Herd(s)Attacke

Veganer Schokoladenkuchen
mit „Innenleben“

Beim letzten Besuch bei mir hatte der Gemüse-Enkel (aka „Gemüsebaby“) den angebotenen Käsekuchen mit dem unmissverständlichen Hinweis verweigert, er würde doch viel lieber Schokoladenkuchen essen. Unterton: „Wieso weisst du das denn nicht?“. Das hab‘ ich mir natürlich gemerkt – und beim nächsten Besuch am kommenden Ostersonntag kann ich den Enkelwunsch erfüllen.

Ich hoffe, dass meine Version eines veganen Schokoladenkuchens bei ihm ankommt. Der hat’s nämlich in sich, und zwar in Form eines Osterhasen aus Biskuitteig. Auch wenn der Enkel nichts „mit Tieren drin“ isst – in dem Fall kann man glaube ich auch als Veganer eine Ausnahme machen.

Das Innenleben besteht wie gesagt aus Biskuitteig, der – als Platte gebacken – mit einem Ausstecher in die gewünschte Form gebracht wird (natürlich gehen hier nicht nur Hasen). Zweiter und wichtigster Teil: der Schokoladenteig, der seinem Namen alle Ehre machen soll. Deshalb habe ich den Kakao bei Version Zwei (siehe unten) weg gelassen und statt dessen auf geschmolzene, dunkle Schokolade gesetzt. Das macht den Kuchen nicht nur schokoladig, sondern auch saftig. Allerdings muss der Teig nach der Zugabe der geschmolzenen Schokolade zügig verarbeitet werden, da er sonst ein wenig zäh wird.

Eine dünne Schicht des Teiges kommt in eine Kastenform, darauf werden – hintereinander – die Biskuithasen gesetzt, schön in einer Reihe. Der restliche Schokoteig wird vorsichtig über die Mümmelmänner gegossen und dann kann das Ganze auch schon ab in den Backofen.

Drei Mal hab‘ ich den Kuchen insgesamt gebacken – beim ersten Mal war ich so garnicht zufrieden mit dem Ergebnis. Der Biskuitteig war etwas zäh und das Drumherum (bei dieser Version noch mit Kakao) so ganz und garnicht schokoladig. Beim zweiten Versuch bin ich auf die bereits erwähnte geschmolzene Schokolade umgeschwenkt und habe noch dazu meine „Geheimwaffe“ für luftige, vegane Kuchen eingesetzt: Aqua Faba. Damit lief es dann schon wesentlich besser, auch geschmacklich war die Variante – die ihr übrigens auf den Fotos sehen könnt – schon ziemlich nahe an dem, was ich mir vorgestellt habe.

Beim dritten Schokoladenkuchen habe ich lediglich das Mischungsverhältnis der einen oder anderen Zutat sowie die Backzeit bzw. -temperatur nochmals ein wenig verändert. Diese finale Version findet ihr weiter unten im Rezept. Fotografieren konnte ich das Ergebnis aus verständlichen Gründen nicht, denn schließlich soll der Gemüse-Enkel am Sonntag keinen angeknabberten Kuchen bekommen. Und ich bin schon ziemlich gespannt, was er dazu sagen wird. Aber *pssssst“ – nichts verraten; es soll ja eine Überraschung sein!

In diesem Sinne wünsche ich euch leckere und hoffentlich sonnige Osterfeiertage!

Euer Herd(s)Kasper

 

