Herd(s)Attacke

Pimp den Klassiker, Teil 4:
Bienenstich „to Go“

Wenn ich mir die letzten Blog-Beiträge so ansehe, ging es in den vergangenen Wochen ja relativ kalorienarm zu. Das können wir aber ganz schnell ändern! Denn heute hab‘ ich mal wieder Altbekanntes im neuen Gewand – nach dem Motto „Pimp den Klassiker“. In dieser spontanen und recht unregelmäßigen Reihe gab es bisher diverse Cupcake-Varianten von Kuchen und Torten. So mussten Donauwelle, Schwarzwälder Kirschtorte und Bienenstich dran glauben.

Letzterer kommt nun noch einmal zum Zuge, allerdings nicht als Cupcake, sondern in der „to Go“-Variante. Sozusagen „Bienenstich auf die Hand“, denn ich habe ihm einen maßgeschneiderten Blätterteiganzug verpasst. Dieser beinhaltet die leckere Crème, die aus einem schlichten Vanillepudding besteht. Der geht ganz ohne irgendwelche dubiosen Pulvertütchen und lässt sich im Handumdrehen aus haushaltsüblichen Zutaten und mit unwesentlichem Mehraufwand anrühren. Für die Bienenstichfüllung kommt noch ein Stück Butter in den Pudding, das macht ihn etwas cremiger und leichter zu verstreichen.

Verpackt wird der Vanillepudding in einer Hülle aus Blätterteig, den ich am liebsten aus dem Kühlregal nehme. Er ist ruck-zuck einsatzbereit und hat das perfekte Format für die Bienenstich-Taschen. Das Backpapier, in welches er eingewickelt ist, verwende ich allerdings nur zum Formen der Taschen. Meiner Erfahrung nach verbrennt es relativ schnell, weshalb ich die Taschen zum Backen lieber auf einen Bogen normales Backpapier lege.

Selbstverständlich geht auch Blätterteig aus der Tiefkühltruhe – pro Tasche benötigt ihr zwei Platten. Und irgendwann werde ich mir wohl auch den Wahnsinn antun und Blätterteig selbst herstellen. Dazu muss man wahrscheinlich ein wenig Maso drauf sein, wenn ich mir die Anleitungen so ansehe. Aber Lust hätte ich da schon drauf …

Ganz entscheidend bei der ganzen Teigtaschengeschichte ist natürlich das Topping, denn die knackigen Mandelblättchen, die in Honig, Butter und Sahne gebadet werden, geben der Blätterteigtasche erst das richtige Bienenstich-Feeling. Schön knusprig-braun und honigsüß – so zergeht die Tasche fast auf der Zunge. Zusätzlich hat das Anrühren des Toppings eine äußerst speichelanregende Wirkung und Duftkerzen benötigt ihr danach auch nicht mehr in der Wohnung. Just for the records.

Tja, und auch wenn es eeeeecht schwer fällt: der Bienenstich „to Go“ schmeckt am besten, wenn er weitestgehend abgekühlt sind. Dadurch wird nicht nur der Belag knackiger, sondern auch das Innenleben hat etwas Zeit, um fest zu werden. Fun Fact: Vom Aroma her schmecken die Taschen tatsächlich einen Tag nach dem Backen am allerbesten, auch wenn dann die Mandeln nicht mehr ganz so knackig sind.

Solltet ihr also zufällig über die notwendige Körperbeherrschung verfügen, hebt euch ein Teilchen für den nächsten Tag auf und probiert’s mal!


