Herd(s)Attacke

Außen knusprig, innen saftig: Hähnchenbrust Caprese

Hähnchenbrust Caprese - schon fast ein Burger.

Die Kombination von Mozzarella und Tomaten – also Caprese – hat’s mir schon immer angetan. Am liebsten genieße ich beides ganz traditionell und pur, lediglich mit etwas Olivenöl, Balsamico, ein wenig Salz und – wenn frisch zu haben – Basilikum. Ist wohl auch die bekannteste Version. Dabei kann man so viel mehr daraus machen. Zum Beispiel eine cremig-fruchtige Gnocchi-Pfanne. Eine weitere Alternative: Hähnchenbrust Caprese – fast schon eine Art Burger.

Drunter und Drüber

Als Basis für die Hähnchenbrust Caprese dient eines meiner Lieblingsbrote: Focaccia. Die backe ich natürlich selbst, allerdings mit einer kleinen Abwandlung. Die Teiglinge werden nach der letzten Gehzeit einmal gefaltet. So wird das knusprige Brot etwas dicker als üblich und hat genau die richtige Größe für das, was da noch so drauf und drunter kommt.

Da wäre zum Beispiel eine ordentliche Hand voll Rucola oder Rauke. Das nussig-herbe Kraut macht sich als Basis ganz hervorragend und sorgt für eine gewisse Würze. Tomaten und Mozzarella hatte ich ja schon erwähnt; Basilikum kann, muss aber nicht – zumal es momentan echt schwer zu bekommen ist. Ab und zu steht zwar mal ein Topf im Supermarkt-Regal; aber für die paar traurigen Blätter, die da dran hängen, geb‘ ich echt kein Geld aus. Da warte ich lieber, bis wieder Saison ist. Bleibt nur noch die Hähnchenbrust. Und die soll natürlich schön saftig sein.

Hähnchenbrust Caprese
Gelingsicher

Ich kann Thomas Connertz vom Blog „Dreiminutenei“ garnicht oft genug danken. Wie schon in dem einen oder anderen Rezept erwähnt ist er „schuld“, dass bei mir nie wieder zu trockene Hähnchenbrust auf den Tisch kommt. Seit ich vor ein paar Jahren über seine Art der Zubereitung gestolpert bin, gelingt sie einfach immer. Und das ohne viel Aufwand. Alles was man braucht, ist eine beschichtete Pfanne mit Deckel und etwas Selbstbeherrschung. Denn den Deckel während des Garens zu lupfen ist strengstens untersagt!

Und während die Hähnchenbrust in der Pfanne schmurgelt, lassen sich die restlichen Zutaten ganz entspannt vorbereiten. Dann kurz überbacken, alles stapeln – fertig. Also ein recht schnelles Abendessen, das da in rund 40 Minuten auf dem Tisch steht. Und vor allem so richtig satt macht.

Saftige Hähnchenbrust Caprese.
Tipps und Tricks

Wer fertige Focacchia zum Aufbacken verwendet, sollte auf die Größe achten. Die Focacchia sollte ein wenig größer als die Hähnchenbrust sein; ggf. ein großes Brot halbieren.

Wer die Focacchia selbst backt: die Teiglinge am Ende der letzten Gehzeit einmal in der Mitte falten, so dass sie ein wenig größer sind als die Hähnchenbrust. Erst dann die Mulden eindrücken und wie gehabt weiter verfahren.

Zum Überbacken eignet sich am besten die Grillstufe des Backofens. Alternativ geht auch Oberhitze (200°C) oder Umluft-Oberhitze (180°C). Nur so lange überbacken, bis der Mozzarella beginnt zu schmelzen, sonst wird die Hähnchenbrust trocken.

Die Focacchia ist natürlich kein Muss; die Hähnchenbrust schmeckt auch ohne, nur mit Tomate und Mozzarella überbacken. Den Rucola kann mit ein wenig Dressing als Salat dazu servieren.

Hähnchenbrust Caprese

Saftige Hähnchenbrust, mit Tomate und Mozzarella überbacken.
Vorbereitungszeit10 Min.
Koch-/Backdauer20 Min.
Gericht: Hauptspeise
Keyword: Caprese, Hähnchenbrust, Mozzarella, Tomaten
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • Focacchia (je nach Größe 1 oder 2 Stück) Frisch oder zum Aufbacken
  • 2 Stück Hähnchenbrust
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 2 EL Öl, neutral (z.B. Rapsöl)
  • 4 Stück Rispentomaten
  • 2 Kugeln Mozzarella
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Handvoll Rucola oder Rauke
  • 2 EL Balsamico-Essig, dunkel
  • Basilikum-Blätter für die Deko (optional)

Sonstiges

  • Eine ausreichend große, beschichtete Pfanne mit Deckel
  • Eine Auflaufform

Anleitungen

  • Aufback-Focaccia laut Packungsanleitung aufbacken; frische Focacchia (z.B. selbst gemacht oder vom Bäcker) bei 150°C Ober-/Unterhitze 8-10 Minuten aufbacken.
  • Hähnchenbrust trocken tupfen.
    Mehl, Kurkuma, Salz und Pfeffer in einem flachen Teller miteinander vermischen.
    2 EL neutrales Öl in einer ausreichend großen Pfanne auf höchster Stufe erhitzen.
    Sobald das Öl heiß ist, die Hähnchenbrust in der Mehlmischung dünn panieren; überflüssiges Mehl abklopfen.
  • Hähnchenbrust von beiden Seiten je 1-2 Minuten kräftig anbraten, so dass sie schön gebräunt sind.
    Die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren (ich nehme z.B. Stufe 4 von 14).
    Den Deckel auf die Pfanne legen und die Hähnchenbrust 10 Minuten garen. Während dieser Zeit den Deckel nicht von der Pfanne nehmen!
    Nach 10 Minuten den Herd ganz ausschalten und die Hähnchenbrust nochmal 10 Minuten ruhen lassen. Auch jetzt den Deckel noch nicht von der Pfanne nehmen!
  • Während die Hähnchenbrust gart, den Rucola waschen und gut trocken schleudern.
    Tomaten waschen, achteln, Stielansatz entfernen. Die Achtel in Würfel schneiden.
    Mozzarella abtropfen lassen, in Scheiben schneiden. Die Scheiben in Streifen und daraus wiederum Würfel schneiden.
    Mozzarella und Tomaten in eine Schüssel geben, leicht salzen und pfeffern. 1 EL Olivenöl dazu geben und alles gut vermischen.
  • Grillstufe im Backofen einschalten; alternativ Oberhitze 200°C / Umluft-Oberhitze 180°C.
  • Boden der Auflaufform dünn mit etwas Olivenöl einpinseln; die fertig gegarte Hähnchenbrust darauf legen.
    Tomate-Mozzarella-Mischung über der Hähnchenbrust verteilen und im oberen Drittel des vorgeheizten Backofens kurz überbacken, bis der Mozzarella beginnt, zu zerlaufen.
  • In der Zwischenzeit die Focacchia der Länge nach halbieren, den Rucola auf der unteren Hälfte verteilen.
    Die Hähnchenbrust aus dem Backofen nehmen, auf den Rucola geben.
    Mit je einem EL dunklem Balsamico-Essig beträufeln; obere Brothälfte darauf legen.
    Ggf. mit ein paar Basilikumblättern garnieren und direkt servieren.

Notizen

Wer das Focaccia selbst backen will, findet hier ein entsprechendes Rezept. Abweichend vom Rezept werden die Teiglinge vor dem Bepinseln noch einmal in der Mitte gefaltet, so dass das Brot etwas dicker wird und sich halbieren lässt.

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