Herd(s)Attacke

Pastagenuss (fast) pur:
Cacio e Pepe

Nachdem das vergangene Wochenende die reinste Beeren-Orgie war, wird es heute wieder etwas schlichter – um nicht zu sagen: minimalistisch. Und es wird höchste Zeit für ein wenig Pasta – das letzte Nudelrezept hatte ich im November mit Garnelen und Gorgonzolasoße. Deshalb musste ich meine Nudelmaschine auch erst einmal ein wenig entstauben, ehe es losgehen konnte. Denn für dieses Rezept von „Cacio e Pepe“, also Käse und Pfeffer, sollte es natürlich selbst gemachte Pasta sein. Das Grundrezept dafür verwende ich noch immer fleißig – ich hab‘ noch kein besseres gefunden. Allerdings habe ich den Nudeln dieses Mal noch eine ordentliche Prise Kurkuma verpasst. Das gibt ihnen eine herrliche Farbe und man schmeckt es tatsächlich nicht heraus.

Was nun den „Cacio“ betrifft, so gibt es drei verschiedene Varianten. Die einen nehmen Parmesan, die anderen Pecorino und nicht zuletzt werden beide Käsesorten alternativ auch mal gemischt. Da das Originalrezept aus Rom stammt, wäre Pecorino Romano auch die stilsichere Wahl. Ehrlich gesagt habe ich den allerdings nicht bekommen und deshalb „ordinären“ Pecorino, immerhin aber aus Schafsmilch, verwendet. Der fein geriebene Käse wird mit ein wenig Nudelwasser zu einer cremigen Masse angerührt, in welcher die Nudeln dann „baden“ dürfen. Bei der Dosierung des Wassers muss man sich ein wenig herantasten, damit der Käse weder klumpt noch zu flüssig wird. Das Ergebnis sollte eine cremige Paste sein.

Beim „Pepe“, dem Pfeffer, habe ich auf etwas Spezielles zurückgegriffen, das ich seit einiger Zeit gerne verwende: Malabar-Pfeffer, auch als Tigerpfeffer bekannt. Der kommt tatsächlich von dort her, „wo der Pfeffer wächst“, nämlich der indischen Westküste, und hat einfach ein herrliches Aroma. Er ist etwas schärfer, sollte also vorsichtig dosiert und möglichst frisch gemahlen verwendet werden.

Insgesamt ist dieses Gericht also eher schlicht; gerade deshalb sollte man bei den wenigen Zutaten aber auf Qualität achten. Ich kann wirklich nur empfehlen, selbst gemachte oder zumindest frische Nudeln aus dem Kühlregal zu verwenden – denn „Cacio e Pepe“ steht und fällt mit dem Geschmack der Pasta. Und der ist eben nur bei frischer Ware wirklich intensiv; zumindest hab‘ ich noch keine Nudeln aus der Tüte gefunden, die dem nahe kommen. Auch wenn das Gericht oft mit Spaghetti gemacht wird, sind meine Favoriten – wie bei den meisten Nudelgerichten mit Soße – Tagliatelle. An diesen bleibt mehr Soße und somit einfach mehr Geschmack hängen.

Cacio e Pepe
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Anleitungen
  1. Einen ausreichend großen Kochtopf für die Nudeln aufsetzen, das Wasser zum Kochen bringen. Das Wasser sobald es kocht salzen.
    Die Nudeln nach Packungsanweisung "al dente" garen.
  2. In der Zwischenzeit den Käse sehr fein reiben, zusammen mit dem Pfeffer in eine große Schüssel geben (groß genug, um später die Nudeln darin zu mischen).
  3. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, 2-3 EL Nudelwasser zum Käse geben und zügig damit verrühren. Es sollte eine cremige Paste entstehen.
  4. Die Nudeln abgießen, etwas abtropfen lassen und zur Käsemasse geben. Zügig miteinander vermischen, so dass die Nudeln gleichmäßig mit der Käsepaste überzogen sind.
    Sofort servieren, ggf. noch etwas Pfeffer frisch über die Nudeln mahlen.

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