Herd(s)Attacke

Herd(s)Kaspers Plätzchenparade 2017:
Mozart-Taler

Und hier kommt auch schon der vierte und ursprünglich letzte Teil der diesjährigen Plätzchenparade beim Herd(s)Kasper. Daran, dass es nun noch ein fünftes Rezept geben wird, ist das Gemüsebaby schuld … aber davon mehr im nächsten Beitrag, den ich am Wochenende nachschieben werde. Gerade noch rechtzeitig vor dem dritten Advent – da ist der Plätzchenhunger noch groß genug. Und es bleibt ausreichend Zeit, sich Gedanken für das Weihnachtsmenü zu machen. Das ist bei uns auf mehrere Schultern verteilt: Am Heiligabend – noch in kleiner Runde – gibt es traditionell Jägerschnitzel, mit extra viel „Tante Ilse Spezial“-Soße und Brot dazu. Freu‘ ich mich jetzt schon drauf, denn die gibt es tatsächlich nur einmal im Jahr und sind somit das erste Weihnachts-Highlight.

Am ersten Feiertag ist die Familie dann komplett anwesend, d.h. es wird auch ein veganes Menü geben, für das ich wieder zuständig bin. Im groben hab‘ ich es schon zusammen, muss nur noch getestet werden – und natürlich verrate ich jetzt noch nicht, was es geben wird. Soll ja eine Überraschung sein. Nur so viel: Meine Testesserin und ich haben uns um die letzten Reste aus dem Topf fast geprügelt …

Am zweiten Feiertag ist dann Entspannen und Verdauen angesagt – entweder die Küche bleibt kalt oder es gibt Reste. Ein Tag so richtig schön zum Abhängen …

Aber zurück zum Anfang, denn es soll ja Plätzchen geben. Die Mozart-Taler waren in diesem Jahr mein persönliches Highlight. Fein-mürber Teig, eine ordentliche Portion Nougat und Marzipan – einfach köstlich, die Dinger! Normalerweise kommen in den Teig Haselnüsse und/oder Mandeln; ich bin in diesem Jahr vollständig auf Pistazien umgeschwenkt, weil ich irgendwie noch eine „Überdosis“ davon in der Schublade hatte, die weg musste. Das Ergebnis war grandios; der Teig bekommt einfach ein herrliches Aroma und ab sofort gibt’s die Taler bei mir nur noch so!

Die Herstellung ist ein wenig aufwändiger, denn die Plätzchen bestehen aus drei Komponenten: Teig, Nougat- und Marzipanfüllung; hinzu kommt die Deko. Insofern muss man ein wenig Zeit einplanen; aber der Aufwand lohnt sich, versprochen! Wenn der fluffige Teig im Mund zerbröselt und sich mit Nougat- und Marzipan vermischt – einfach himmlisch. Ich glaube, das hätte auch dem „Wolferl“ gefallen. Wenn man schon seinen Namen ungefragt für alles mögliche verwendet, soll’s wenigstens lecker sein.

Wobei ich in dem Fall die ganze Zeit Tom Hulce vor Augen hatte, der in Miloš Formans „Amadeus“ eine absolut irre Vorstellung liefert. Schade, dass er damals den Oscar nicht bekommen hat – aber zugegebenermaßen war F. Murray Abraham als Salieri ebenfalls grandios. Ich liiiiiiebe diesen Film, auch nach 33 Jahren noch. Ja, so lange ist das schon her … Kinners, wie die Zeit vergeht.

