventskalender“ – das Original! – gibt es schon seit viiiiiiielen Jahren; für mich ist es aber wieder eine Premiere. In diesem Jahr darf ich erstmals ein Rezept hinter einem der Türchen verstecken! Und so viel kann ich verraten: Glühwein wird darin eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen.

Insgesamt 24 Food BloggerInnen haben sich für den Adventskalender so richtig ins Zeug gelegt, damit ihr bis zum Heiligabend täglich ein neues Rezept entdecken könnt. Ich freu‘ mich schon wie Bolle und bin echt gespannt, was die anderen so gezaubert haben. Wann ich dran bin, verrate ich kurz vorher – ihr solltet euch die anderen Türen aber auf gar keinen Fall entgehen lassen. Nicht nur wegen der sicher tollen Rezepte; es gibt auch etwas zu gewinnen! Also fix auf diesen Link oder das Bild unten klicken und den kulinarischen Advent genießen!

 

Roter Glühwein
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Der Glühwein sollte einem Tag vor dem Verzehr angesetzt werden, damit sich die Aromen gut entfalten können.
Portionen Vorbereitung
ca. 1 Liter 15 Minuten
Kochzeit
5 Minuten
Portionen Vorbereitung
ca. 1 Liter 15 Minuten
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5 Minuten
Roter Glühwein
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Der Glühwein sollte einem Tag vor dem Verzehr angesetzt werden, damit sich die Aromen gut entfalten können.
Portionen Vorbereitung
ca. 1 Liter 15 Minuten
Kochzeit
5 Minuten
Portionen Vorbereitung
ca. 1 Liter 15 Minuten
Kochzeit
5 Minuten
Zutaten
Portionen: Liter
Einheiten:
Anleitungen
  1. Eine Bio-Orange beiseite legen; die restlichen Orangen auspressen (ihr solltet rund 500 ml Orangensaft erhalten). Die übrige Bio-Orange und die Bio-Zitrone gründlich waschen und in Scheiben schneiden (Enden wegwerfen).
    Den Apfel waschen, in Viertel schneiden, entkernen und ebenfalls in Scheiben schneiden.
  2. Den Zucker in einen hohen Kochtopf geben. Hitze auf höchste Stufe stellen.
    Warten, bis der Zucker beginnt zu schmelzen. Auf keinen Fall rühren; allerhöchstens den Topf ein wenig schütteln, damit sich der Zucker gleichmäßig verteilt.
    Sobald der Zucker geschmolzen ist und beginnt zu köcheln, mit der Hälfte des Rotweins ablöschen. Auch jetzt nicht rühren, sondern warten, bis sich der Zucker im Rotwein weitestgehend aufgelöst hat.
    Herd abschalten, den restlichen Rotwein aufgießen und mit einem Schneebesen rühren (jetzt dürft ihr), bis der karamellisierte Zucker komplett aufgelöst ist.
  3. Topf vom Herd nehmen. Den Orangensaft hinzugeben.
    Orangen-, Zitronen- und Apfelscheiben zum Glühwein geben.
    Die Gewürze entweder direkt hinzugeben oder in einen Teebeutel füllen und dann zum Wein geben.
    Den Glühwein über Nacht an einem kühlen Ort durchziehen lassen.
  4. Den Glühwein am nächsten Tag langsam erwärmen, ggf. das Gewürzpäckchen entfernen und den Wein durch ein feinmaschiges Sieb gießen.
    Apfelstücke herausfischen und mit dem Glühwein wieder in den Topf geben.
    Glühwein erhitzen (nicht kochen!), bis er die gewünschte Temperatur hat. Auf Gläser aufteilen und mit 1-2 Apfelscheiben je Glas servieren.

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