Herd(s)Attacke

Wildes Wochenende, Teil Drei:
Hirschragout mit Orangensoße

Enthält Werbung *)

Heute gibt es den dritten und letzten Teil meines „wilden Wochenendes“, das ich dem leckeren Probierpaket von „Wilder Heinrich – Manufaktur für gesunden Genuss“ zu verdanken habe. Nachdem ich aus dessen Inhalt bereits wunderbare Hirschsteaks und exotische Rehlachse genossen hatte, war noch ein kleines Steak übrig, das ich an besagtem Wochenende beim besten Willen nicht mehr geschafft habe. Da das Fleisch wie schon berichtet tiefgefroren verschickt wird, ging noch einmal einfrieren allerdings nicht. Zumindest nicht umzubereitet.

Also hab‘ ich das Steak kurzerhand in Ragout verwandelt und mitsamt der dazugehörigen Orangensoße eingefroren. Zwei Wochen später kam es dann auf den Tisch – und ich muss sagen, mit diesem Rezept hab‘ ich mir wirklich ein Highlight des „wilden Wochenendes“ bereitet. Zum einen war das Fleisch sowas von zart und herrlich mürbe; zum anderen passte die kräftig-fruchtige Orangensoße perfekt dazu.

Begleitet wurde beides, wie man sehen kann, von selbst gemachten Kürbisschupfnudeln. Denen werde ich jedoch einen separaten Post widmen. Erstens haben sie es verdient und zweitens habe ich mit den leckeren „Buabaspitzle“, wie man sie in Schwaben nennt,  noch etwas anderes gezaubert, das ich vorstellen möchte. Mehr darüber also demnächst.

Für das Ragout eignen sich auch kleinere Fleischstücke, denn es wird ein Würfel geschnitten, die in der Pfanne kräftig angebraten werden. In die Soße kommt dann, neben einem kräftigen Wildfond, den ich erfreulicherweise im Probierpaket von „Wilder Heinrich“ gefunden habe, eine ordentliche Portion Orange. Sowohl der Saft als auch einige Fruchtstückchen und schließlich auch etwa Orangenlikör geben der Soße ihre herrlich fruchtige Frische. Da ich von den Hirschsteaks noch eine Pastinake übrig hatte, wanderte diese im Rahmen der wildwochenendlichen Resteverwertung – gemeinsam mit ein paar Thymianzweigen – ebenfalls noch in die Soße.

Wie gesagt wanderte das Ragout dann inklusive der Soße in die Tiefkühltruhe – es ist also nicht nur zur Resteverwertung geeignet; man kann es auch wunderbar vorbereiten.

Somit wäre das „Wilde Wochenende“ abgeschlossen. Es war zwar viel Arbeit, hat aber auch Spaß gemacht und vor allem war’s rundherum lecker. Nachdem ich mich im Rahmen der Aktion etwas mehr mit dem Thema Wildfleisch auseinandergesetzt habe, muss ich feststellen, dass es garnicht mehr so „exotisch“ ist, sondern sich immer öfter in der Alltagsküche wiederfindet. So hat die von mir überaus geschätzte Mel von „Gourmet-Guerilla“ kürzlich ein köstlich klingendes Rezept für Hirsch-Bolognese gepostet, momentan leider nur auf Instagram. Was soll ich sagen – das muss ausprobiert werden!

Und auch in unserer Kantine hatte ich in den letzten Wochen des öfteren das Vergnügen, Wild essen zu dürfen – teilweise so fantasievoll zubereitet, dass ich auch hier das eine oder andere Rezept nachbauen werde. Es wird mir ein Vergnügen!


*) Für diesen Beitrag habe ich mit „Wilder Heinrich – Manufaktur für gesunden Genuss“ zusammengearbeitet; weshalb er als Werbung deklariert werden muss. Er ist jedoch nicht beeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.
Hirschragout mit Orangensoße
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Ihr benötigt: eine Pfanne oder einen Bräter mit Deckel
Portionen Vorbereitung
2 Portionen 10 Minuten
Kochzeit
70 Minuten
Portionen Vorbereitung
2 Portionen 10 Minuten
Kochzeit
70 Minuten
Hirschragout mit Orangensoße
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Portionen Vorbereitung
2 Portionen 10 Minuten
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70 Minuten
Portionen Vorbereitung
2 Portionen 10 Minuten
Kochzeit
70 Minuten
Zutaten
Portionen: Portionen
Einheiten:
Anleitungen
  1. Schalotten schälen und fein würfeln.
    Pastinken schälen, grob würfeln.
    Orange waschen, von der Schale Zesten abziehen (oder fein abreiben). Orange schälen und filetieren, dabei den Saft auffangen und für die Soße aufheben. Orangenfilets in Stückchen schneiden.
    Thymian kurz unter Wasser abspülen, gut trocken schütteln, Blättchen abzupfen.
  2. Das Hirschfleisch trocken tupfen, ggf. Sehnen, Fett, Silberhäutchen entfernen. Fleisch in Würfel schneiden (ca. 2x2 cm).
  3. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne (oder Bräter) erhitzen. Die Fleischwürfel hinein geben. leicht salzen und pfeffern und von allen Seiten kräftig anbraten.
    Fleisch wieder aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen.
  4. Die Schalotten- und Pastinakenwürfel in die Pfanne geben, unter Rühren anbraten.
    Tomatenmark dazu geben und etwas anrösten.
    Mit Portwein ablöschen, unter Rühren aufkochen.
    Wildfond nach und nach hinzu geben, zwischendurch immer wieder aufkochen lassen.
  5. Hitze auf niedrigste Stufe reduzieren, das Fleisch zusammen mit den Orangenstückchen, -zesten und -saft in die Pfanne geben.
    Deckel auflegen und das Fleisch 60 Minuten garen.
  6. Nach 60 Minuten Hitze wieder etwas erhöhen (mittlere Stufe). Den Orangenlikör, die Crème fraîche und den Thymian hinzu geben (ggf. ein paar Blättchen für die Deko übrig behalten).
  7. Das Fleisch ohne Deckel noch einmal 15-20 Minuten garen (die Soße sollte gerade noch köcheln).
    3 EL der Soße abnehmen, mit der Speisestärke verrühren und wieder zum Fleisch geben. Gut unterrühren und etwas köcheln lassen, bis die Soße eingedickt ist.
    Sollte die Soße zu dünn sein, ggf. nochmal etwas mit Flüssigkeit verrührte Speisestärke hinzu geben.
  8. Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken; Ragout mit ein paar Thymianblättchen garniert servieren.

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