Herd(s)Attacke

Rhabarber-Eis mit Rhabarber-Erdbeer-Kompott
und Buchweizen-Waffeln

So, jetzt wird’s aber höchste Zeit, mein veganes Ostermenü zu verbloggen. Angekündigt hab‘ ich es ja schon lange genug – und dieses Mal fangen wir mit dem Dessert an. Vorweg: es hat nicht nur den Gästen geschmeckt, die sich vegan ernähren. Auch der Rest der Familie war einigermaßen begeistert. Absolutes Highlight waren die Buchweizen-Waffeln. Diese hatte ich schon im Vorfeld mehrfach getestet und muss sagen: es sind die mit Abstand besten Waffeln, die ich jemals in meinem Leben gegessen habe. Und ich hab‘ einige Jahrzehnte Erfahrung im Waffeln verputzen! 🙂

Zu verdanken habe ich (nicht nur) diese Köstlichkeit Lynn vom Blog „Heavenlynn Healthy“, denn dort bin ich über das Originalrezept gestolpert. Und über so viele andere leckere Dinge, dass ich mir keine Sorgen darüber machen muss, was ich in nächster Zeit so alles ausprobieren werde. Liebe Lynn – ein herd(s)liches Dankeschön für das Rezept zu den weltbesten Waffeln überhaupt und die Erlaubnis, es hier wiedergeben zu dürfen!

Ein paar kleinere Herd(s)Kaspereien hab‘ ich mir natürlich wieder erlaubt. So entfallen bei mir die Blaubeeren, denn ich hab‘ zu den Waffeln selbst gemachtes Rhabarber-Eis serviert. Auch das wieder einmal eine Premiere in der Herd(s)Kasper-Küche, denn seit kurzem nenne ich eine Eismaschine mein eigen. Nein, nicht das Extragerät zu Herrn B. – das war ehrlich gesagt ein ziemlicher Missgriff. Nach zwei äußerst frustrierenden Eismachversuchen hab‘ ich es wieder zurückgeschickt und mir nach nicht ganz so langem Überlegen ein anständiges Gerät gegönnt. Und eben dieses hat dann ein grandioses Rhabarber-Eis produziert und wird in der hoffentlich bald kommenden heißen Phase des Jahres für schmackhafte Abkühlung sorgen.

Nachdem ich, wie bereits berichtet, mit der Herstellung von Mandelmus so meine Probleme habe (bzw. mein völlig unfähiger Food-Prozessor), hab‘ ich den Versuch bei den Waffeln gleich garnicht gestartet und direkt selbst gemachtes Mandelmehl verwendet. Das ist zwar etwas umständlicher, toppt den Geschmack von gekauften gemahlenen Mandeln aber um Welten. Ich kann’s nur jedem empfehlen, es einmal zu probieren – ihr werdet nie wieder das im Vergleich dazu völlig aromalose Pulver aus der Tüte wollen!

Komplettiert wurde das leckere Trio durch einen Rhabarber-Erdbeer-Kompott. Eigentlich hatte ich ja vor, daraus nochmal den leckeren Fruchtaufstrich zu machen, der mittlerweile restlos verputzt wurde. Großzügig wie ich bin, hab‘ ich die dafür vorgesehenen Erdbeeren und den Rest des Rhabarbers, den ich nicht für das Eis benötigt habe, dann aber doch zu Kompott verarbeitet. Vom Herstellungsprozess sowieso ähnlich und so hatte ich für das Dessert gleich noch eine passende Soße.

Nicht wundern: der Teig für die Waffeln ist nicht so flüssig, wie man es von Waffelteig vielleicht kennt. Er ist eher dick und etwas zäh – soll aber so sein. Also nicht aus Panik noch allzu viel Flüssigkeit dazu kippen! Ich empfehle übrigens, wie unten im Rezept angegeben, einen Haselnussdrink zu verwenden. Gemeinsam mit dem Buchweizen- und dem Mandelmehl gibt er den Waffeln den herrlich nussigen Geschmack.

Die Eismasse solltet ihr nach Möglichkeit schon am Tag vor dem Servieren zubereiten, denn sie sollte sehr gut abgekühlt sein, ehe ihr sie in die Eismaschine gebt. Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank werden empfohlen; noch besser ist es natürlich, wenn ihr sie über Nacht kühlen lasst.

Um die Sache etwas übersichtlicher zu gestalten, hab‘ ich alle drei Komponenten im Rezept getrennt aufgelistet. So könnt ihr sie entweder kombinieren oder separat herstellen. Aus diesem Grund sind in der Übersicht keine Zeiten angegeben; diese findet ihr jeweils zu Anfang der Abschnitte.