Mozart-Taler
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Portionen Vorbereitung
ca. 40 Stück 60 Minuten (mit Verzieren)
Kochzeit Wartezeit
6-8 Minuten 2 Stunden (Teigkühlung)
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ca. 40 Stück 60 Minuten (mit Verzieren)
Kochzeit Wartezeit
6-8 Minuten 2 Stunden (Teigkühlung)
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ca. 40 Stück 60 Minuten (mit Verzieren)
Kochzeit Wartezeit
6-8 Minuten 2 Stunden (Teigkühlung)
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Kochzeit Wartezeit
6-8 Minuten 2 Stunden (Teigkühlung)
Zutaten
Für den Teig
Für die Füllung
Zum Verzieren
Portionen: 40 Stück
Einheiten:
Anleitungen
  1. Die gesamten Pistazienkerne (auch die zum Verzieren) in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten und etwas abkühlen lassen.
    50 g Pistazienkerne für die Verzierung beiseite stellen. Den Rest im Mixer sehr fein zerkleinern.
  2. Die Butter in kleine Stücke schneiden; mit dem Pistazienkernmehl, Puderzucker und Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken der Küchenmaschine verrühren. Vanille-Extrakt und Ei hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Teig etwas flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und zwei Stunden in den Kühlschrank legen.
  4. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen.
    Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  5. Den durchgekühlten Teig halbieren; eine Hälfte wieder einpacken und zurück in den Kühlschrank legen.
    Die zweite Hälfte auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und dünn ausrollen (ca. 4 mm). Mit einem Plätzchenausstecher (alternativ der Rand eines dünnwandigen Glases) Kreise ausstechen, bis der Teig verbraucht ist.
    Plätzchen auf die vorbereiteten Backbleche legen.
    Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren.
  6. Die Plätzchen auf der mittleren Schiene des Backofens ca. 6-8 Minuten (kann je nach Herd etwas schwanken) backen, bis sie leicht gebräunt sind.
    Die fertigen Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  7. In der Zwischenzeit den Nougat im Wasserbad leicht erwärmen und glatt rühren. Achtung, der Nougat sollte nur weich und nicht flüssig sein!
    Nougat in einen Spritzbeutel geben, bereitlegen.
    Marzipan mit dem Puderzucker in eine Schüssel geben und mit den Händen durchkneten (Einweghandschuhe empfohlen), bis er weich ist. Orangensaft und Orangenlikör (alternativ mehr Orangensaft) hinzugeben und alles gut durchkneten.
    Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.
  8. Auf die Hälfte der Plätzchen einen Nougatkreis spritzen.
    Die Marzipanmasse in ca. haselnussgroße Kugeln rollen, diese leicht flach drücken und je eine pro Plätzchen in die Mitte der Nougatringe legen.
    Die übrigen Plätzchen auf die Füllung setzen und vorsichtig andrücken.
  9. Plätzchen mit Kuvertüre bestreichen - ich habe eine Gabel verwendet und so das Streifenmuster erzeugt.
    Die übrig behaltenen Pistazienkerne entweder im Ganzen auf die noch weiche Kuvertüre setzen oder alternativ klein hacken und die Plätzchen damit bestreuen.
    Kuvertüre fest werden lassen.
  10. Mozart-Taler kühl und trocken aufbewahren.

4 Kommentare

  • Antwort
    katy fox
    14. Dezember 2017 at 10:24

    die schauen so super lecker aus! u hören sich auch gut an !
    werde ich mir mal abspeichern
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    • Antwort
      Petra
      14. Dezember 2017 at 13:52

      Hallo Katy!

      Freut mich, dass die Talerchen so einladend aussehen. Meinen Testessern und mir haben sie super geschmeckt, ich kann sie nur empfehlen.

      Herd(s)liche Grüße,
      Petra

  • Antwort
    Claudia
    13. Dezember 2017 at 23:16

    Ich liebe Mozartkugeln. Deine Plätzchen scheine mir eine Version davon zu sein. Hab sie mir schon auf die Nachbackliste gespeichert 😉
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Antwort
      Petra
      14. Dezember 2017 at 13:50

      Hallo Claudia!

      Ja, Morzartkugeln kann ich auch nicht widerstehen – ganz gefährliche Sache. 😉
      Für das Nachbacken wünsche ich gutes Gelingen; würde mich über Feedback freuen, wie sie dir schmecken!

      Herd(s)liche Grüße,
      Petra

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