Herd(s)Attacke

Gebt mir den Rest vom Plätzchenfest:
Bananenkuchen

Während der eine oder andere noch fleißig Plätzchen backt, überlege ich mir schon, was ich eigentlich mit den Resten mache. OK, von manchen Sorten gibt es garantiert keine – zum Beispiel habe ich es noch nie erlebt, dass ein Bethmännchen übrig war. No. Way. Aber das ein oder andere Stück Spritz- oder Schwarzweißgebäck lungert noch in der ansonsten leer gefegten Keksdose herum. Auch Schokoladennikoläuse sind Kandidaten für den Titel „Rest vom Fest“. Meistens hat man nämlich irgendwie zu viele davon. Und ab einem gewissen Punkt in der Advents- und Vorweihnachtszeit ist bei mir sozusagen der Kanal voll. Ich kann echt keine Plätzchen mehr sehen – aber zum Wegwerfen sind sie wirklich zu schade.

Also machen wir das Beste daraus – zum Beispiel einen leckeren Bananenkuchen. Dessen Boden besteht aus den besagten, übrig gebliebenen Plätzchen. Am besten eignen sich trockene Sorten, ohne Zuckerguss oder ähnliches. Also Spritzgebäck, Butterplätzchen, Schwarzweißgebäck und ähnliches – je nach Art fällt der Geschmack des Bodens ein wenig anders aus. Sie dürfen ruhig ein wenig zu trocken sein; da sie später mit Butter gemischt werden, fällt das garnicht auf.  In meinem Fall besteht der Boden aus reinem Spritzgebäck – aber natürlich könnt ihr auch verschiedene Sorten mischen.

Aus dem Nikolaus habe ich eine dünne Schicht Schokolade gemacht, die nicht nur schmeckt, sondern auch verhindert, dass der Boden durchweicht. Den obenauf kommen Bananenstücke – auch diese waren das Überbleibsel eines Adventstellers. Getoppt wird die Sache von Vanillepudding und einer Schicht Sahne. Insgesamt wenig Aufwand, aber ein toller Kuchen – der umso besser wird, je länger er durchziehen kann. Optimaler Zeitpunkt zum Verspeisen ist der zweite Tag, wenn das Bananenaroma sich voll entfaltet hat. Länger als drei Tage würde ich den Kuchen wegen der Sahneschicht sowieso nicht aufheben – wobei die Gefahr, dass davon etwas übrig bleibt, relativ gering ist. :-)

Im Rezept ist übrigens nur ein halber Schokolaus angegeben – ich wollt’s nicht übertreiben. Selbstverständlich könnt ihr den kompletten Kerl reinpacken. Bei Vollmilchschokolade wird das ganze dann aber relativ süß. Und natürlich geht der Bananenkuchen nicht nur als Resteverwertung in der Weihnachtszeit. Er lässt sich genau so gut mit Keksen und „ungeformter“ Schokolade backen.

Somit wäre für mich die Vorweihnachtszeit, zumindest, was das Backen und Kochen betrifft,  für dieses Jahr eigentlich abgehakt. Und wenn ich mich so auf anderen Food Blogs umsehe, sind alle schon vollauf mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsmenü beschäftigt. Tja – da muss ich mich ausklinken. Denn das wird bei uns traditionell von meiner Mutter zubereitet. Allerdings hab‘ ich die große Freude, die Hauptspeise für den veganen/vegetarischen Teil unserer Familie machen zu dürfen. Und ich freu‘ mich wirklich schon darauf, denn ich will mal etwas ganz Neues ausprobieren … Da es eine Überraschung werden soll, poste ich das Rezept natürlich nicht vorab, sondern erst nach den Feiertagen. Aber leckeres Essen geht ja immer, nicht nur an Weihnachten.

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