Herd(s)Attacke

Cremige Gnocchi-Pfanne mit Mangold

Gnocchi-Pfanne mit Mangold

Zwischen Frühjahr und Herbst wird im Garten der Herd(s)Kasper-Erzeugerin eigentlich ständig geerntet. Zum Glück, denn für mich ist dieser Garten so eine Art Selbstbedienungsladen. Alles frisch und garantiert bio. Ganz besonders freue ich mich in diesem Jahr auf die Süßkartoffeln, die erstmalig einen Platz im Beet gefunden haben. Vorher stand aber die Mangoldernte auf dem Plan – und ein paar Blätter Rote Bete haben sich auch noch dazwischen geschmuggelt. Alles zusammen ist in dieser herrlichen Gnocchi-Pfanne mit Mangold gelandet, die mit geschmolzenem Mozzarella überzogen wird.

Blinder Passagier

Erst beim Pflücken der Blätter haben wir festgestellt, dass der eine oder andere Mangoldstängel gar keiner war. Die Blätter von Mangold und Roter Bete sehen sich aber auch zum Verwechseln ähnlich. Bei Roter Bete neigt man ja dazu, nur die Knolle zu essen; in dem Fall entgeht einem aber etwas! Auch Stängel und Blätter schmecken wunderbar. Nicht ganz so intensiv wie der unterirdische Teil, aber eindeutig mit dem unverkennbaren, erdigen Aroma. Solltet ihr auf jeden Fall einmal versuchen!

Nach dem Waschen werden die dicken Stängel in kleine Stücke geschnitten; die Blätter in etwas größere. Beides hat unterschiedliche Garzeiten, also kommen die Stängel zuerst in die Pfanne. Ähnlich wie bei Spinat sind die Blätter sehr schnell durch, fallen aber nicht ganz so stark zusammen und bleiben etwas bissfester. Apropos Spinat: damit werde ich die Pfanne demnächst sicher auch einmal probieren, denn Mangold gibt’s ja leider nur für eine kurze Zeit.

Wichtig: Bei der im Rezept angegebenen Garzeit sind die Mangoldstängel am Ende etwas „al dente“; d.h. sie haben noch ein wenig Biss. So mag ich es am liebsten. Wenn ihr eher auf „sehr weich“ steht, müsst ihr die Stängel vorher in ein wenig leicht gesalzenem Wasser oder Gemüsebrühe vorgaren.

Gnocchi-Pfanne mit Mangold
Die Hauptdarsteller

Als „Trägermaterial“ für das Gericht dienen Gnocchi. Die kann man ganz einfach selbst machen – ein Rezept dazu steht beim Herd(s)Kasper schon seit einiger Zeit bereit. Frische Gnocchi aus dem Kühlregal funktionieren aber ganz genau so gut. Die Kartoffelklößchen schwimmen in einer cremigen Soße aus Tomatenmark und Frischkäse; ein Schluck Sahne kommt auch hinein. Allerdings nicht zu viel, denn es kommt ja noch das Highlight!

Am Ende wird der Pfanneninhalt – zu dem sich noch aromatische Tomaten gesellen – nämlich mit Mozzarella bedeckt. Der darf unter dem Pfannendeckel schmelzen und gibt dem Ganzen den letzten Schliff. Eine absolut köstliche Angelegenheit! Unter der Käsedecke zieht alles nochmal ordentlich Flüssigkeit und so entsteht dann auch die Soße – ganz ohne Bindemittel.

Gnocchi-Pfanne mit Mangold

Gnocchi und eine fruchtige Tomatensoße machen es sich unter geschmolzenem Mozzarella bequem. Echtes Soul Food!
Vorbereitungszeit20 Min.
Koch-/Backdauer20 Min.
Zubereitungszeit gesamt40 Min.
Gericht: Hauptspeisen
Keyword: Gnocchi
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 500 g Gnocchi (selbst gemacht oder aus dem Kühlregal)
  • 1 Zwiebel, weiß
  • 3 EL Öl, neutral (z.B. Rapsöl)
  • 10-12 Stängel Mangold
  • 2 Stängel Thymian, frisch
  • 150 g Rispentomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 50 ml Sahne
  • 100 g Frischkäse
  • 250 g Mozzarella
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz

Sonstiges

  • Eine große Pfanne mit Deckel

Anleitungen

  • Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
    Den Mangold waschen, gut trocken schütteln. Den Stiel in ca. 3 cm lange Stücke schneiden; die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden.
    Die Tomaten waschen, vierteln. Stielansatz entfernen. Die Tomatenwürfel je nach Größe nochmal halbieren oder dritteln.
    Den Thymian kurz unter fließendem Wasser abspülen, gut trocken schütteln. Blättchen vom Stängeln zupfen und fein hacken.
  • Das Öl in eine ausreichend große Pfanne geben und auf höchster Stufe erhitzen.
    Hitze etwas reduzieren; die Zwiebelwürfel in die Pfanne geben und unter Rühren anbraten, bis sie etwas Farbe bekommen haben.
    Die Gnocchi dazu geben und anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Dabei öfter wenden, damit sie auch von allen Seiten Farbe bekommen.
  • Die Gnocchi etwas an den Pfannenrand schieben, so dass in der Mitte etwas Platz ist.
    Das Tomatenmark in die Pfanne geben und unter Rühren etwas anrösten.
    Mit der Sahne ablöschen und verrühren.
    Den Frischkäse dazu geben und unterrühren.
    Eine gute Prise Salz und ca. 1 TL schwarzen Pfeffer hinzu geben und unterrühren.
  • Die Gnocchi mit der Soße verrühren; die Tomatenstücke und die Mangoldstiele dazu geben.
    Hitze auf niedrige Stufe reduzieren, Deckel auf die Pfanne geben und alles 5 Minuten garen lassen.
    Alles nochmal verrühren, die Mangoldblätter obenauf legen. Deckel wieder auf die Pfanne geben und alles nochmals 5 Minuten garen.
  • In der Zwischenzeit den Mozzarella in dünne Scheiben (ca. 1/2 cm) schneiden.
    Den Pfanneninhalt noch einmal gut durchrühren, dann die Mozzarella-Scheiben darauf legen.
    Deckel wieder auf die Pfanne geben, Hitze auf mittlere Stufe erhöhen.
    Alles so lange garen, bis der Mozzarella geschmolzen ist.
  • Vor dem Servieren die gehackten Thymianblättchen über den Mozzarella streuen.

Notizen

Wichtig: bei den angegebenen Garzeiten bleibt der Mangold noch ein wenig bissfest. Wer es lieber sehr weich mag, der sollte die Stängel auf jeden Fall vorab in etwas Gemüsebrühe vorgaren!
Wer Rote Bete mag, der kann für die Pfanne auch deren Stiele und Blätter verwenden oder einfach Mangold und Rote Bete mischen.

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