Veganer Schokoladenkuchen mit "Innenleben" aus Biskuitteig
Stimmen: 0
Bewertung: 0
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Rezept drucken
Tipp: Den Kuchen am besten einen Tag vor dem Verzehr zubereiten; dann wird er noch aromatischer.
Das Rezept bezieht sich auf eine Kastenform von ca. 30x12 cm.
Vorbereitung
30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
80 Minuten (insgesamt) 80 Minuten
Vorbereitung
30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
80 Minuten (insgesamt) 80 Minuten
Veganer Schokoladenkuchen mit "Innenleben" aus Biskuitteig
Stimmen: 0
Bewertung: 0
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Rezept drucken
Tipp: Den Kuchen am besten einen Tag vor dem Verzehr zubereiten; dann wird er noch aromatischer.
Das Rezept bezieht sich auf eine Kastenform von ca. 30x12 cm.
Vorbereitung
30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
80 Minuten (insgesamt) 80 Minuten
Vorbereitung
30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
80 Minuten (insgesamt) 80 Minuten
Zutaten
Der Biskuitteig
Der Schokoladenteig
Sonstiges
Portionen:
Einheiten:
Anleitungen
Vorbereitung
  1. Die Kichererbsen abgießen und die Flüssigkeit auffangen. Kichererbsen anderweitig verwenden.
    Die Abtropfflüssigkeit (ca. 100-110 ml) und den Puderzucker mit dem Schneebesen der Küchenmaschine ca. 5 Minuten zu Eischnee schlagen. Beiseite stellen.
Der Biskuitteig
  1. Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
    Kokosöl in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur schmelzen, etwas abkühlen lassen.
  2. Mehl, Backpulver und gemahlene Vanille in einer Rührschüssel mischen.
    Haselnuss-Drink, das geschmolzene Kokosöl und Ahornsirup nacheinander unterrühren.
    Etwa ein Drittel des falschen Eischnees auf den Teig geben und vorsichtig unterheben.
  3. Den Teig auf das vorbereitete Backblech geben und glatt streichen. Er sollte ca. 1/2 cm dick sein.
    Backblech mittig in den Backofen schieben und den Biskuitteig 20-25 Minuten (je nach Backofen) backen. Er sollte nicht zu trocken sein, da er ja später nochmal in den Backofen kommt.
  4. Die fertige Biskuitplatte auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen (ca. 15-20 Minuten, das macht das Ausstechen einfacher).
    Aus der Platte die gewünschte Form (z.B. Hasen) ausstechen oder schneiden. Mit etwas Frischhaltefolie abdecken und beiseite stellen.
Der Schokoladenteig
  1. Wichtig: Den Schokoladenteig erst kurz vor dem Backen herstellen, da er ansonsten etwas zäh wird, wenn die flüssige Schokolade wieder abkühlt!
    Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Eine Kastenform (ca. 30x12 cm) einfetten - es sei denn, ihr verwendet eine Silikonform).
  2. 100 g Schokolade fein hacken und im Wasserbad schmelzen.
    In der Zwischenzeit Mehl, Backpulver, Rohrohrzucker und gemahlene Vanille in einer Rührschüssel mischen.
    Haselnuss-Drink und Essig (keine Sorge, schmeckt man nicht heraus!) unterrühren.
    Die geschmolzene Schokolade unterrühren.
    Den restlichen falschen Eischnee auf den Teig geben und unterheben.
  3. Eine dünne Schicht Schokoladenteig auf den Boden der Kastenform geben und glatt streichen.
    Die ausgestochenen Hasen (oder was auch immer ihr verwendet habt) hintereinander und mittig in die Kastenform setzen und leicht andrücken.
    Den restlichen Schokoladenteig darüber gießen.
    Die Kastenform vorsichtig ein wenig schütteln, so dass sich der Teig gut verteilt.
  4. Kuchen mittig in den Backofen schieben und 50-55 Minuten (kann je nach Herd etwas variieren) backen.
    Holzstäbchenprobe am besten am Rand machen!
    Den fertig gebackenen Kuchen in der Form abkühlen lassen (dauert ca. eine Stunde).
    Mit Kuvertüre und Schokoraspeln verzieren.

2 Comments

  • Reply
    Die Küchenwiesel
    31. März 2018 at 11:53

    Interessant finde ich dabei ja den Apfelessig im Rezept. Auf die Idee wäre ich nie gekommen – aber warum auch nicht!? 🙂

    lg Anna

    • Reply
      Petra
      31. März 2018 at 14:12

      Hallo Anna!
      Das mit dem (Apfel)Essig war mir auch neu – ich hab‘ erst kürzlich etwas darüber gelesen. Essig wurde wohl früher öfter als zusätzliches Triebmittel verwendet, um Kuchen luftiger zu machen. Ich könnte es jetzt zwar nicht in Zahlen ausdrücken, habe aber wirklich das Gefühl, dass Kuchen damit etwas lockerer werden. Und man schmeckt tatsächlich garnichts davon.
      Frohe Ostern!
      Petra

    Leave a Reply

    %d Bloggern gefällt das: