Herd(s)Attacke

Aromatischer, saftiger Apfel-Kürbis-Gugelhupf

Saftiger Apfel-Kürbis-Gugelhupf

Ja, irgendwie ist bei mir noch Herbst. Auch wenn die Welt schon von Weihnachtsplätzchenrezepten überschwemmt wird; so richtig in Stimmung komme ich halt erst kurz vor Weihnachten. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Natur im Moment mit Verzögerung unterwegs ist. Wenn ich bei uns durch den Wald laufe, so ist der noch immer herbstlich-rot gefärbt – auch wenn es zwischendurch schon größere Lücken gibt. Aber es fühlt sich einfach nicht an wie Winter und schon garnicht wie Weihnachten. Ein verrücktes Jahr.

Und deshalb komme ich heute nochmal mit einem eher herbstlich eingefärbten Rezept daher; wobei sich der Apfel-Kürbis-Gugelhupf auf jeder Adventskaffeetafel sehen lassen kann. Für das herrliche Aroma sorgen Äpfel, geröstete Kürbiskerne und ein Schluck Kürbiskernöl.

Apfel-Kürbis-Gugelhupf mit Schokoglasur und Kürbiskern-Deko.

Abgeschaut

Und wieder mal ein Kuchen, den ich bei meiner Mama „geklaut“ habe. Die backt ihn, sehr zur Freude der ganzen Familie, schon seit mehreren Jahren und es wurde höchste Zeit, dass ich mich selbst einmal an das Rezept mache. Natürlich nicht ganz ohne die übliche Kasperei – ein paar Kleinigkeiten habe ich geändert. Bisschen mehr Teig, bisschen mehr Kürbiskernöl. Letzteres sorgt dafür, dass der Teig eine wunderschöne lindgrüne Farbe bekommt und der fertige Kuchen dann so herrlich frisch aussieht.

Apropos frisch: Absolute Empfehlung meinerseits ist es, den Kuchen einen Tag vor dem Verzehr zu backen. Gut abdeckt und an einem kühlen Ort entfaltet sich das herrliche Aroma des Apfel-Kürbis-Gugelhupf über Nacht erst so richtig. Und je länger er steht, desto besser schmeckt er. Dank der Äpfel im Teig bleibt er auch über mehrere Tage wunderbar saftig. Wer so viel Selbstbeherrschung hat, kann den samstags gebackenen Kuchen noch donnerstags genießen. Ich hab’s selbst getestet, auch wenn es schwer fiel, zwischendurch nicht zu naschen.

Reingepackt

Das saftige Innenleben verdankt der Apfel-Kürbis-Gugelhupf natürlich den Äpfeln. Mein Favorit für’s Backen ist der Boskop. Nicht nur, weil er schön fest ist. Er bringt auch eine schöne Säure mit ins Spiel – gerade bei Gebäck finde ich die wichtig, damit nicht alles so furchtbar pappsüß schmeckt. Ebenfalls dabei: viele Kürbiskerne. Die werden vorab in einer Pfanne geröstet, dann grob gemahlen und im Teig verarbeitet. Ein paar davon halten auch für die Deko her und werden später auf den Schokoladenüberzug gestreut. Der besteht aus dunkler Schokolade und knackt ganz herrlich, wenn der Kuchen vor dem Verzehr gut gekühlt wird.

Und wer Lust auf noch mehr Gugelhupf hat, dem kann ich ein weiteres Herd(s)Kasper-Rezept empfehlen: auch der Gugelhupf mit Haselnüssen passt hervorragend zur Jahreszeit!

Saftiger Apfel-Kürbis-Gugelhupf

Apfel-Kürbis-Gugelhupf

Herrlich saftiger Gugelhupf, der sein wahres Aroma erst 1-2 Tage nach dem Backen so richtig entfaltet.
Vorbereitungszeit1 Std.
Koch-/Backdauer1 Std. 10 Min.
Zubereitungszeit gesamt2 Stdn. 10 Min.
Gericht: Gugelhupf, Kuchen
Keyword: Apfel, Gugelhupf, Kürbiskerne

Zutaten

Für den Gugelhupf

  • 60 g Kürbiskerne
  • 250 g Butter, weich
  • 170 g Zucker
  • 6 Stück Eier, frisch (Größe M)
  • 1 Stück Vanilleschote (alternativ 1 EL Vanillepaste)
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 240 g Weizenmehl (Type 550)
  • 15 g Kürbiskernöl
  • 400-450 g Äpfel, säuerlich (z.B. Boskop)
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Butter und Weichweizengrieß zum Einfetten und Ausstreuen der Gugelhupfform (falls keine Silikonform verwendet wird).

Für die Dekoration

  • 100 g Schokolade, dunkel
  • 20 g Kürbiskerne

Sonstiges

  • Eine Gugelhupfform

Anleitungen

  • Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, abkühlen lassen.
  • Weiche Butter und Zucker in eine Rührschüssel geben und auf mittlerer Stufe zu einer gleichmäßigen Creme schlagen.
    Mark aus der Vanilleschote kratzen und unterrühren. Alternativ 1 EL Vanillepaste unterrühren.
  • 5 Eier trennen; Eiweiß beiseite stellen.
    Die Eigelbe nach und nach zur Buttercreme geben und unterrühren.
  • Die abgekühlten Kürbiskerne in einem Mixer fein mahlen.
    Mit dem Mehl und dem Backpulver mischen und nach und nach zur Buttercreme geben.
    Das ganze Ei und das Kürbiskernöl unterrühren.
    Teig abdecken und etwas ruhen lassen.
  • Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Gugelhupfform einfetten und mit Weichweizengrieß ausstreuen (ist bei Formen aus Silikon nicht notwendig!).
  • Die Äpfel gründlich waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen.
    Die Apfelviertel in etwas dickere Scheiben schneiden; diese wiederum würfeln.
    Die halbe Zitrone auspressen; 1 TL Zitronensaft wegnehmen, den Rest über die Äpfel geben und untermischen.
  • Die Eiweiß mit dem TL Zitronensaft und einer Prise Salz steif schlagen.
  • Äpfel unter den Teig heben.
    Steif geschlagenes Eiweiß auf den Teig geben und ebenfalls unterheben.
  • Den Teig in die Gugelhupfform füllen; die Form ein paar Mal aufstoßen, damit größere Luftblasen entweichen.
    Gufelhupf auf der 2. Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen schieben und 60 Minuten backen.
    Nach 60 Minuten den Backofen ausschalten; den Gugelhupf aber nochmal 10 Minuten drin lassen (wird er obendrauf zu dunkel, ein Blatt Backpapier drauflegen).
  • Gugelhupfform aus dem Backofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
    Erst dann den Gugelhupf auf einen geeigneten Teller oder eine Kuchenplatte stürzen.
  • Gugelhupf entweder gleich dekorieren oder aber über Nacht in einem luftdichten Behälter durchziehen lassen (absolute Empfehlung!).
    Zum Dekorieren die Schokolade im Wasserbad schmelzen; die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten und etwas abkühlen lassen.
    Kürbiskerne im Mixer grob hacken.
    Die flüssige Schokolade über den Gugelhupf gießen, etwas antrocknen lassen.
    Die gehackten Kürbiskerne darüber streuen.
    Gugelhupf eine Stunde in den Kühlschrank stellen, bis die Schokolade fest ist.

Notizen

Der Gugelhupf hält sich in einem luftdichten Behälter gut 3-4 Tage. Am besten schmeckt er am 2. und 3. Tag.

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