Herd(s)Attacke

Mein erstes Mal:
Wurzelbrot mit Walnüssen

Dunkles Wurzelbrot mit Walnüssen
Enthält Werbung, weil Blog-Verlinkung/-Nennung

Am vergangenen Wochenende hat es mich ganz spontan erwischt. Seit längerer Zeit folge ich auf Instagram dem Hashtag #synchronbacken. Hier finden sich in regelmäßigen Abständen Food-Blogger zusammen und backen, wie der Name schon sagt, gleichzeitig auf Basis des selben Rezeptes. Bisher hat’s bei mir leider nie geklappt – entweder hatte ich keine Zeit oder die notwendigen Zutaten nicht parat.

Aber zum 29. Synchronbacken, das von „From Snuggs Kitchen“ und „1x Umrühren Bitte (aka Kochtopf“ (auf Instagram unterwegs als #fromsnuggskitchen und #zorrakochtopf) veranstaltet und organisiert wird, hat es endlich gepasst. Und so fand dann mein erstes Mal statt – Herd(s)Kasper-Premiere beim Synchronbacken und auch beim Wurzelbrot, welches das ausgewählte Rezept war.

Wurzelbrot hatte ich schon länger auf dem Schirm, weil’s einfach so urig aussieht. Und am Wochenende wurde mir dann das perfekte Rezept dafür geliefert. Das heißt: das Grundrezept. Wie beim Synchronbacken üblich, durfte man Zutaten austauschen oder hinzufügen – solange das Grundrezept nicht allzu stark abgewandelt wird. Und es ist wirklich erstaunlich, wie viele unterschiedliche Sachen dabei herauskommen, wenn man verschiedenen Food Bloggern das selbe Rezept in die Hand drückt. Da fanden sich dann unter anderem Frühstücksspeck, getrocknete Tomaten, Parmesan, und sogar eine Variante mit Curry und Datteln.

Ich bin es da eher klassisch angegangen und habe Walnüsse unter den Teig gemischt. Und natürlich gab’s auch ansonsten die eine oder andere Herd(s)Kasperei. Den Honig habe ich gegen Dattelsirup ausgetauscht, den ich im Moment sehr gerne verwende – so wird das Brot auch vegan. Anstelle von Weizenmehl habe ich im ersten Vorteig auf Roggen-, im zweiten Vorteig (Levain) auf Dinkelmehle gesetzt. Und auch die Gehzeit habe ich ein klein wenig verkürzt, dafür den Hauptteig aber mehrmals gefaltet.

Und zuletzt hab‘ ich das Brot – beziehungsweise die Brote, denn es wurden zwei – dann noch auf niedrigerer Temperatur gebacken – schlicht, weil mein neuer Backofen nur 230°C hergibt. Trotzdem ist mir die Kruste fast schon zu dunkel geworden; die eine oder andere Stelle wies kräftige Röstaromen auf, sozusagen.

Schon der Duft während des Backens lockte die Nachbarin nach oben und das Warten bis zum Anschneiden hat meine Geduld wirklich auf eine harte Probe gestellt. Es hat sich gelohnt, denn das Brot ist wirklich der Hammer. Die Kruste ist knusprig, die Krume saftig, die Walnüsse bringen ein sagenhaftes Aroma ins Spiel. Was soll ich sagen: das erste Brot war kurz nach dem Anschnitt, unter Zuhilfenahme besagter Nachbarin, innerhalb kürzester Zeit verputzt. Einfach mit etwas Butter oder einer Scheibe mildem Käse ein absoluter Hochgenuss und ganz ehrlich so ziemlich das beste, was ich in letzter Zeit gebacken habe.

Das zweite Brot war dann am nächsten Tag fällig; auch da war es noch prima zu essen. Ein kleiner Rest, den ich am dritten Tag noch hatte, war dann leider schon etwas trocken geworden, das Aroma war nicht mehr ganz so toll, trotz Aufheben im belüfteten Keramikbehälter. Aber ich denke, das Brot ist auch eher für den direkten Verzehr gedacht.

Lange Rede, kurzer Sinn: mein erstes Mal war Dank der Teilnehmer beim Synchronbacken und der tollen Organisation – nicht nur ein Riesenspaß, sondern auch ein kulinarisches Highlight. Wer sich das Originalrezept für das Wurzelbrot ansehen möchte, der findet es unter folgendem Link: https://www.kochtopf.me/dunkles-pain-paillasse-dark-pain-paillasse.

Und hier folgt nun die Herd(s)Kasper’sche Variante mit meiner heißesten Empfehlung zum Nachbacken!


