Herd(s)Attacke

Zum 30. Synchronbacken:
Kürbis-Elsässer

Enthält Werbung in Form von Blogger-Nennung und -Verlinkung

Grün, grün, grün sind alle meine Brötchen … Naja, nicht alle. Aber in diesem Fall haben sie tatsächlich einen Hauch von Grün erhalten. Aber erstmal zum Anfang, und der liegt bei diesem Rezept wieder beim Synchronbacken, dem auch das Wurzelbrot im August entsprungen ist.

Zum 30. Mal haben Zorra vom Kochtopf und Sandra von „From Snuggs Kitchen“ das Synchronbacken organisiert – an der Stelle meinen Glückwunsch zum Jubiläum! Nachdem das Synchron-Brot-backen so einen Riesenspaß gemacht hat, war ich wild entschlossen, auch dieses Mal wieder mitzumachen. Auf dem Programm standen Elsässer Halb-und-Halb; als Basis diente ein Rezept vom Blog „Pfanntastisch!.

Natürlich ging das Ganze nicht ohne Kasperei vonstatten, aber das ist beim Synchronbacken ja glücklicherweise erlaubt. Also hab‘ ich das Originalrezept ein wenig auf den Kopf gestellt, ein paar Sachen ersetzt, anders gemacht oder hinzu gefügt. Wie man auf Instagram unter #synchronelsässer verfolgen konnte, war ich aber nicht der einzige Teilnehmer. Da ist einiges an feinen Rezepten zusammengekommen! Mehr zu denen am Ende des Beitrags – nun erstmal zur Herd(s)Kasper’schen Version mit Kürbis drunter und drüber drin.

Die erste Änderung hab‘ ich beim Mehl vorgenommen, und hier schalte ich für ein paar salbungsvolle Worte mal kurz in den Schlaumeier-Modus: Weizenmehl 405, das so genannte „Haushaltsmehl“, geht zwar technisch für Brot und Brötchen, ist aber völlig für die Füße. Es hat den geringsten Anteil von Mineralstoffen, da es vor der Verarbeitung vollständig von allem „Guten“ befreit wird. Auch vom Geschmack.

Das ist für Kuchen, Torten und ähnliches absolut in Ordnung – die sollen nach Schokolade, Früchten, Sahne, Creme oder sonstwas schmecken. Im Notfall geht 405er auch zum Soße binden. In beiden Fällen achte ich jetzt wirklich nicht darauf, ob es irgendwie gesund ist oder tolle Inhaltsstoffe hat.

Bei Brot und Brötchen ist das aber ganz anders. Die sollen kräftig schmecken und vollwertig sein. Und deshalb: wenn euch Brot und Brötchen am Herzen liegen, dann lasst das 405er im Vorratsschrank und greift zum Beispiel zu 550er, eine gängige Weizenmehl-Variante, die ein prima „Allrounder“ und gut zu handhaben ist. Natürlich gibt’s noch zig andere, hochwertige Mehlsorten; aber das würde jetzt dann doch zu weit führen.

Klugscheiß-Modus off …

Wie so oft wird auch für dieses Rezept ein Vorteig angesetzt. An und für sich sollte er bei den Elsässer Halb-und-Halb 24 Stunden ruhen. Ich hab’s ein wenig verkürzt, denn rein vom Timing her wäre es schwierig geworden, die Brötchen dann am Sonntagmorgen für’s Frühstück fertig zu haben. Nach 12 Stunden im Kühlschrank wanderte er deshalb in den Hauptteig. Für diesen habe ich einen Teil des Mehls durch Kürbismehl ersetzt. Das gibt’s jetzt nicht unbedingt überall zu kaufen, ist aber im Handumdrehen selbst hergestellt. Einfach Kürbiskerne in den Mixer und los gehts. Wer mag, kann die Kerne vorher noch anrösten, für mehr Aroma.

Der Hauptteig darf dann, nach einer kurzen Anlaufphase, in den Kühlschrank zur Übernachtgare. Die hatte er super hinter sich gebracht – am nächsten Morgen hat er wunderbar geblubbert und war gut aufgegangen. Die geformten Brötchen durften dann noch ein wenig entspannen, ehe sie – um einen Boden aus Kürbiskernen bereichert – in den Backofen wanderten.

