Herd(s)Attacke

Kokosmilchreis mit Pflaumensoße
und Walnuss-Zimt-Streuseln

Unter der Woche habe ich selten Lust auf etwas Süßes; da gibt’s höchsten mal ein Gläschen Nachtisch in der Kantine. Aber am Wochenende packt’s mich, meistens sonntags. In weiser Voraussicht plane ich dann immer irgendeinen Kuchen ein, alternativ versorgt die Herd(s)Kasper-Erzeugerin die Familie. Aber es muss ja nicht immer Torte oder Kuchen sein. Ab und zu reicht auch ein kleines Kaffeestückchen oder ein Dessert, um mich glücklich zu machen.

Zum Beispiel Milchreis, den ich meistens mit Kokosmilch mache. Spätestens seit der genialen Version, die es zum letzten veganen Weihnachtsmenü gab. Milchreis ist so eine leckere, einfach gemachte Sache, zu der eigentlich fast alles passt. Schoko- oder Vanillesoße, Apfelmus, Ananas, Banane, Kirschen – quasi einmal durch die Obstabteilung.

Und nun kommen noch Pflaumen zur Milchreis-Begleiter-Palette hinzu. Von denen hatte ich kürzlich noch eine Handvoll übrig – nicht ausreichend, um irgendetwas Großartiges damit anzufangen. Aber für Pflaumensoße hat’s allemal gereicht.

Und damit das ganze noch ein wenig Knusper bekommt, gibt es Streusel dazu – die gehen immer. In diesem Fall habe ich sie mit gemahlenen Walnüssen und einer ordentlichen Portion Zimt gemacht; fast schon ein bisschen wie Weihnachten.

Das ganze stellte sich als absolute Hammerkombination heraus. Eigentlich war die Portion für vier Personen – ich wollte den Rest am nächsten Tag kalt essen. Aber was soll ich sagen: als sämtliche Bestandteile lauwarm und ofenfrisch vor mir und der zu Testzwecken eingeladenen Nachbarin standen, gab’s nach dem ersten Löffel einfach kein Halten mehr und wir haben die ganze Ladung alleine verputzt. Originalton Nachbarin: „Wer nur ein Schälchen schafft, ist ein Weichei“.

Tatsächlich verspürte ich nach der zweiten Portion ein leichtes Völlegefühl – das Abendessen viel dann flach, so pappsatt war ich. Aber ehrlich – einmal angefangen, konnte ich einfach nicht aufhören, bis auch der letzte Reiskrümel aus der Schüssel geangelt war. Habt ihr auch so Momente?

Bei der Herstellung von Streuseln scheiden sich übrigens die Geister, was die Mischungsverhältnisse betrifft und auch, ob man nun kalte, flüssige oder weiche Butter verwendet. Zugegebenermaßen hab‘ ich bei Streuseln manchmal ein wenig Probleme – selbst wenn das Mischungsverhältnis das gleich ist, bekomme ich oft unterschiedliche Ergebnisse. Schon möglich, dass das irgendwie mit der Temperatur der Butter zusammenhängt. Normalerweise verwende ich sehr weiche; bei Gelegenheit muss ich einmal die Variante mit flüssiger Butter ausprobieren – die soll tatsächlich wunderbar funktionieren.

Die im Rezept angegebene Mischung klappt in 95% aller Fälle; eine Gelinggarantie kann ich natürlich nicht geben.

Leider ist die Pflaumensaison ja schon zu Ende – zumindest bei uns bekommt man keine frischen mehr. Das Rezept funktioniert aber auch mit Pflaumen aus dem Glas; allerdings sollte man bei diesen auf den Zucker in der Soße verzichten, denn sie sind ja schon in Zuckerlösung eingelegt. Dafür darf ein Spritzer Zitronensaft mit hinein, sonst wird das ganze zu süß – mir zumindest. Und da die Frische-Pflaumen-Saison leider wesentlich kürzer ist als die Pflaumen-aus-dem-Glas-Zeit habe ich – hoffentlich einigermaßen übersichtlich – im Rezept einfach beide Versionen beschrieben.

Haut rein!

Euer Herd(s)Kasper


Nachtrag

Wie oben angekündigt, habe ich am letzten Wochenende noch einmal Streusel gemacht – dieses Mal mit flüssiger Butter. Was soll ich sagen: sie sind tatsächlich besser geworden! Aus diesem Grund habe ich das Rezept hier entsprechend angepasst.

Kokosmilchreis mit Pflaumensoße und Walnuss-Zimt-Streuseln
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Die Herstellung der Pflaumensoße variiert, je nachdem, ob man frische oder eingelegte Pflaumen verwendet. Die Unterschiede sind im Rezept entsprechend beschrieben.
Portionen Vorbereitung
4 Personen 20 Minuten
Kochzeit
30 Minuten
Portionen Vorbereitung
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Kochzeit
30 Minuten
Kokosmilchreis mit Pflaumensoße und Walnuss-Zimt-Streuseln
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Die Herstellung der Pflaumensoße variiert, je nachdem, ob man frische oder eingelegte Pflaumen verwendet. Die Unterschiede sind im Rezept entsprechend beschrieben.
Portionen Vorbereitung
4 Personen 20 Minuten
Kochzeit
30 Minuten
Portionen Vorbereitung
4 Personen 20 Minuten
Kochzeit
30 Minuten
Zutaten
Walnuss-Zimt-Streusel
Milchreis
Pflaumensoße mit eingelegten Pflaumen
Pflaumensoße mit frischen Pflaumen
Portionen: Personen
Einheiten:
Anleitungen
  1. Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

  2. Die Butter in einem kleinen Topf auf niedriger Temperatur schmelzen.
    Gemahlene Walnüsse, Mehl, Zucker und Zimt in eine Rührschüssel geben, miteinander vermischen und den Knethaken starten.
    Die flüssige Butter nach und nach hinzugießen. Gerade so lange kneten, bis sich ordentliche Streusel gebildet haben - rührt man zu lange, werden die Streusel zu fein.
    Ggf. mit den Händen noch einmal durch die Streusel gehen.
  3. Die Streusel auf dem vorbereiteten Backblech verteilen, mittig in den Backofen schieben und 15-20 Minuten backen.
    Die Zeit kann je nach Backofen variieren; am besten nach 15 Minuten einmal kontrollieren - die Streusel sollten nicht zu dunkel und zu fest sein.
    Die fertigen Streusel in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit Kokosmilch und Milchreis in einen ausreichend großen Topf geben und zum Kochen bringen.
    Zucker unterrühren.
    Hitze reduzieren und den Milchreis 30 Minuten (bitte Anleitung auf der Packung beachten, Zeit kann abweichen!) auf niedrigster Temperatur quellen lassen; gelegentlich umrühren.
  5. Soße mit eingelegten Pflaumen
    Die Pflaumen in ein Sieb gießen; die Flüssigkeit auffangen, falls ihr die Soße ohne Portwein macht!
    Pflaumen in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Portwein (alternativ 3 EL vom aufgefangenen Saft) und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben.
    Pflaumen kurz aufkochen; Hitze wieder reduzieren und die Pflaumen 10 Minuten köcheln lassen.
    Die Pflaumen im Mixer (alternativ mit dem Pürierstab) fein pürieren und wieder in den Topf zurück geben.
    2 EL Pflaumensoße zusammen mit der Speisestärke in ein Schälchen geben; gründlich verrühren und zurück in den Topf geben.
    Die Soße noch einmal kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
  6. Pflaumensoße mit frischen Pflaumen
    Pflaumen gründlich waschen, vierteln, entkernen. Ein paar Viertel für die Deko beiseite legen; die restlichen Viertel in kleine Würfel schneiden.
    Pflaumenwürfel mit Zucker und Portwein (alternativ Saft) in einen kleinen Topf geben.
    Unter Rühren auf höchster Stufe erhitzen und kurz aufkochen lassen.
    Hitze wieder reduzieren und die Pflaumen 15 Minuten köcheln, bis sie weich sind.
    Die Pflaumen im Mixer oder mit dem Pürierstab zerkleinern.
    2 EL Soße in ein kleines Schälchen geben, mit der Speisestärke glatt rühren und zurück in den Topf geben.
    Soße noch einmal kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
  7. Den Milchreis auf vier Schälchen verteilen, etwas Soße darüber geben und mit den Walnuss-Zimt-Streuseln bestreuen.
    Schmeckt am besten, wenn alles noch lauwarm ist!

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