Dunkles Wurzelbrot mit Walnüssen
Mein erstes Mal:
Wurzelbrot mit Walnüssen
Stimmen: 1
Bewertung: 5
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Das Timing
Für das Vorbereiten und Backen sollten zwei Tage eingeplant werden. Der erste Vorteig wird am Morgen des ersten Tages angesetzt; der zweite Vorteig kann dann am Abend hergestellt werden.
Am Morgen des nächsten Tages kann der Hauptteig angesetzt werden; dieser kann nach ca. 2,5 Stunden Gehzeit gebacken werden.
Portionen Vorbereitung
1-2 Brote (großer Laib oder zwei kleine Stangen) 30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
30 Minuten Gehzeiten siehe Rezept
Portionen Vorbereitung
1-2 Brote (großer Laib oder zwei kleine Stangen) 30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
30 Minuten Gehzeiten siehe Rezept
Dunkles Wurzelbrot mit Walnüssen
Mein erstes Mal:
Wurzelbrot mit Walnüssen
Stimmen: 1
Bewertung: 5
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Das Timing
Für das Vorbereiten und Backen sollten zwei Tage eingeplant werden. Der erste Vorteig wird am Morgen des ersten Tages angesetzt; der zweite Vorteig kann dann am Abend hergestellt werden.
Am Morgen des nächsten Tages kann der Hauptteig angesetzt werden; dieser kann nach ca. 2,5 Stunden Gehzeit gebacken werden.
Portionen Vorbereitung
1-2 Brote (großer Laib oder zwei kleine Stangen) 30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
30 Minuten Gehzeiten siehe Rezept
Portionen Vorbereitung
1-2 Brote (großer Laib oder zwei kleine Stangen) 30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
30 Minuten Gehzeiten siehe Rezept
Zutaten
Portionen: Brote (großer Laib oder zwei kleine Stangen)
Einheiten:
Anleitungen
Erster Vorteig
  1. Für den ersten Vorteig die Hefe im handwarmen Wasser auflösen.
    Mehl und Salz in eine Schüssel geben, das Hefewasser dazu gießen und mit einer Gabel verrühren.
    Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur 8-12 Stunden gehen lassen.
Zweiter Vorteig (Levain)
  1. Dinkelmehl und Dinkelvollkornmehl in einer Schüssel mischen.
    Den ersten Vorteig und das handwarme Wasser hinzu geben; alles gut miteinander vermischen.
    Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig über Nacht (ca. 9-15 Stunden) bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Der Hauptteig
  1. Dinkelmehl, Dinkelvollkornmehl und Salz in einer Rührschüssel mischen.
    Die Walnüsse etwas zerkleinern.
    Von der Gesamtwassermenge 50 ml abnehmen, Hefe und Dattelsirup darin auflösen.
  2. Den Levain zum Mehl geben, mit dem Knethaken der Küchenmaschine verkneten, dabei das restliche Wasser und die Hefemischung hinzu gießen.
    Den Teig 5 Minuten auf niedriger Stufe durchkneten.
    Die Walnüsse hinzugeben, den Teig weitere 2 Minuten auf der nächst höheren Stufe durchkneten.
  3. Der Teig sollte schön gleichmäßig und geschmeidig sein. Er klebt ein wenig, aber so ist er genau richtig; er bekommt im Laufe der Weiterverarbeitung noch etwas Festigkeit.
  4. Die Teigschüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig 3 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
    Dabei den Teig in den ersten 1,5 Stunden alle 30 Minuten (also 3x) in der Schüssel falten. D.h. mit einer flexiblen Teigkarte mehrfach am Rand der Schüssel entlang fahren, den Teig dabei hoch ziehen und zur Mitte hin falten.
  5. Den Backofen inklusive Backblech auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Den Teig nach Ende der Gehzeit auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben.
    Ihr könnt jetzt entweder einen großen Laib formen, oder den Teig halbieren und zwei kleinere Brote backen. Für die Weiterverarbeitung fand ich die kleinen Brote praktischer.
  7. Die Teiglinge ohne allzu kräftiges Kneten zu Rollen formen und diese dann "zwirbeln". D.h. den Teigstrang in sich verdrehen, ähnlich, wie wenn man ein Handtuch auswringt - aber bitte nicht so fest!
  8. Das fertig gedrehte Brot auf Backpapier legen.
    Das vorgeheizte Backblech aus dem Ofen nehmen und die Brote mit Hilfe des Backpapiers darauf ziehen.
    Backblech mittig in den Ofen schieben und die Brote 30 Minuten lang backen.
  9. Solltet ihr die Möglichkeit haben, beim Backen Dampf einzuschießen: ja, aber den Dampf nach 15 Minuten wieder ablassen.
  10. Die fertigen Brote auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
    Das Brot hält sich, richtig aufbewahrt, 1-2 Tage.

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