Herd(s)Attacke

Besser geht’s nicht:
Spargel im Backpapier

Manchmal dauert’s einfach etwas länger. Jahrzehnte lang habe ich Spargel in Wasser gegart – und bin erst kürzlich dahinter gekommen, dass das völliger Humbug ist. Ist ja eigentlich auch logisch: die Wurzel gibt eine ganze Menge Aroma an das Wasser ab, das danach wunderbar danach schmeckt. Und der Spargel selbst? Schmeckt natürlich auch noch, aber weniger aromatisch. Und da es bei mir oft und gerne Gemüse aus dem Ofen gibt, bin ich nun auch beim Spargel auf diese Garmethode umgestiegen. Ab ins Back- oder Butterbrot-Papier damit und im eigenen Saft (und etwas Butter) schmoren lassen. Da bleibt das Aroma da, wo es hingehört – nämlich im Edelgemüse. Ehrlich, es macht einen riesigen Unterschied; probiert es einfach einmal aus! Der Spargel ist wunderbar bissfest und hat ein fantastisches Aroma – einfach total spargelig. Ich liebe es und werde ihn garantiert nie wieder anders machen.

Und solltet ihr Spargelwasser für Suppe oder Soße benötigen: kocht die Schalen und Enden aus. Darin steckt ausreichend Aroma und so wird der Abfall auch noch verwertet.

Und bitte, bitte, bitte – niemals Alufolie zum Einwickeln verwenden, auch wenn man das auf Bildern immer wieder sieht! Die Folie ist sowas von überflüssig, das glaubt ihr garnicht. Das Zeug schadet der Umwelt und ist ungesund – besonders, wenn wie in diesem Rezept Zitronensaft und Salz hinzu kommen. Überhaupt: Wenn ich Fotos sehe, auf denen Nahrungsmittel in meterweise Alu eingepackt sind, schüttelt es mich einfach nur. Muss echt nicht sein – es gibt viel bessere Alternativen. Auch Plastik in Form von Bratschläuchen ist eigentlich vollkommen unnötig. Ihr müsst euch auch keine Gedanken machen, dass das Back- oder Butterbrot-Papier verbrennt. Letzteres wird an der einen oder anderen Ecke vielleicht ein wenig braun; mehr passiert bei der niedrigen Temperatur aber nicht.

Je nach Backofen und Dicke der Spargelstange kann die Garzeit natürlich etwas variieren. Die Konsistenz des Spargels überprüft ihr am besten, indem ihr das Päckchen nach ca. 40 Minuten einmal öffnet und mit einer Gabel hinein piekt.

Also dann: ran an den Spargel!

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5 von 1 Bewertung

Spargel im Back- oder Butterbrotpapier

Schonend in Papier gegart behält Spargel mit dieser Methode sein volles Aroma.
Vorbereitungszeit10 Min.
Koch-/Backdauer50 Min.
Zubereitungszeit gesamt1 Std.
Gericht: Beilagen, Hauptspeisen
Keyword: Spargel
Portionen: 1 Portion

Zutaten

  • 250 g Spargel, weiß
  • 1 TL Zitronensalz (alternativ ein Spritzer Zitronensaft und etwas Meersalz; siehe Rezepthinweis)
  • 1/2 TL Zucker (optional)
  • 1/2 TL Pfeffer, weiß
  • 1 EL Butter

Sonstiges

  • Back- oder Butterbrot-Papier

Anleitungen

  • Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
    Spargel schälen, das holzige Ende abschneiden.
  • Den Spargel mittig auf einen Bogen Back- oder Butterbrotpapier legen.
    Mit Zitronensalz, Zucker und Pfeffer würzen. Butter in Flöckchen auf dem Spargel verteilen.
  • Spargel im Backpapier zu einem festen Päckchen zusammenrollen, die Enden zusammendrehen – das ganze sieht am Ende wie ein großes Bonbon aus.
  • Das Päckchen auf ein Backblech legen, mittig in den Backofen schieben und den Spargel (je nach gewünschter Bissfestigkeit) 50-60 Minuten garen.
  • Wichtig!
    Die Päckchen sollten nicht zu viel Spargel enthalten; ich packe jeweils eine Portion zu 250g. Päckchen mit etwas Abstand zueinander auf das Backblech setzen.
    Die Garzeit kann je nach Dicke der Spargelstangen unterschiedlich sein. Deshalb versuche ich, möglichst gleichmäßige Stangen in ein Päckchen zu geben. Dicke Stangen ggf. fünf Minuten früher in den Backofen schieben als dünnere.

Notizen

Solltet ihr kein Zitronensalz haben: nehmt Meersalz und gebt noch einen Spritzer Zitronensaft über den Spargel.

2 Kommentare

  • Reply
    Birgit
    19. April 2020 at 18:28

    5 stars
    Der Spargel ist wirklich total lecker aus den Päckchen. Wir hatten dicke Stangen, jeweils zu dritt bzw. viert gepackt, wobei dieser nach 50 Minuten sehr gar war und kaum noch Konsistenz hatte. Geschmacklich allerdings absolut yummi 😉

    • Reply
      Petra
      20. April 2020 at 8:09

      Hi Birgit,

      Vielen Dank für‘s Ausprobieren – freut mich, dass es euch geschmeckt hat!
      Das mit der Garzeit ist so eine Sache; die kann je nach Herd immer ein wenig variieren. Aber nach diesem ersten Test kann‘s ja nur besser werden. ;-)

      Herd(s)liche Grüße
      Petra

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