Pimp den Klassiker: Donauwellen 2.0

In einem Land vor unserer Zeit, lange bevor die erste Modetorten-Welle über uns hereinbrach; als sich die ganze Familie sonntags nachmittags bei Oma und Opa zum Kaffeetrinken einfand und es Kuchen vom Bäcker nur an den höchsten Feiertagen (Geburtstag von Oma und Weihnachten, in absteigender Priorität) gab und ansonsten „Riwwelkuche“ (also Streuselkuchen) und Obstböden das Kaffeetischbild beherrschten … also jedenfalls vor einer ganzen Weile, da gab es drei Sorten von Kuchen, an die ich mich besonders gut und gerne erinnere.

Der erste ist Schwarzwälder Kirschtorte, für mich bis heute das absolute Nonplusultra aller Kuchen. Wahrscheinlich so eine Art Kindheitstrauma, denn den gab es (siehe oben) nur äußerst selten, weil vom Bäcker und teuer. Inzwischen weiß ich, dass man den auch selbst machen kann (ist garnicht mal so viel Aufwand). Aber damals ist wohl niemand auf die Idee gekommen.

Der zweite ist die berühmt-berüchtigte Buttercremetorte (hell und/oder dunkel), meistens an Ostern, mit Schokohasen verziert und unter höllischem Aufwand in der heimischen Küche entstanden. Schon wenn man an den Kuchen denkt, hat man ein Kilo zugenommen. Und wenn man nicht aufpasste, ist die Butter geronnen … Drama, Baby, Drama!

Und zuletzt ist da noch die Donauwelle – ein echter Klassiker, den ich mir am Wochenende aus sentimentalen Gründen zur Brust genommen habe. Normalerweise gibt es sie ja als Blechkuchen; aber für dieses Mal hab‘ ich ihr eine andere Form gegeben, nämlich die eines Cupcakes. Das macht sie sowohl optisch als auch akustisch irgendwie schnuckelig und dann fallen die Kalorien nicht mehr ganz so auf … oder seh‘ ich das falsch? 😉

Donauwellen-Muffin_06Das Rezept beinhaltet übrigens noch ein zweites, nämlich eines für Vanillepudding. Klar, man könnte auch Tütenpulver nehmen und daraus einen Pudding kochen. Mach‘ ich aber nicht, denn der selbst gemachte schmeckt zum einen viel, viel besser, zweitens weiß ich dann, was drin ist, und drittens ist es kein bisschen mehr Aufwand, den Pudding selbst anzurühren. Da er abkühlen sollte, ehe man die Creme daraus herstellt, würde ich empfehlen, ihn vor den Cupcakes zuzubereiten.

Donauwellen-Muffin_05

Ganz unfallfrei ist die Aktion dann allerdings doch nicht verlaufen. Das Backen an sich war kein Problem; nur beim anschließenden Foto-Shooting hat sich der Donau-Cupcake dann etwas divenhaft benommen und ist kurzerhand über das Ufer getreten, sprich: über den Tellerrand gehopst. Sah danach nicht mehr ganz so appetitlich aus und es dauerte vor allem, bis ich die „Überschwemmung“ wieder aus dem Set gekratzt hatte. Irgendwie hatte ich dann die Lust verloren, noch einmal von vorne anzufangen, weshalb es vom kompletten Muffin nur ein improvisiertes Handy-Foto gibt. Aber vielleicht reicht das ja schon aus, um euch mächtig Appetit auf die Donauwelle 2.0 zu machen!

Rezept drucken
Donauwellen-Cupcakes
Stimmen: 0
Bewertung: 0
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Küche Backen
Vorbereitung 45 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Wartezeit 120 Minuten
Portionen
Cupcakes
Zutaten
Für die Cupcakes
Für die Puddingcreme
Für die Glasur
Küche Backen
Vorbereitung 45 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Wartezeit 120 Minuten
Portionen
Cupcakes
Zutaten
Für die Cupcakes
Für die Puddingcreme
Für die Glasur
Stimmen: 0
Bewertung: 0
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Anleitungen
Vanillepudding (für die Creme)
  1. Puderzucker und Speisestärke miteinander mischen. Zusammen mit dem Eigelb in eine Rührschüssel geben und so lange schlagen, bis die Masse fast weiß ist.
  2. Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen. Mark, Schote und Milch in einen kleinen Topf geben und aufkochen.
  3. Schote herausnehmen, die Eigelbmasse unter ständigem Rühren in die Milch geben. Noch einmal aufkochen, beiseite stellen und abkühlen lassen. Dabei ab und zu rühren, damit keine Haut entsteht.
Cupcakes
  1. Muffinblech einfetten, Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
  2. Weiche Butter, Zucker und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben; so lange schlagen, bis eine gleichmäßige Creme entstanden ist. Zwischendurch mit einem Teigschaber Rand und Boden der Schüssel abziehen - die Butter bleibt am Anfang gerne kleben und vermischt sich dann nicht richtig.
  3. Mehl und Backpulver vermischen. Milch und Eier kräftig miteinander verquirlen.
  4. Mehlmischung und Eiermilch im Wechsel nach und nach unter den Teig rühren. Den Teig in zwei Hälften teilen; bei einer Hälfte den Kakao gründlich unterrühren.
  5. Kirschen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.
  6. In die Mulden des Muffinblechs zuerst einen Esslöffel dunklen Teig und darauf einen Esslöffel hellen Teig geben. Auf den Teig je vier Kirschen setzen und diese leicht in den Teig hineindrücken.
  7. Die Cupcakes auf der mittleren Schiene des Backofens 20 Minuten backen, danach in der Form erst einmal 10 Minuten, danach auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
  8. In der Zwischenzeit die weiche Butter kräftig aufschlagen und den erkalteten Pudding nach und nach unterrühren. Die abgekühlten Cupcakes mit der Puddingcreme verzieren, je eine Kirsche als Abschluss obenauf setzen.
  9. Die Cupcakes für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Puddingcreme fest werden kann.
Glasur
  1. Für die Glasur die Schokolade fein hacken. Sahne und Schokolade in einen kleinen Topf geben und unter Rühren so lange erhitzen, bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat.
  2. Unter Rühren ganz kurz aufkochen, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  3. Die Glasur entweder mit einem Löffel über die Cupcakes geben oder, wenn man etwas mutiger ist, die Cupcakes umdrehen und in die Glasur tunken. Die Glasur etwa eine Stunde, am besten im Kühlschrank, fest werden lassen.
Rezept Hinweise

Und hier noch das Rezept zum Herunterladen: Donauwellen-Cupcakes

Leave a Reply

Your email address will not be published.