Verschärfte Früchtchen:
Ananas-Mango-Ketchup
(mit ein bisschen Apfel)

Alles begann damit, dass ich aus irgendeinem Anlass wieder einmal die leckeren Lammbratwürstchen „Thai Style“ gemacht hatte und auf der Suche nach einer passenden Soße dazu war. Im Supermarkt stand natürlich eine ganze Batterie davon – aber das, was ich mir vorgestellt hatte, war irgendwie nicht dabei. Das heißt: eine passte so halbwegs, aber die Zutatenliste gefiel mir so gar nicht. Irgendwelche Geschmacksverstärker, Extrakte, Farbstoffe oder künstlichen Aromen wollte ich eigentlich nicht darin, sondern hauptsächlich Ananas. In besagter Soße befanden sich – Achtung, festhalten: nicht einmal 6%. Sind bei 250 ml mit Ach und Krach 15 Gramm, also weniger als ein Standard-Ananasring aus der Dose. Danke, aber das geht auch besser …

Also fix mal bei den Zutaten für meine süß-saure Soße nachgesehen – was mit Paprika und Chili geht, sollte mit Ananas auch möglich sein. Neben selbiger hab‘ ich mir dann noch eine Mango und ein paar rote Peperoni geangelt und ab ging’s zurück ins Herd(s)Kasper-Labor. Dort wartet seit kurzem ein Hochleistungsmixer auf mich, den ich dann mit den frischen Zutaten gefüttert habe – natürlich nach Waschen, Schälen, Würfeln und so. Einen einsamen Apfel aus der Obstschale hab‘ ich noch dazu geschmuggelt; kann ja nicht schaden.

Wie bei der süß-sauren Soße wird dann alles zusammen mit Zucker, Essig, Gewürzen und Speisestärke aufgekocht – et voilà -, nach knapp einer Dreiviertelstunde hatte ich meine eigene BBQ-Soße, so wie ich sie mir gewünscht hatte. Herrlich fruchtig, aber mit einer gewissen pikanten Schärfe, die sich quasi von hinten in den Gaumen schleicht. Und vor allem ohne irgendwelche Zusätze, die es garnicht braucht. Denn das Ketchup, wie ich es jetzt mal bezeichnen möchte, ist nicht nur extrem lecker, sondern auch lange haltbar. Höchstwahrscheinlich jedenfalls. Wenn ich von der süß-sauren Paprikasoße ausgehe, müssten es locker sechs Monate sein. Getestet hab‘ ich es noch nicht, dafür war das Ketchup bisher einfach zu schnell weg.

Denn es passt nicht nur ganz hervorragend zu den bereits erwähnten Lammbratwürstchen, sondern verpasst schnöden Pommes einen Kick Richtung Asien. Und sie hat sich als Krönung für die Herd(s)Kasper-Variante des „Big Kahuna“ herausgestellt. Kurze Erklärung: „Big Kahuna“ ist eine fiktive Burger-Kette, die in mehreren Filmen von Quentin Tarantino vorkommt. Daraus entstanden wiederum zahlreiche Varianten des „Big Kahuna“-Burgers. Ein bestätigtes Rezept scheint es nicht zu geben, aber allen Varianten ist eins gemeinsam: es kommt eine Scheibe Ananas drauf. Biddeschön, da wäre er: mein „Little Big Kahuna“ – sozusagen als Appetizer.

Was neben dem Ananas-Mango-Ketchup noch alles drauf und drin ist, verrate ich beim nächsten Posting im Zusammenhang mit dem Rezept für die herrlich-gelben Burger Buns. Bis dahin könnt ihr ja schonmal das Ketchup dafür herstellen … 😉

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Ananas-Mango-Ketchup
Ihr benötigt 1-2 heiß ausgekochte, verschließbare Flaschen für ca. 600 ml Ketchup.
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Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
ml
Zutaten
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Anleitungen
  1. Ananashälfte nochmal halbieren, den Strunk entfernen und das Fruchtfleisch von der Schale schneiden. Fruchtfleisch grob würfeln.
    Fruchtfleisch aus der halben Mango löffeln, grob würfeln.
    Apfel (optional) schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, grob würfeln.
  2. Peperoni waschen, Stielansatz entfernen. Peperoni längs halbieren, die Kerne und weißes Fruchtfleisch entfernen. Peperoni grob würfeln.
    Knoblauch und Ingwer schälen, grob hacken.
    Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen.
  3. Achtung: wer gerne Stückchen in seinem Ketchup hat, sollte ein wenig Ananas und Mango beiseite stellen und ggf. nochmal etwas feiner würfeln.
    Ananas-, Mango-, Apfelwürfel sowie Peperoni, Knoblauch, Ingwer und Koriander in einen Mixer geben und gründlich pürieren.
  4. Das Püree in einen etwas höheren Topf geben. Beide Essigsorten und den Zucker hinzu geben und alles unter Rühren aufkochen. Vorsicht, die Flüssigkeit kocht schnell über, also im Auge behalten!
  5. Hitze leicht reduzieren, 3-4 EL der Masse abnehmen und die Speisestärke in einem Schälchen damit anrühren.
    Speisestärke in den Ketchup rühren, die Gewürze hinzu geben.
    Alles zusammen fünf Minuten unter Rühren köcheln lassen.
    Wer Ananas-/Mango-Stückchen beiseite gestellt hat, gibt sie jetzt dazu.
  6. Ketchup ggf. nochmal etwas abschmecken. Nicht erschrecken: der Essig kommt anfangs sehr stark raus, verflüchtigt sich aber nach dem Abkühlen.
    Das Ketchup noch heiß in die vorbereiteten Flaschen füllen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

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