Alles in allem ist das Rezept wirklich einfach und meiner Meinung nach auch für absolute Anfänger geeignet. Das Ergebnis sind herrlich aromatische, würzige Brötchen, auf denen sich ganz besonders Wurst und Käse gut machen. Ein halbes habe ich, rein aus Neugier, mit Marmelade versucht – ist jetzt nicht der Brüller gewesen. Süßes passt irgendwie nicht zum kräftigen Aroma der Kürbis-Elsässer. Aber Versuch macht klug.

Und jetzt kommt noch die angedrohte Werbung, denn natürlich möchte ich euch die Beiträge der anderen Synchronbäcker nicht vorenthalten. Es sind wirklich tolle und unterschiedliche Elsässer-Varianten herausgekommen – es lohnt sich also, auf folgenden Blogs vorbei zu schauen!

Knuspriges aus Zorras „Kochtopf
https://www.kochtopf.me/knusprige-elsaesser-broetchen

Aus Hessen kann nur Gutes kommen, zum Beispiel „From Snuggs Kitchen„:
https://www.from-snuggs-kitchen.com/2018/09/synchronbacken-30-meine-elsasser.html

Pfanntastisch!„, dass es diesen Blog gibt – denn ihm haben wir das Elsässer-Rezept überhaupt zu verdanken:
https://pfanntastisch.blog/2018/09/26/gruppenarbeitsphase/

Kernigen Elsässer gab’s bei „Küchenmomente„:
https://www.kuechenmomente.de/elsaesser-broetchen/

Backen mit Leidenschaft“ – und Haselnüssen:
http://backenmitleidenschaft.com/2018/09/26/elsaesser-haselnuss-laibchen-30-synchronbacken

Hier gibt’s „Auch was„:
https://auchwas.blogspot.com/2018/09/synchronbacken-30-elsasser-brotchen-mit.html

Nicht nur, aber ganz besonders für alle, die gerne auf Achse sind: „Kochen und Backen im Wohnmobil
http://www.kochen-und-backen-im-wohnmobil.de/?p=7717&preview=true

Hoffentlich platzt Mrs. Flax aka „Vive la Réduction!“ nur aus Freude über die gelungenen Brötchen:
https://www.mrsflax.net/da-koennt-ich-platzen/

Der Blog mit dem coolen „Österreichisch – Deutsch“- Lexikon: „Obers trifft Sahne„:
https://www.oberstrifftsahne.com/2018/09/die-synchronen-sonntagsbrotchen-elsasser.html

Mein wunderbares Chaos“ ließ für die Elsässer die Küchenmaschine hoppeln:
https://meinwunderbareschaos.de/synchronbacken-30-elsaesser-broetchen-halb-und-halb

Brotwein“ steht wie ich auf Dinkel im Teig:
https://brotwein.net/broetchen-elsaesser-broetchen-mit-dinkelanteil-2280

Zimtkringel“ setzt auf Ruchmehl – das ich unbedingt auch mal ausprobieren muss:
https://www.zimtkringel.org/2018/09/26/elsässer-zum-synchronbacken-30/

Locker aus dem Ärmel geschüttelt bei „Aus der Lameng“ (geiler Blog-Name!):
https://ausderlameng.blogspot.com/2018/09/elsasser-dinkel-brotchen-fur-das.html

Achtung, Spezialzutat: bei „Süß & Herzhaft“ kommt Cranberry-Hefewasser zum Einsatz. Klingt irre gut!
https://tanjassuessundherzhaft.com/2018/09/26/synchronbacken-30-dinkel-elsaesser-ueber-nacht/

Herd(s)liche Grüße in die Schweiz zu „Cakes, Cookies and more„:
https://cakescookiesandmore.ch/2018/09/knusperbroetchen-rezept.html