Rhabarber-Eis mit Rhabarber-Erdbeer-Kompott
und Buchweizen-Waffeln
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Zubereitungszeiten im jeweiligen Abschnitt. Ihr benötigt: ein Waffeleisen, einen Food-Prozessor (für das Mandelmehl), einen Pürierstab; eine Eismaschine ist von Vorteil, aber kein Muss.
Portionen
4-6 Personen
Portionen
4-6 Personen
Rhabarber-Eis mit Rhabarber-Erdbeer-Kompott
und Buchweizen-Waffeln
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Zubereitungszeiten im jeweiligen Abschnitt. Ihr benötigt: ein Waffeleisen, einen Food-Prozessor (für das Mandelmehl), einen Pürierstab; eine Eismaschine ist von Vorteil, aber kein Muss.
Portionen
4-6 Personen
Portionen
4-6 Personen
Zutaten
Für die Buchweizen-Waffeln
Für das Rhabarber-Eis
Für das Erdbeer-Rhabarber-Kompott
Portionen: Personen
Einheiten:
Anleitungen
Buchweizen-Waffeln
  1. Vorbereitung: 40 Minuten
    Wartezeit: 30 Minuten
    Backzeit: 4-5 Minuten (je nach Waffeleisen)
  2. Wenn ihr das Mandelmehl selbst macht: die ungeschälten Mandeln mit kochendem Wasser übergießen und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Wasser zwischendurch 1x austauschen.
    Die Mandeln abgießen und die Schalen entfernen.
    Mandeln gut abtrocknen und in den Food-Prozessor geben. Zu sehr feinem Mehl mahlen; beiseite stellen.
    Bei bereits geschälten Mandeln entfallen die ersten Schritte natürlich; diese müsst ihr nur noch mahlen.
  3. Die Chiasamen mit 6 EL Wasser anrühren und 10 Minuten quellen lassen.
    Die Haferflocken in den Food-Prozessor geben und fein mahlen.
    Das Kokosöl in einen kleinen Kochtopf geben und auf niedriger Stufe schmelzen lassen.
  4. Buchweizenmehl, Backpulver, Zimt, Salz, Mandel- und Haferflocken-Mehl in eine Rührschüssel geben und vermischen.
    Nach und nach den Haselnussdrink, die Chiasamen, das Kokosöl, den Ahornsirup und den Apfelessig dazu geben und alles mit dem Knethaken gründlich verkneten.
  5. Den Teig gut eine halbe Stunde ruhen und durchziehen lassen.
    In der Zwischenzeit das Waffeleisen auf höchste Stufe aufheizen.
    3-4 EL Waffelteig (je nach Größe des Waffeleisens) auf das Waffeleisen geben und die Waffeln 4-5 Minuten backen (Backzeit kommt auf das Waffeleisen an).
    Die Waffeln sind direkt nach dem Entnehmen noch etwas weich, werden aber nach kurzem Abkühlen knuspriger.
Das Rhabarber-Eis
  1. Vorbereitung: 20 Minuten
    Kochzeit: 30 Minuten
    Wartezeit: Mindestens 2 Stunden zum Abkühlen der Flüssigkeit (besser noch über Nacht; bitte Bedienungsanleitung eurer Eismaschine beachten).
    Zubereitung: Je nach Eismaschine ca. 40 Minuten; danach noch einmal eine Stunde zum Gefrieren.
  2. Den Rhabarber putzen, schälen und in Stücke schneiden.
    Zusammen mit dem Zitronensaft, dem Ahornsirup und der Sahne in einen ausreichend großen Kochtopf geben.
    Unter Rühren auf höchster Stufe kurz aufkochen; dann die Hitze reduzieren.
    20 Minuten lang köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist.
  3. Die Masse vom Herd nehmen, Speisestärke, gemahlene Vanille, Salz hinzugeben und alles und mit dem Pürierstab fein pürieren.
    Kokosmilch hinzu geben und alles noch einmal zwei bis drei Minuten unter Rühren aufkochen lassen.
    Die Eismasse in eine Schüssel geben, etwas herunterführen lassen. Danach mindestens zwei Stunden, noch besser über Nacht in den Kühlschrank geben.
  4. Das Eis entsprechend der Gebrauchsanweisung eurer Eismaschine zubereiten (bei meiner dauert es ca. 40 Minuten; danach muss die Masse noch einmal eine Stunde zum fest werden in die Tiefkühltruhe).
Der Rhabarber-Erdbeer-Kompott
  1. Vorbereitung: 15 Minuten
    Kochzeit: 25 Minuten
  2. Rhabarber putzen, schälen und in Stücke schneiden.
    Erdbeeren kurz unter fließendem Wasser abspülen, abtropfen lassen, putzen und ebenfalls stückeln.
  3. Rhabarber und die Hälfte der Erdbeerstückchen mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einen kleinen Kochtopf geben.
    Auf höchster Stufe erhitzen, kurz aufkochen lassen.
    Hitze reduzieren und die Masse 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Topf vom Herd nehmen, Speisestärke und gemahlene Vanille hinzu geben und die Masse mit dem Pürierstab fein pürieren.
    Kokosmilch dazu geben, unterrühren. Topf wieder auf den Herd stellen und die Masse ca. 2-3 Minuten unter Rühren aufkochen lassen.
  5. Topf vom Herd nehmen, Kompott in eine Schüssel geben.
    Die restlichen Erdbeerstückchen dazu geben, unterrühren und den Kompott abkühlen lassen.

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