Herd(s)Attacke

Herd(s)erwärmendes zum Herbstbeginn:
Pikante Gulaschsuppe

Sozusagen aus „innerbetrieblichen“ Gründen gibt es heute ein Rezept, das schon eine ganze Weile in meinem Archiv schlummert. Eigentlich hatte ich es irgendwann Anfang des Jahres vorgesehen, aber immer wieder verschoben, bis es zu spät war. Der Sommer ist – zumindest für mich – nicht unbedingt die Jahreszeit, in welcher man Lust auf heiße, deftige Suppe hat, oder? Seit einigen Tagen ist es aber sowas von eindeutig Herbst und somit der richtige Zeitpunkt, sich Leib und Seele wärmen zu lassen. Und das geschieht hiermit in Form einer pikanten Gulaschsuppe.

Die Zubereitung ist denkbar einfach – die meiste Arbeit macht eigentlich das Schnippeln der Zutaten. Als da wären Suppengemüse, Kartoffeln, Zwiebel und Paprika, eine bodenständige Grundlage für den vollen Geschmack. Beim Fleisch nehme ich ausschließlich Rind, am liebsten aus der Schulter, Wade oder Hochrippe. Es darf ruhig durchwachsen sein; von sehr magerem Fleisch kann ich persönlich nur abraten, bei mir wird es nie so schön mürbe wie die eher marmorierten Stücke. Das Fleisch lasse ich mir meistens direkt beim Metzger schneiden – bei dem geht es schneller und erspart es mir ein wenig Arbeit. Die Würfel sollten ein wenig kleiner sein als beim Gulasch, so etwa 3×3 cm.

Ansonsten braucht die Suppe eigentlich nur viel Zeit zum Garen – wie ein echtes Gulasch auch. Zwei Stunden sollte man ihm gönnen, damit das Fleisch zart wird. Da ich die Einlage – also Paprika und Kartoffeln – gerne noch etwas knackig mag, kommen diese erst zum Schluss dazu. Solltet ihr die Suppe als Resteverwertung für Gulasch planen, könnt ihr euch das lange Garen natürlich sparen. In dem Fall würde ich die Suppe wie unten angegeben ansetzen, die Kartoffeln gesondert bissfest kochen und dann zusammen mit den Gulaschwürfeln (ggf. etwas kleingeschnitten) und der Paprika in der fertigen Brühe nochmal erhitzen.

Beim Würzen kommt es dann ganz auf euren persönlichen Geschmack an – ich bin da eher zurückhaltend. Das Rezept würde ich als „pikant“ klassifizieren; etwas mutigere Nachköche können mit scharfem Paprikapulver oder Chili nachhelfen und der Suppe so den gewünschten Bums verleihen. Aber Vorsicht: ihr solltet berücksichtigen, dass die Suppe nochmal ein wenig an Schärfe zulegt, solltet ihr sie vorbereiten und aufwärmen wollen.

Apropos Aufwärmen: lässt sich mit der Gulaschsuppe natürlich prima machen – aber damit es nicht langweilig wird, hätte ich noch ein spezielles „Add-on“, das durch Zufall entstanden ist. Vom Vortag waren noch gegarte Süßkartoffelwürfelchen übrig – die habe ich kurz entschlossen mit in die Suppe gegeben und hatte so einen ganz herrlichen, leckeren Eintopf. Probiert’s mal aus!

Pikante Gulaschsuppe
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Ihr benötigt: einen Bräter mit Deckel und einen Pürierstab.
Portionen Vorbereitung
4-5 Personen 30 Minuten
Kochzeit
2 Stunden
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2 Stunden
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Zutaten
Portionen: Personen
Einheiten:
Anleitungen
  1. Sellerie schälen, die trockenen Seiten entfernen. Sellerie erst in etwas dickere Scheiben schneiden, dann würfeln.
    Möhren gründlich abbürsten, der Länge nach halbieren, vierteln und in Würfel schneiden.
    Die äußerste Schicht des Lauch entfernen, Rest kurz unter fließendem Wasser abspülen, trocken schütteln, der Länge nach halbieren und in feine Scheiben schneiden.
    Zwiebel schälen, halbieren und in grobe Würfel schneiden.
    Das Rindfleisch mit etwas Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Das Butterschmalz im Bräter auf höchster Stufe erhitzen (es muss richtig heiß sein!).
    Fleischwürfel dazu geben und von allen Seiten kräftig anbraten. Sollte es ein wenig am Boden ansetzen, umso besser.
  3. Die Fleischwürfel wieder aus dem Bräter herausnehmen; die Gemüse- und Zwiebelwürfel hinein geben und unter Rühren kurz andünsten.
    Tomatenmark und Ajvar hinzugeben, gründlich unterrühren und etwas anrösten.
    Mit 300 ml Rinderbrühe und dem Rotwein (alternativ mehr Brühe) ablöschen, kurz köcheln lassen.
  4. Die Fleischwürfel sowie die Lorbeerblätter, Rosmarinstängel und das Salz zur Brühe geben, unterrühren.
    Deckel auf den Bräter geben und die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren.
    Die Suppe eineinhalb Stunden auf niedrigster Stufe köcheln lassen, ab und zu umrühren.
  5. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden.
    Paprika putzen und würfeln.
    Petersilie (vom Suppengrün) und Majoran unter fließendem Wasser kurz abspülen, gut trocken schütteln. Blätter von den Stängeln zupfen und fein hacken.
  6. Nach eineinhalb Stunden ca. 500 ml Brühe mit möglichst viel Gemüse- und Zwiebelstückchen abschöpfen (aufpassen, dass ihr kein Fleisch, den Lorbeer oder den Rosmarin erwischt!), in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Die pürierte Brühe wieder zur Suppe geben und unterrühren. Achtung: wenn ihr eine größere Menge Suppe kocht, entsprechend mehr pürieren!
    Kartoffel- und Paprikawürfel zusammen mit den Kräutern in die Suppe geben, restliche 300 ml Rinderbrühe auffüllen.
    Paprikapulver und frisch gemahlenem Pfeffer (ca. 1 TL) hinzugeben.
  7. Die Suppe nochmals 30 Minuten auf niedrigster Stufe köcheln lassen.
    Rosmarin und Lorbeerblätter entfernen, die Suppe abschmecken, ggf. nachwürzen.

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