Herd(s)Attacke

Feine Marinade für selbst gemachtes Gyros

Aromatisch und frisch: hausgemachte Marinade für Gyros

Teil Zwei der Puten-Gyros-Vorbereitung. Neben dem hausgemachten Zaziki gehört natürlich das Gyros – also das eingelegte Fleisch – dazu. Man bekommt es zwar oft beim Metzger oder im Supermarkt schon fertig mariniert. Aber wenn man Pech hat, ist es zum einen recht durchwachsen. Zum anderen kann es sein, dass man einfach nur das übrig gebliebene Geschnetzelte vom Vortag bekommt, das mit reichlich Marinade kaschiert wird.

Wer sicher gehen will, dass er a) frisches und b) qualitativ hochwertiges Fleisch bekommt, der stellt die Gyros-Marinade selbst her und legt das gewünschte Fleisch darin ein. Ich verwende normalerweise Kalbsschnitzel, die ich mir in feine Streifen schneide. Alternativ geht auch Putenbrust, bzw. wer mag nimmt Schweineschnitzel (auf die ich persönlich nicht so stehe).

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Kräuter – frisch oder getrocknet?

Das kommt ganz auf die Verfügbarkeit an. Im Sommer habe ich einen kleinen, bescheidenen Kräutergarten, der mich mit meinen Favoriten versorgt. Wenn’s keine frischen Kräuter gibt, greife ich auf getrocknete zurück. Die bestelle ich seit Jahren bei einem Online-Gewürzhändler, nachdem ich mich lange genug über die schlechte Qualität der Supermarkt-Massenware geärgert habe. So bekomme ich alles in Bio-Qualität und auch das Aroma war bisher immer um einiges intensiver.

Für die Gyros-Marinade elementar: Knoblauch und Zwiebeln. Eine geruchsintensive Mischung; d.h. nach dem Genuss sollte man nicht unbedingt zum Date oder Meeting gehen. Beim Knoblauch nehme ich zwei Zehen – im Zaziki ist ja auch schon drin. Wer’s kräftiger mag, kann die Knobi-Menge natürlich erhöhen.

Gut geölt ist halb gegessen

Last but not least: Öl. Viel Öl. Und nicht unbedingt Olivenöl, denn das Problem dabei ist, dass es so unglaublich viele unterschiedliche Marken und Arten gibt. Ich bin nicht gerade der größte Fan davon, denn manches (auch hochpreisiges) Olivenöl schmeckt einfach nur nach alter Matratze und bleibt einem buchstäblich im Rachen stecken. Ich hab‘ schon unglaublich viele Sorten probiert, an mehreren Olivenöl-Verkostungen teilgenommen – aber so richtig warm werden wir beide nicht miteinander.

Es gibt ein-zwei Sorten, mit denen ich mich einigermaßen angefreundet habe; aber auch diese verwende ich selten pur. Bei der Marinade für das Gyros mische ich neutrales (Raps-)Öl und Olivenöl, so das letzteres nicht zu intensiv wird. Möglicherweise kommt jetzt ein Purist und erzählt mir, dass man das nicht darf. Ich mach’s aber trotzdem …


Gyros-Marinade

Marinade für Geschnetzeltes nach Gyros-Art. Statt der frischen Kräuter können auch getrocknete verwendet werden.
Vorbereitungszeit10 Min.
2 Stdn.
Gericht: Fleischgerichte, Gyros
Keyword: Gyros, Marinade

Zutaten

  • 5 EL neutrales Öl (Empfehlung: Rapsöl)
  • 3 EL Olivenöl, mild
  • 2 EL Majoran, fein gehackt
  • 1 TL Estragon, fein gehackt
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Paprika, süß
  • 1 TL Paprika, scharf
  • 1/2 TL Pfeffer, weiß
  • 1 Msp. Kreuzkümmel
  • 1 Msp. Piment
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Zwiebel, rot
  • Fleisch nach Belieben (Empfehlung: Putenbrust oder Kalbschnitzel)

Anleitungen

Die Menge reicht aus, um 2-3 Schnitzel / Stück Putenbrust zu marinieren.

  • Die beiden Öl-Sorten in einer Schüssel mischen.
    Die Gewürze und fein gehackten Kräuter (alternativ getrocknete Kräuter) dazu geben.
    Alles gut miteinander vermischen.
  • Knoblauch schälen und fein hacken.
    Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.
    Knoblauch und Zwiebelringe zur Marinade geben und untermischen.
  • Das gewünschte Fleisch in Streifen schneiden und zusammen mit der Marinade in eine geeignete, verschließbare Frischhaltebox geben.
    Alles gut miteinander vermischen.
    Frischhaltebox verschließen und für mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen (siehe Rezepthinweis). Etwa 30 Minuten vor der Verwendung wieder aus dem Kühlschrank nehmen.

Notizen

Wichtig:
Putenfleisch nimmt den Geschmack der Marinade meiner Erfahrung nach viel schneller an als Kalb oder Schwein. Zum Marinieren reichen deshalb 2-3 Stunden vollkommen aus.
Kalb- oder Schweinefleisch sollte man hingegen über Nacht durchziehen lassen.

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