Herd(s)Attacke

Pimp den Klassiker:
Donauwellen 2.0

In einem Land vor unserer Zeit, lange bevor die erste Modetorten-Welle über uns hereinbrach; als sich die ganze Familie sonntags nachmittags bei Oma und Opa zum Kaffeetrinken einfand und es Kuchen vom Bäcker nur an den höchsten Feiertagen (Geburtstag von Oma und Weihnachten, in absteigender Priorität) gab und ansonsten „Riwwelkuche“ (also Streuselkuchen) und Obstböden das Kaffeetischbild beherrschten … also jedenfalls vor einer ganzen Weile, da gab es drei Sorten von Kuchen, an die ich mich besonders gut und gerne erinnere.

Der erste ist Schwarzwälder Kirschtorte, für mich bis heute das absolute Nonplusultra unter den Torten. Wahrscheinlich so eine Art Kindheitstrauma, denn den gab es (siehe oben) nur äußerst selten, weil vom Bäcker und teuer. Ein wahres Mysterium, sozusagen. Mittlerweile hab‘ ich gelernt, dass man den auch selbst machen kann. Aber damals ist wohl niemand bei uns auf die Idee gekommen.

Der zweite ist die berühmt-berüchtigte Buttercremetorte (hell und/oder dunkel), meistens an Ostern, mit Schokohasen verziert und unter höllischem Aufwand in der heimischen Küche entstanden. Schon wenn man an den Kuchen denkt, hat man ein Kilo zugenommen. Und so richtig Party war dann, wenn die Buttercreme beim Rühren geronnen ist …

Und zuletzt ist da noch die Donauwelle – ein echter Klassiker, den ich mir am Wochenende aus sentimentalen Gründen zur Brust genommen habe. Normalerweise gibt es sie ja als Blechkuchen; aber für dieses Mal hab‘ ich ihr eine andere Form gegeben, nämlich die eines Cupcakes. Das macht sie irgendwie schnuckelig und dann fallen die Kalorien nicht mehr ganz so auf … oder seh‘ ich das falsch? 😉

Das Rezept beinhaltet übrigens noch ein zweites, nämlich eines für Vanillepudding. Klar, man könnte auch Tütenpulver nehmen und daraus einen Pudding kochen. Aber der selbst gemachte schmeckt zum einen viel, viel besser; zweitens weiß ich dann, was drin ist, und drittens ist es kein bisschen Mehraufwand, den Pudding selbst anzurühren. Da der Pudding kalt unter die Creme gemischt werden muss, sollte man ihn rechtzeitig zubereiten, damit er ganz auskühlen kann.

Kleines Update

(September 2017). Der erste Versuch, die Donauwellen-Minis im Juni 2016 ins rechte Licht zu rücken, endete ja damit, dass das „Model“ mit einer gekonnten Rolle vorwärts ins Set geklatscht ist. Sah natürlich wenig fotogen aus, weshalb es nur wenige, nicht ganz so tolle Fotos davon gab. Deshalb habe ich jetzt, ein gutes Jahr später, die Gelegenheit genutzt, nicht nur die Donauwellen-Cupcakes, sondern auch die Fotos noch einmal neu zu machen. Auch hat das Rezept mittlerweile hat ein paar kleine Neuerungen erfahren und ist entsprechend aktualisiert worden.

Donauwellen-Cupcakes
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Ihr benötigt außerdem: ein Muffinblech mit 12 Mulden (alternativ 12 Silikonförmchen), sowie eine Spritztülle.
Portionen Vorbereitung
12 Cupcakes 45 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 120 Minuten
Portionen Vorbereitung
12 Cupcakes 45 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 120 Minuten
Donauwellen-Cupcakes
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Ihr benötigt außerdem: ein Muffinblech mit 12 Mulden (alternativ 12 Silikonförmchen), sowie eine Spritztülle.
Portionen Vorbereitung
12 Cupcakes 45 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 120 Minuten
Portionen Vorbereitung
12 Cupcakes 45 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 120 Minuten
Zutaten
Für die Cupcakes
Für den Vanillepudding
Für die Pudding-Créme
Für die Glasur
Portionen: Cupcakes
Einheiten:
Anleitungen
Vanillepudding
  1. Puderzucker und Speisestärke miteinander mischen. Zusammen mit den Eigelb in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer (oder der Küchenmaschine) so lange verquirlen, bis die Masse ganz hell geworden ist.
    Beiseite stellen.
  2. Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen. Mark, Schote, Milch und den Rohrohrzucker (alternativ geht auch normaler) in einen kleinen Topf geben und aufkochen.
  3. Die Schote herausnehmen, die zuvor aufgeschlagene Eigelbmasse unter ständigem Rühren langsam in die Milch geben.
    Alles noch einmal kurz aufkochen lassen, dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt.
    Den Pudding beiseite stellen und vollständig abkühlen lassen.
    Damit keine Haut entsteht, könnt ihr ihn z.B. mit Frischhaltefolie abdecken (so dass die Folie direkt auf dem Pudding liegt) oder ihn ganz dünn mit feinem Zucker bestreuen.
    Vor der Verarbeitung zur Creme den Pudding noch einmal kräftig durchrühren.
Cupcakes
  1. Ein Muffinblech einfetten, Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
    Die Schattenmorellen in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen.
  2. Weiche Butter, Zucker und Vanillepulver in eine Rührschüssel geben; so lange auf mittlerer Stufe rühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
    Zwischendurch mit einem Teigschaber Rand und Boden der Schüssel abziehen - die Butter bleibt am Anfang gerne kleben und vermischt sich dann nicht richtig.
  3. Mehl und Backpulver vermischen.
    4 EL Milch und die Eier miteinander verquirlen.
    Mehlmischung und Eiermilch im Wechsel nach und nach unter den Teig rühren.
  4. Den Teig in zwei einigermaßen gleich große Portionen teilen.
    Einen Teil mit dem Kakaopulver und 3 EL Milch verrühren.
  5. In die Mulden des Muffinblechs zuerst einen Esslöffel dunklen Teig und darauf vorsichtig einen Esslöffel hellen Teig geben (oder umgekehrt, das ist egal).
    Je vier Kirschen darauf setzen und diese leicht in den Teig hineindrücken.
  6. Die Cupcakes auf der mittleren Schiene des Backofens 20 Minuten backen, Backofen abschalten und die Cupcakes nochmal 5 Minuten darin lassen.
    Cupcakes aus dem Ofen nehmen. Auf einem Kuchengitter zuerst 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Die Cupcakes dann aus der Form nehmen und auf dem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
  7. In der Zwischenzeit die Puddingcreme fertigstellen. Dafür die weiche Butter mit Zucker und Vanilleextrakt kräftig aufschlagen und den kalten Pudding nach und nach unterrühren, bis ihr eine glatte Creme habt.
    Bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
  8. Die abgekühlten Cupcakes mit der kalten Puddingcreme verzieren und je eine Kirsche als Abschluss obenauf setzen.
    Die Cupcakes für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Puddingcreme fest werden kann.
  9. Zum Fertigstellen der Cupcakes die Couvertüre nach Packungsanweisung schmelzen und so weit wieder abkühlen lassen, dass sie gerade noch flüssig ist.
    Couvertüre mit einem Löffel über die Puddingcreme verteilen.
    Die Cupcakes im Kühlschrank nochmals mindestens eine Stunde fest werden lassen.

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