Kürbis-Elsässer
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Gestartet wird der Teig für die Elsässer Brötchen am Morgen vor dem Backtag; also entsprechend planen.
Portionen Vorbereitung
8 Brötchen 15 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
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Gestartet wird der Teig für die Elsässer Brötchen am Morgen vor dem Backtag; also entsprechend planen.
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8 Brötchen 15 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
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8 Brötchen 15 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Zutaten
Vorteig (am Morgen vor dem Backtag ansetzen!)
Portionen: Brötchen
Einheiten:
Anleitungen
Vorteig
  1. Am frühen Morgen vor dem Backtag den Vorteig ansetzen.
    Dafür das handwarme Wasser in eine ausreichend große Schüssel geben und 1g Hefe (etwa so groß wie eine Erbse) darin auflösen.
    Die beiden Mehlsorten hinzu geben, mit einer Gabel gründlich unterrühren.
    Die Schüssel abdecken und den Vorteig 12 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Hauptteig
  1. Am Abend die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, etwas abkühlen lassen.
    In der Zwischenzeit die beiden Mehlsorten und das Salz in einer Rührschüssel mischen.
    Die abgekühlten Kürbiskerne in einem Mixer fein zermahlen und zum Mehl geben.
  2. Die Hefe in 100 ml handwarmem Wasser auflösen; zusammen mit dem restlichen Wasser und dem Kürbiskernöl zum Mehl geben.
    Alle Zutaten mit dem Knethaken der Küchenmaschine für 10 Minuten gründlich kneten. Der Teig sollte ganz gleichmäßig und glatt sein.
    Küchenmaschine eine Stufe höher stellen und den Teig nochmals zwei Minuten kneten.
  3. Die Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen; danach ein paar Mal rundherum kräftig falten.
    Das geht am besten in der Schüssel: mit einer Teigkarte am Rand der Schüssel entlang fahren, dabei den Teig hoch- und zur Mitte hin ziehen.
  4. Schüssel wieder abdecken und den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
  5. Am nächsten Morgen den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und möglichst ohne viel zu kneten zu einer Rolle formen.
    Die Rolle etwas flach drücken und in acht gleich große Stücke teilen.
  6. Diese Stücke wiederum vorsichtig zu Rechtecken ziehen / streichen.
    Die obere Hälfte über die schmale Seite nach unten zur Mitte hin falten und an der Nahtstelle ganz leicht andrücken.
    Die untere Hälfte nach oben klappen, so dass sie die Nahtstelle ein kleines Stückchen überlappt und ebenfalls ein klein wenig andrücken.
    Die fertig geformten Brötchen mit dem Schluss (der Naht) nach unten im bemehlten Bäckerleinen eine Stunde ruhen lassen.
    Falls ihr kein Bäckerleinen habt, geht auch ein normales, ebenfalls bemehltes Küchenhandtuch aus Leinen. Und wenn auch das nicht geht, dann bemehlt die Arbeitsfläche nochmal, legt die Brötchen (ebenfalls mit dem Schluss nach unten) darauf und deckt sie mit einem Handtuch ab.
  7. In der Zwischenzeit den Backofen inklusive Backblech auf 230°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  8. Zum Ende der Teigruhe hin die Kürbiskerne auf einen flachen Teller geben, etwas Wasser, einen Küchenpinsel und einen Bogen Backpapier bereit halten.
    Das vorgeheizte Backblech aus dem Ofen nehmen (bitte ohne sich die Finger zu verbrennen!); mit Backpapier auslegen.
  9. Die Oberseite der Teiglinge mit wenig Wasser bepinseln.
    Nun die Teiglinge vorsichtig mit der befeuchteten Seite nach unten auf die Kürbiskerne legen.
    Von dort, wiederum vorsichtig und mit der "Kürbisseite" nach unten, auf das Backblech geben.
  10. Das Backblech mittig in den Backofen schieben.
    Solltet ihr die Möglichkeit zum Bedampfen haben: Ja, unbedingt!
    Nach 10 Minuten die Temperatur auf 200°C senken; ggf. Schwaden ablassen.
    Brötchen nochmals 15 Minuten backen.
    Den Ofen abschalten, die Ofentüre einen Spalt weit offen halten (z.B. mit einem Holzlöffel), die Brötchen 5 Minuten im Ofen lassen.
  11. Wichtig:
    Je nach Backofen können diese Zeiten stark variieren! Also öfter mal einen Blick auf den Bräunungsgrad werfen.
    Die Brötchen sollten, wenn man auf die Unterseite klopft, hohl klingen - dann sind sie durch.
  12. Die fertig gebackenen Brötchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
    Sie schmecken besonders gut mit deftigem Belag, z.B. Lachsschinken, roher Schinken, Salami oder Käse.

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