Bienenstich "to Go"
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Portionen Vorbereitung
8 Stück 45 Minuten
Kochzeit
15-20 Minuten je Durchgang (2x)
Portionen Vorbereitung
8 Stück 45 Minuten
Kochzeit
15-20 Minuten je Durchgang (2x)
Bienenstich "to Go"
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Kochzeit
15-20 Minuten je Durchgang (2x)
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8 Stück 45 Minuten
Kochzeit
15-20 Minuten je Durchgang (2x)
Zutaten
Für die Füllung (Vanillepudding)
Für das Mandel-Topping
Sonstiges
Portionen: Stück
Einheiten:
Anleitungen
Die Füllung (Vanillepudding)
  1. Wichtig: Da das Anrühren schnell gehen muss, alle Zutaten für den Pudding bereit stellen, damit ihr zügig arbeiten könnt.
  2. Puderzucker und Speisestärke in ein Schälchen sieben und bereit stellen.
    Den Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen, aber vorerst noch eingepackt lassen.
  3. Milch und Sahne in einen Kochtopf geben.
    Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und zusammen mit der Schote in die Milch geben.
    Alles zusammen unter Rühren aufkochen (bitte aufpassen, dass die Milch nicht überkocht!).
  4. Die kochende Milch sofort vom Herd nehmen; die Vanilleschote entfernen.
    Die Puderzucker/Speisestärke-Mischung unter ständigem Rühren unter die Milch mischen. Kräftig rühren, damit sich keine Klumpen bilden.
    Solltet ihr doch Klümpchen haben: streicht den Pudding durch ein feinmaschiges Sieb.
  5. Die Puddingmasse wieder auf den Herd stellen und unter Rühren aufkochen.
    Eine Minute unter Rühren kochen lassen und den Topf wieder vom Herd nehmen.
  6. Den Pudding weiter rühren und dabei die Eigelbe, den Vanilleextrakt und zum Schluss die Butter unterrühren.
    Den Pudding mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken; dabei die Folie direkt auf den Pudding legen, so dass sich keine (oder nur wenig) Haut bildet.
    Pudding beiseite stellen.
Das Mandel-Topping
  1. Butter in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Stufe schmelzen.
    Den Honig hinzu geben und die Hitze erhöhen, bis die Mischung leicht köchelt.
    Zucker hinzu geben, unter Rühren auflösen und eine Minute weiter köcheln lassen.
  2. Den Topf vom Herd nehmen. Die Sahne unterrühren, dann die Mandelblättchen unterheben.
    Topf beiseite stellen.
Fertigstellung
  1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
    Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Folie von der Puddingfüllung entfernen und die Füllung kräftig durchrühren, damit sie wieder geschmeidig wird.
  2. Eine Rolle Blätterteig auf der Arbeitsfläche aufrollen und etwas glatt streichen. Das mitgelieferte Backpapier vorerst dran lassen - sie ist hilfreich bei der Weiterverarbeitung.
    Den Blätterteig mit einem scharfen Messer (noch besser geht ein Pizzaschneider) von der breiten Seite aus in vier halbwegs gleich große Streifen schneiden.
    (Die mittlere Linie auf dem Foto ist nur eine Hilfslinie; der Teig wird an dieser Stelle nicht geschnitten!)
    Auf die untere Hälfte je 1-2 EL Pudding geben; dabei rundherum ca. 1 cm Rand lassen.
  3. Die obere Hälfte der Streifen mit Hilfe des Backpapiers nach unten klappen und die Ränder festdrücken.
    Backpapier abziehen.
  4. Die einzelnen Taschen auf das vorbereitete Backblech legen. Das geht am besten, indem man einen Pfannenwender seitlich an die Taschen legt und diese mit Hilfe des Backpapiers darauf klappt.
  5. Mit einer Gabel die Ränder festdrücken und ein paar Löcher in die Tasche stechen.
    Je einen EL Mandel-Topping auf den Taschen verstreichen.
  6. Das Backblech mittig in den Backofen schieben und die Taschen 15-20 Minuten backen.
    Die Backzeit kann je nach Herdart etwas variieren. Das Mandel-Topping sollte schön karamellisiert und gold-braun sein.
  7. In der Zwischenzeit die zweite Blätterteigrolle verarbeiten und zum Backen vorbereiten.
  8. Die erste Runde Blätterteigtaschen aus dem Backofen nehmen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter geben.
    Die zweite Runde backen.
    Hinweis: Beim Backen wölbt sich die Tasche ein wenig, fällt aber beim Abkühlen wieder zusammen. Das ist ganz normal - ich hab' zumindest noch kein Mittel gefunden, um das zu verhindern.
  9. Der Bienenstich "to Go" schmeckt am besten, wenn er weitestgehend abgekühlt und das Mandel-Topping fest und knusprig geworden ist.
    Noch mehr Aroma haben die Taschen einen Tag nach dem Backen - allerdings ist dann das Topping nicht mehr so knackig.

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