Herd(s)Attacke

Heute mal in rosa: Burger-Brötchen (vegan)

Burger_Buns_01OK, zugegeben – die Farbe der Burger-Brötchen war nicht ganz so geplant. Eigentlich hatte ich eher an ein dunklen Rotton gedacht. Irgendwie hab‘ ich mich dann aber mit der Roten Bete, die als Farbstoff diente, verschätzt und herausgekommen ist ein eher prinzessinnenmäßiges Rosa. Aber egal, geschmeckt haben sie trotzdem! Im Rezept habe ich die Rote-Bete-Menge schon korrigiert; ihr könnt also davon ausgehen, dass eure Brötchen etwas dunkler werden. Wer sie eher im Naturton mag, der lässt die Rote Bete natürlich einfach weg.

Anlass für die Brötchen, bzw. für die daraus resultierenden Burger war ein großes Familienfest, bei dem ich mich um den veganen Teil des Menüs gekümmert habe. Ich selbst ernähre mich ja „omnivor“, freue mich aber immer, wenn ich mit eher ungewohnten Zutaten Kochen und Backen kann. Klappt zwar nicht immer auf Anhieb, aber man lernt viel dazu, besonders was den Ersatz von Lebensmitteln betrifft. So wäre ich zum Beispiel nie auf die Idee gekommen, anstelle von Eiern beim Backen Kichererbsen zu nehmen. Klappt aber wunderbar und demnächst gibt es hier auch ein Rezept für den daraus entstandenen Nachtisch: Gefüllte Schoko-Himbeer-Donuts.

Jetzt aber erst einmal zurück zu den Burger-Brötchen. Diese sind verhältnismäßig einfach auf eine vegane Variante umzustellen: statt Milch Mandelmilch, anstelle von Butter vegane Margarine. Wie schon einmal erwähnt ist Margarine nicht automatisch vegan – viele Sorten enthalten trotzdem Milchbestandteile; darauf sollte man beim Einkauf unbedingt achten.

Seitan-BurgerDen restlichen Belag des Burgers bildeten Salat, frische Sprossen, Tomaten, eine fruchtige süß-sauere Soße (die es auch fertig zu kaufen gibt) sowie Seitanbraten. Diesen hatte ich über Nacht ein wenig mariniert, und zwar (für 4 dünne Scheiben) mit einem Esslöffel Sesamöl, 2 Esslöffeln heller und 2 Esslöffeln dunkler Sojasoße, vermischt mit einem Teelöffel meines neuen Lieblingsgewürzes „Ras el Hanout“. Darin findet sich alles, was das orientalische Gewürzregal so hergibt, von Anis und Kurkuma über Chili und Muskat bis hin zu Lavendelblüten und Kümmel.

Last but not least gab es als Beilage für die Burger noch Süßkartoffel-Pommes. Auch dafür gibt es hier demnächst das Rezept, an dem ich aber aktuell noch ein wenig feile. Denn aufgrund des Großküchen-Ambientes an besagtem „Feiertag“ waren die Pommes zum einen ein wenig zu lange im Backofen und zum anderen bin ich natürlich nicht dazu gekommen, noch ein paar schicke Fotos davon zu machen. Wird aber nachgeholt. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an das Gemüsebaby für das Foto des fertigen Burgers!

Da das Rezept recht zeitaufwändig ist (Rote Bete vorbereiten, Teig gehen lassen): Ihr könnt den Teig auch einen Tag vor dem Verzehr zubereiten und die fertigen Teigfladen (vor dem Bestreichen mit Milch und Bestreuen mit Sesam!) über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen 20-30 Minuten vor dem Backen herausnehmen, damit sie noch etwas gehen können, dann Einpinseln, Bestreuen und Backen wie im Rezept angegeben.

Na dann auf rosige Zeiten!

Euer Herd(s)Kasper

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