Herd(s)Attacke

Geht prima, auch zum Frühstück:
Erdbeer-Käsesahnetorte

Es scheint, als gäbe es in diesem Jahr eine Entschädigung für die wetterbedingt schlechte Ernte 2017: Erdbeeren satt zu vernünftigen Preisen. Und was für dolle Dinger! Groß, saftig, tiefrot und sündhaft süß – ich glaube, so prächtige Exemplare hab‘ ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gehabt (von denen aus dem Garten der Herd(s)Kasper-Erzeugerin abgesehen). Daraus resultiert, dass von den zwei Kilo, die ich an den letzten Samstagen am Ständchen geholt habe, meistens nur ein Kilo zuhause angekommen ist. Von irgendwas muss man sich ja unterwegs ernähren.

Aber es bleibt noch genug übrig – zum Beispiel für die Erdbeerkonfitüre mit Minze, die ich kürzlich schon verbloggt habe. Oder aber für eine spontane Erdbeer-Käsesahnetorte. Für die bin ich Samstagnachmittag nochmal in den Supermarkt gewetzt – irgendwie hatte mich total die Lust auf Käsesahne überkommen. Ist ja schnell gemacht; allerdings musste ich mich bis Sonntagmorgen gedulden, denn zum fest werden benötigt sie möglichst eine Nacht im Kühlschrank. Dafür gab’s dann Käsesahne zum Frühstück. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;-)

Und das Ding war dann auch noch so furchtbar cremig, der Boden luftig, die Erdbeeren süß – ich fürchte, ich muss demnächst nochmal eine backen. Bis etwa Mitte Juli gibt’s noch heimische Erdbeeren, das muss man ausnutzen. Und ich schätze, im engeren Familienkreis hat auch niemand etwas dagegen. Zumindest bin ich den kompletten Kuchen innerhalb kürzester Zeit losgeworden.

Gelatine kommt übrigens nicht zum Einsatz – die habe ich schon lange aus der Küche verbannt. Statt dessen wird mit Agar-Agar gearbeitet, das funktioniert genauso gut.

Ansonsten dürfte das wahrscheinlich das letzte Erdbeer-Rezept in diesem Jahr gewesen sein. Auch Spargel ist schon durch; den letzten haben wir am vergangenen Wochenende verputzt und was ich gestern am Ständchen gesehen habe, war nicht mehr wirklich prickelnd und dazu noch teuer.

Also bereiten wir uns schonmal auf die nächsten Kandidaten vor: Kirschen, Johannisbeeren, Himbeeren, Aprikosen … alles schon gesichtet und was ich daraus machen werde, ist auch schon geplant. Es bleibt also fruchtig!


Erdbeer-Käsesahnetorte (ohne Gelatine)
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Ganz wichtig:
Die Füllung erst herstellen, wenn der Biskuitteig ganz abgekühlt und bereit zum Befüllen ist; ansonsten kann es passieren, dass die Füllung bereits geliert und sich nur noch schwer verarbeiten lässt.
Ihr benötigt: eine Springform mit 26 cm Durchmesser und einen verstellbaren Tortenring.
Portionen Vorbereitung
12 Stücke 45 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Portionen Vorbereitung
12 Stücke 45 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Erdbeer-Käsesahnetorte (ohne Gelatine)
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Die Füllung erst herstellen, wenn der Biskuitteig ganz abgekühlt und bereit zum Befüllen ist; ansonsten kann es passieren, dass die Füllung bereits geliert und sich nur noch schwer verarbeiten lässt.
Ihr benötigt: eine Springform mit 26 cm Durchmesser und einen verstellbaren Tortenring.
Portionen Vorbereitung
12 Stücke 45 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Portionen Vorbereitung
12 Stücke 45 Minuten
Kochzeit
25 Minuten
Zutaten
Für den Biskuitteig
Für die Füllung
Portionen: Stücke
Einheiten:
Anleitungen
Der Biskuitteig
  1. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Den Boden einer Springform (Durchmesser 26 cm) mit Backpapier auslegen; alternativ mit etwas Butter einfetten.
    Nur den Boden - der Rand bleibt fettfrei!
  2. Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen und beiseite stellen.
  3. Die trockenen Zutaten für den Biskuitteig in eine Rührschüssel geben und miteinander vermischen.
    Nach und nach die flüssigen Zutaten hinzufügen und unterrühren, bis ihr einen glatten Teig ohne Klümpchen habt.
    Tipp: Sollten doch Klümpchen entstehen, streicht den Teig durch ein Sieb!
    Das Eiweiß vorsichtig unterheben.
  4. Den Teig in die Springform geben, auf der zweiten Schiene von unten in den Backofen schieben.
    Biskuit 25 Minuten backen, aus dem Ofen holen und in der Form vollständig abkühlen lassen.
Die Füllung
  1. Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Abdecken und beiseite stellen.
    Sahne mit Sahnefestiger steif schlagen; beiseite stellen.
    Quark, Schmand, Puderzucker, Zitronenabrieb und -saft in eine Rührschüssel geben und zu einer glatten Masse verrühren.
  2. Den vollständig abgekühlten Biskuit aus der Springform lösen, vertikal halbieren.
    Die untere Hälfte des Biskuit mit 4 EL Erdbeerkonfitüre bestreichen und (Erdbeerschicht nach oben!) wieder auf den Boden der Springform setzen (ggf. Backpapier oder Tortenkarton unterlegen). Mit dem Tortenrand umschließen.
  3. Erdbeerhälften rundherum an den Rand setzen. Drückt sie ein bisschen am Tortenring an, daran haften sie gut und bleiben stehen.
    Die restlichen Erdbeeren auf dem Tortenboden verteilen.
  4. 200 ml Wasser zum Kochen bringen; das Agar-Agar unterrühren und drei Minuten unter Rühren köcheln lassen.
    Die entstandene Masse ganz kurz abkühlen lassen (sie sollte nicht zu fest werden!) und zügig auf hoher Stufe unter die Quarkmasse rühren.
    Zum Schluss die geschlagene Sahne unter die Masse heben.
  5. Füllung in den Tortenring gießen, das Ganze auf der Arbeitsfläche ein paar mal kurz aufklopfen, damit größere Luftblasen entweichen.
    Die obere Biskuithälfte auf die Quarkmasse legen.
  6. Die Torte abdecken und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.
    Vor dem Servieren den Puderzucker in ein feinmaschiges Sieb geben und über die Torte sieben.

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