Herd(s)Attacke

Selbst gemachte Instant-Gemüsebrühe – „Must have“ für die Küche

Hausgemachte Instant-Gemüsebrühe

Auf mehrfachen Wunsch einer einzelnen Dame verrate ich heute „mein“ Rezept für hausgemachte Instant-Gemüsebrühe. „Mein“ in Anführungszeichen, denn es ist natürlich nicht einem meiner Kochtöpfe entsprungen. Das Rezept kursiert seit längerem und in verschiedenen Varianten im Internet.

Vielseitig einsetzbar

Inzwischen gehört die selbst gemachte Instant-Gemüsebrühe zu den Dingen, die in meinem Vorratsschrank niemals ausgehen; ich sorge regelmäßig für Nachschub, denn sie kommt bei allen möglichen Gelegenheiten zum Einsatz. Nicht nur in Suppen, Pfannengerichten oder Soßen – auch beim Kochen von Reis oder Risotto gebe ich manchmal einen Teelöffel dazu.

Und erspare mir damit gleichzeitig das Salzen, denn Salz ist ein unabdingbarer Bestandteil der Mischung. Es dient als Konservierungsmittel und sorgt dafür, dass die Masse bei korrekter Lagerung lange haltbar ist. Deshalb sollte man Gerichte, bei denen die Brühe zum Einsatz kommt, nie vorschnell salzen, sondern unbedingt vorher probieren! Oftmals ist gar kein Würzen mehr notwendig.

Natur pur

Allen, die wegen einer Unverträglichkeit keine Gemüsebrühe aus dem Supermarktregal vertragen – egal, ob flüssig oder in Pulverform: versucht einmal diese hausgemachte Variante. Außer Gemüse und besagtem Salz enthält sie nämlich absolut nichts. Keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Aromen,  kein Palmöl (was auch immer das in der Industriebrühe zu suchen hat), keine Irgendwasextrakte, kein E-Sonstwas-Gedöhns. Die Brühe ist Natur pur, und das in wahlweise verschiedenen Versionen, denn die Zutaten lassen sich prima variieren.

Die Basis bildet ein oder zwei Bündel Suppengrün – also Knollensellerie, Möhren, Lauch und Petersilie. Alle weiteren Zutaten ergeben sich aus dem, was nach den wochenendlichen Koch-Orgien so übrig bleibt, denn die Gemüsebrühe ist ein fantastischer Resteverwerter – egal, ob Gemüse oder Kräuter.

Hervorragend verarbeiten lassen sich Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken, Brokkoli und Blumenkohl (hier unbedingt auch den Strunk hinzu geben!), Petersilienwurzeln, Kohlrabi – und je nach Zusammenstellung ergibt sich eine andere Geschmacksvariante. So kann man mit dem Zusatz von Ingwer, Knoblauch, Chili und Koriander eine asiatisch angehauchte Mischung erstellen; getrocknete Tomaten, Majoran, Thymian, Rosmarin und Oregano rücken das Ganze in die mediterrane Richtung.

Selbst gemachte Instant-Gemüsebrühe lässt sich hervorragend auf Vorrat herstellen; sie hält sich kühl aufbewahrt mindestens ein Jahr.

Vorrat anlegen lohnt sich!

Wichtig: Es sollten keine Zutaten hinein, die allzu viel Wasser ziehen. So sind zum Beispiel Gurken, frische Tomaten und Zucchini nicht geeignet; Auberginen wenn dann nur in kleinen Mengen.

Aufbewahrt wird das Instant-Gemüse in gut verschließbaren Behältern, wie Einmach- oder Twist-off-Gläster, an einem durchgängig kühlen Ort. Dort hält es sich dank des hohen Salzgehaltes bis zu einem Jahr – wobei ich diesen Zeitraum noch nie ausgereizt habe, denn Nachschub ist bei mir immer viel früher fällig. Es lohnt sich durchaus, große Mengen herzustellen; nicht nur für den Eigenbedarf – auch Familie und Freunde werden bei mir regelmäßig mit versorgt.

Und ein letzter Tipp: ein elektrischer Zerkleinerer ist bei der Herstellung der Instant-Gemüsebrühe eine echte Erleichterung. Da das Gemüse relativ fein zerkleinert wird, ist die Schnippelei mit dem Messer recht mühsam. Ein guter Pürierstab tut es auch, allerdings sollte man dann portionsweise vorgehen, damit das Ding nicht heiß läuft.

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Selbst gemachte Instant-Gemüsebrühe
Die Zubereitungszeit variiert natürlich je nach Menge des Gemüses. Die Angaben beziehen sich auf 1 kg Gemüse.
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Vorbereitung 30 Minuten
Wartezeit 15 Minuten
Portionen
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Anleitungen
  1. Das Gemüse waschen, ggf. schälen und in grobe Stücke schneiden.
    Gemüse portionsweise in den Mixer geben und bis zur gewünschten Körnung zerkleinern.
  2. Gemüse in eine ausreichend große Schüssel geben.
    Je 100 Gramm Gemüse 12 Gramm Salz hinzufügen.
    Beispiel: Bei 500 Gramm Gemüse werden 60 Gramm Salz hinzu gegeben.
  3. Salz und Gemüse gründlich miteinander vermischen. Geht am besten mit den Händen; dann aber unbedingt Küchenhandschuhe anziehen!
    Das Gemüse 15 Minuten ziehen lassen und noch einmal gründlich mischen.
    Instant-Gemüsebrühe in vorbereitete (ausgekochte) Weck- oder Twist-off-Gläser füllen.
  4. Instant-Gemüsebrühe an einem kühlen Ort (z.B. Keller) lagern; angebrochene Gläser am besten im Kühlschrank.
    Haltbarkeit: mindestens ein Jahr.
  5. Dosierung
    Je 1 Liter Wasser etwa ein gut gehäufter TL Brühe.
Rezept Hinweise

Für die Herstellung wird ein guter Mixer empfohlen; alternativ ein Pürierstab (hierbei portionsweise vorgehen).

Es ist auch möglich, das Gemüse mit dem Messer sehr fein zu zerkleinern; diese Herstellungsweise ist allerdings recht mühsam und dauert wesentlich länger.

Für die Aufbewahrung der Instant-Gemüsebrühe werden Einmach- oder Twist-off-Gläser benötigt; diese sollten vorab ausgekocht werden.

 

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