Herd(s)Attacke

Tolle Knolle(n): Rote Bete, gefüllt mit
getrüffeltem Kartoffelstampf

Ein frohes neues Jahr 2017 wünsche ich allerseits! Ich hoffe, ihr seid alle gut gestartet? Ich hatte einen ganz gemütlichen Abend zuhause und hab‘ mich mit einem speziellen Silvestermenü verwöhnt … zu dem komme ich ausführlich im Laufe des Monats. Zuerst einmal muss ich, sozusagen im Zuge der Vergangenheitsbewältigung, das längst angekündigte Weihnachtsmenü nachschieben. Wie an anderer Stelle schon erwähnt wollte ich es vor Weihnachten nicht preisgeben, da es eine Überraschung für die Gäste sein sollte. Denen hat’s super geschmeckt – mir beim Probekochen übrigens auch – und deshalb kann ich es jetzt mit gutem Gewissen präsentieren.

Auf den (Weihnachts-)Teller kam Rote Bete. Ist zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache. Ich persönlich mag sie furchtbar gerne – ich liebe diesen leicht erdigen, aber doch frischen Geschmack. Bevorzugt gare ich sie mit der Schale im Ofen und verarbeite sie dann; selbstverständlich ganz vorsichtig und mit Handschuhen, denn die Dinger – bzw. ihr Saft – färben ab wie der Teufel. Tja – und in Kombination mit Kartoffeln finde ich die Knollen sowieso den absoluten Hammer! Passt wie Deckel auf Eimer, sozusagen …

Als Beilage und auch als Füllung habe ich einen getrüffelten Kartoffelstampf serviert. Zum einen kam er in die zuvor ausgehöhlte Bete und wurde darin noch ein wenig überbacken; zum anderen habe ich den Rest, der nicht hinein gepasst hat, noch dazu gereicht. Und der Stampf war sowas von lecker und cremig – ich bin jetzt noch ganz begeistert. Mein Enkel, das Gemüsebaby übrigens auch und es kam einem Ritterschlag gleich, dass er erstmals Kartoffelbrei gegessen hat. Bisher war er ihm immer suspekt – aber diese Version war offenbar zu verlockend.

Die Kugeln, die beim Aushöhlen der Roten Bete entstanden sind, habe ich natürlich ebenfalls verwendet – wäre zu schade gewesen, sie nicht zu verarbeiten. Anstelle der im Rezept vorgeschlagenen Soße habe ich allerdings eine Art Chutney daraus gemacht. Die Inspiration zum diesem veganen Gericht habe ich der Ausgabe 7 der Zeitschrift „veggie!“ entnommen. Auch den Nachtisch habe ich darin gefunden. Beide Gerichte habe ich allerdings für meine Bedürfnisse ein wenig abgewandelt und „zurecht gebogen“. Das Rezept für die Nachspeise folgt übrigens noch in dieser Woche.

Jetzt aber erst einmal zur Roten Bete. Wie gesagt ist das Gericht vegan; selbstverständlich könnt ihr die entsprechenden Produkte auch ersetzen. Die Alternativen hab‘ ich in der Zutatenliste gleich mit aufgeschrieben, im Rezept selbst aber – der Einfachheit halber – nur die veganen Produkte erwähnt.

Gefüllte Rote Bete und getrüffelter Kartoffelstampf
Stimmen: 0
Bewertung: 0
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Rezept drucken
Empfohlene Küchengeräte: einen Melonenausstecher zum Aushöhlen der Roten Bete sowie Kartoffelstampfer und Pürierstab.
Portionen Vorbereitung
2 Personen 25 Minuten
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 75 Minuten
Portionen Vorbereitung
2 Personen 25 Minuten
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 75 Minuten
Gefüllte Rote Bete und getrüffelter Kartoffelstampf
Stimmen: 0
Bewertung: 0
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Rezept drucken
Empfohlene Küchengeräte: einen Melonenausstecher zum Aushöhlen der Roten Bete sowie Kartoffelstampfer und Pürierstab.
Portionen Vorbereitung
2 Personen 25 Minuten
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 75 Minuten
Portionen Vorbereitung
2 Personen 25 Minuten
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 75 Minuten
Zutaten
Portionen: Personen
Einheiten:
Anleitungen
  1. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
    Die Rote Bete waschen, abbürsten und trocknen. Die Knollen mit je einem TL Meersalz bestreuen und einzeln mit je einem Zweig Rosmarin in etwas Alufolie packen. Die Folie sollte ganz geschlossen sein!
    Päckchen auf den Rost des Backofens geben und für 75 Minuten auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Ofens garen.
  2. Etwa 35-40 Minuten, bevor die Rote Bete fertig ist, die Kartoffeln schälen, würfeln und in leicht gesalzenem Wasser garen (je nach Größe der Würfel ca. 15-20 Minuten, Gabeltest!).
    Fertig gegarte Kartoffeln abgießen und ein paar Minuten ausdampfen lassen.
  3. Die Kartoffeln zurück in den Topf geben, die Soja-Kochcreme, das Trüffelöl und 3 EL Margarine dazu geben. Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern - aber nicht zu klein, sonst habt ihr Kartoffelbrei! Es sollten ruhig noch Stückchen darin sein.
    Mit Muskatnuss und ggf. ein wenig Salz abschmecken.
    Wem das ganze zu "untrüffelig" schmeckt, der kann noch etwas Trüffelöl hinzu geben. Aber Vorsicht - es wird sehr schnell zu dominant!
  4. Die fertig gegarte Rote Bete aus dem Ofen nehmen, auspacken, etwas abkühlen lassen. Einen Rosmarinzweig aufheben.
    Backofentemperatur auf 150°C reduzieren.
  5. Die Nadeln des Rosmarinzweig abzupfen und fein hacken.
    Frühlingszwiebeln putzen und in feine Röllchen schneiden.
    Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken.
  6. Die Haut der abgekühlten Roten Bete abziehen.
    Mit einem Melonenausstecher die Bete vorsichtig aushöhlen (die äußere Hülle sollte unbeschädigt bleiben), das Innere aufheben und beiseite stellen.
    Jede Knolle mit etwas Kartoffelstampf füllen. Die gefüllten Beten in eine leicht gefettete Auflaufform oder auf einen ofenfesten Teller setzen und in den Backofen geben, bis der Stampf leicht gebräunt ist (ca. 15 Minuten).
  7. Den übrigen Kartoffelstampf ebenfalls in eine leicht gefettete Auflaufform geben. Frühlingszwiebel darüber streuen. Mit einem Deckel oder etwas Alufolie abdecken und zum Warmhalten in den Ofen stellen.
  8. Einen EL Margarine in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch kurz darin andünsten.
    Das Innere der Bete etwas zerkleinern und zu den Zwiebeln geben; beides 3-4 Minuten dünsten.
    Mit dem Rotwein ablöschen, kurz aufkochen lassen. Den Rosmarin dazu geben.
    Das Chutney in ein hohes Gefäß geben (Spritzgefahr!) und mit dem Pürierstab nicht zu fein pürieren - es sollten noch Stückchen vorhanden sein.
    Chutney ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken; zur Roten Bete und dem Kartoffelstampf servieren.

Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar