Süßkartoffel-Falafel
mit pikanter Tomaten-Curry-Kokos-Soße

Meine größte Panik beim Bloggen? Das ich in einem Rezept einmal etwas vergessen oder falsch beschreiben könnte. Man stelle sich vor, der geneigte Leser steht in der Küche, rührt fröhlich vor sich hin, freut sich schon auf das Essen – aber ich habe in der Einkaufsliste eine Zutat vergessen. Oder eine falsche angegeben. Oder in der Rezeptbeschreibung etwas verwechselt. Oder einen Schritt bei der Zubereitung ausgelassen. *Kleine Panikattacke*. Allein die Vorstellung treibt mir schon den Angstschweiß auf die Stirn. Deshalb dauert es manchmal mehrere Tage, bis ich so einen Blogbeitrag auf die Öffentlichkeit loslasse. Ihr könnt euch garnicht vorstellen, wie oft ich mir die Texte und Rezepte durchlese, um sicher zu gehen, dass alles stimmt und da ist, wo es hingehört. Ganz zu schweigen von den Vorbereitungen, denn ich teste jedes Rezept mindestens zwei Mal, ehe es auf dem Blog landet.

Letzteres freut natürlich meine „Mitesser“, denn diese kommen so regelmäßig in den Genuss der überzähligen Kleinst- und Großmengen an Speisen, die ich alleine nicht verputzen kann. So auch im Fall der Süßkartoffel-Falafel, die mittlerweile drei Mal auf dem Speiseplan standen – unter anderem als Hauptspeise für mein veganes Ostermenü. Dabei war ich von den leckeren runden Dingern eigentlich schon beim ersten Mal restlos überzeugt, vor allem weil sie nicht fritiert, sondern im Backofen gemacht werden – für mich locker neun von zehn möglichen Herd(s)Kasper-Mützen wert.

Gefunden hab‘ ich sie beim „Gourmet-Guerilla“, einem Blog, den ich gerne und oft besuche und der mit verantwortlich dafür ist, dass meine „To Try“-Liste kein Ende nehmen will (gerade eben hab‘ ich schon wieder was entdeckt *notier*). Deshalb an dieser Stelle ein ganz herd(s)liches Dankeschön an Mel – für all‘ die leckeren Rezepte und heute ganz speziell für meine persönlichen Lieblings-Falafel. Zum Original-Rezept auf ihrer Seite geht’s übrigens hier entlang – dort werden die Falafal von Avocado-Humus und Granatapfelkernen begleitet – auch eine leckere Kombi.

Ich hab‘ mich nach mehreren Testläufen allerdings für eine pikante Soße aus Tomaten, Curry und Kokosmilch entschieden – die für meine Verhältnisse schon relativ scharf ausgefallen ist. Ich seh‘ jetzt Schwager/Schwester die Augenbrauen hochziehen, denn deren Definition von „scharf“ geht noch um ein paar Scoville-Grade höher als meine, die doch eher im unteren Bereich angesiedelt ist. Wenn ihr also zu der Fraktion gehört, die ein bisschen mehr Pepp mag, gebt zu den pürierten Tomaten noch ein bis zwei Chilis dazu.

Um die Fotos von den Falafel zu machen, hab‘ ich übrigens keine Kosten und Mühen gescheut und bin extra in die Toskana. Tja, da guckt ihr, was? OK – die bzw. das „Toscana“ liegt in dem Fall bei mir um die Ecke, ist ein Bistro und einer meiner liebsten Orte, um den Freitagabend und somit das Wochenende einzuläuten. Wenn’s ein paar Gläser Wein mehr werden, hab‘ ich’s dann nicht so weit *hicks*. Deshalb Danke an Inhaber Philipp, dass ich einen seiner Esstische in Beschlag nehmen durfte.

Jetzt aber zum Rezept, das ich – ganz nach Herd(s)Kasper-Art – ein ganz klein wenig abgewandelt habe. Die geschälten und geschnittenen Süßkartoffeln wässere ich noch eine Stunde und trockne sie sehr gut ab, bevor sie ein Bad in einem Esslöffel Öl und etwas Ras el-Hanout nehmen. Ich finde, das macht die Falafel am Ende aromatischer – aber das ist reine Geschmacksache. Beim Sesam bin ich ein wenig großzügiger und rolle die Teigbällchen komplett darin. Wem das zuviel ist, der kann sie auch nur von oben und unten ein wenig in Sesam drücken.

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Süßkartoffel-Falafel
mit pikanter Tomaten-Curry-Soße
Optional: die geschälten und geschnittenen Süßkartoffeln eine Stunde wässern. Die Zubereitungszeit verlängert sich dann entsprechend. Ihr braucht außerdem: einen Food-Prozessor; alternativ einen Kartoffelstampfer oder einen Fleischwolf.
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Portionen
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Zutaten
Für die Falafel
Die Tomaten-Kokos-Soße
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Für die Falafel
Die Tomaten-Kokos-Soße
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Anleitungen
Die Süßkartoffel-Falafel
  1. Vorbereitung: 15 Minuten
    Garzeit: 1 Stunde
    Wartezeit: 10 Minuten (+ 1 Stunde, wenn die Kartoffeln gewässert werden)
  2. Süßkartoffeln schälen, in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
    Optional: die Süßkartoffelscheiben eine Stunde wässern. Die Kartoffeln abgießen und danach sehr gut abtrocknen, ehe es mit dem nächsten Schritt weitergeht.
    Backofen auf 170°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  3. Neutrales Öl und Ras el-Hanout in einer ausreichend großen Schüssel vermischen.
    Die trockenen Kartoffelscheiben dazu geben und alles sehr gut vermischen, so dass die Kartoffeln gleichmäßig mit Öl und Gewürz bedeckt sind.
  4. Die Kartoffeln auf das vorbereitete Backblech verteilen; darauf achten, dass sie möglichst nicht übereinander liegen.
    Backblech auf die mittlere Schiene des Ofens geben und die Kartoffeln ca. 30 Minuten garen.
  5. Die Kartoffeln aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen.
    Den Ofen könnt ihr gleich anlassen!
    In der Zwischenzeit die Kichererbsen abgießen. Die frischen Kräuter unter fließendem Wasser kurz abwaschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen.
    Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett etwas anrösten; beiseite stellen.
  6. Kartoffeln und Kichererbsen zusammen mit dem Limettensaft, Kichererbsenmehl, Salz, Kurkuma, Kreuzkümmel und den Kräutern in den Food-Prozessor geben und zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten.
    Ggf. mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken.
    Den Falafel-Teig (am besten mit Einweghandschuhen, dann klebt's nicht so) zu Kugeln formen. Tipp: mit dem Eisportionierer bekommt man gleichmäßige Portionen hin.
  7. Die fertigen Kugeln dünn mit neutralem Öl bepinseln und danach im Sesam wälzen (entweder ganz oder nur teilweise).
    Ein neues Blatt Backpapier auf das Backblech geben. Die fertigen Kugeln darauf setzen und auf die mittlere Schiene des Backofens schieben.
    Die Falafel ca. 30 Minuten backen.
Die Tomaten-Kokos-Soße
  1. Vorbereitung: 10 Minuten
    Kochzeit: 10 Minuten
  2. Die Zwiebel schälen, halbieren und fein würfeln.
    Ingwer schälen und sehr fein hacken
  3. Das Öl in eine Pfanne geben und auf höchster Stufe erhitzen.
    Zwiebeln und Ingwer dazu geben und unter Rühren kurz anschwitzen.
    Ajvar und Tomatenmark dazu geben und unter Rühren etwas anrösten.
    Currypulver dazugeben und kurz untermischen.
    Etwa die Hälfte der Kokosmilch dazu geben, aufkochen lassen.
  4. Die Speisestärke gründlich mit der restlichen Kokosmilch verquirlen. Zusammen mit den passierten Tomaten in die Pfanne geben, alles ca. 5 Minuten köcheln lassen, gelegentlich rühren.
    Soße mit etwas Salz abschmecken.

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