Verspätetes Kung-Pao-Hähnchen

Aufgrund eines Strom-und-Internet-Ausfalls hat es gestern mit dem Mittwochsrezept leider nicht geklappt. Bis hier alles wieder lief (außer dem Wasser aus der Wand), war es einfach zu spät, um noch viel zu schreiben. Macht nix, dann wird das halt einfach ein Donnerstagsrezept. Und zwar, wieder einmal, ein asiatisches.

Irgendwie hab‘ ich derzeit einen Tick in diese Richtung. Ist aber auch zu lecker – knackiges Gemüse, würzige Soßen und Marinaden, duftender Reis – dazu kann ich einfach nicht Nein sagen. Noch dazu, wenn Nüsse im Spiel sind. Bei meinem allerallerallerersten Besuch in einem China-Restaurant, irgendwann Anfang/Mitte der Achtziger, hatte ich als Hauptspeise Saté-Spieße mit Erdnuss-Soße, das weiß ich heute noch. Nicht unbedingt ein Original chinesisches Essen, aber das fiel damals nicht weiter auf. Ist auf jeden Fall bis heute eine meiner absoluten Lieblingsspeisen, die ich regelmäßig und mit viel Liebe und Herd(s) zubereite.

Gibt’s heute allerdings nicht.

Nüsse sind aber trotzdem mit im Spiel: beim verspäteten Kung-Pao-Hähnchen-Rezept. Es schmeckt nicht nur furchtbar gut, sondern ist auch wahnsinnig einfach und schnell gemacht. Am längsten dauert das Marinieren, der Rest geht ratzfatz. Und aktuell haben auch die Zuckererbsen Hauptsaison; ihr solltet also unbedingt frische nehmen, wenn ihr sie bekommt. Die sind einfach knackiger als die Tiefkühlware.

Zwei Dinge werden im Originalrezept verwendet, die im normal sortierten Lebensmittelladen auf dem Lande selten bis garnicht zu bekommen sind: chinesischer Reiswein und chinesischer Essig. Wenn ihr Glück und einen asiatischen Markt um die Ecke habt, bekommt ihr ihn natürlich dort. Die weniger glücklichen können beides durch Sherry sowie dunklen Balsamico ersetzen. Nicht original, tut dem guten Geschmack aber keinen Abbruch.

Eins muss ich noch gestehen: Ich persönlich lasse die Chilischoten weg, denn meinereiner ist nicht so scharf auf scharf. Ich mag’s zwar würzig, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Und ja, ich bin ein Weichei. 😉

 

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Kung-Pao-Hähnchen
Als Beilage am besten Reis, alternativ gehen auch Nudeln.
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Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Wartezeit 30 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
Für die Marinade
Weitere Zutaten
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Wartezeit 30 Minuten
Portionen
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Zutaten
Für die Marinade
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Anleitungen
  1. Für die Marinade Sojasoße, Reiswein, Sesamöl und Speisestärke gründlich mischen. Den Ingwer schälen und in die Marinade reiben.
  2. Hähnchenbrust trocken tupfen, in mundgerechte Stücke schneiden. In einer Schüssel mit der Marinade mischen und zugedeckt gut eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit zuerst Zucker und Speisestärke vermischen (verhindert, dass die Stärke klumpt). Dann mit der hellen und dunklen Sojasoße sowie dem Essig vermischen. Soße beiseite stellen.
  4. Knoblauchzehen schälen, fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen, in dünne Ringe schneiden. Erdnüsse etwas zerkleinern (z.B. im Mörser). Chili-Schoten waschen, halbieren, Kerne entfernen und die Chili-Hälften in feine Streifen schneiden. Zuckererbsen waschen, gründlich abtropfen lassen.
  5. 2 EL Erdnuss- oder Wok-Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne auf höchster Stufe erhitzen. Die fertig marinierten Hähnchenstücke hinein geben und 3-4 Minuten unter Rühren scharf anbraten. Hähnchen wieder aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen.
  6. Die Pfanne etwas sauber wischen, einen weiteren EL Öl darin erhitzen. Erdnüsse, Knoblauch und Chili in die Pfanne geben und unter Rühren etwa eine Minute anrösten. Hitze etwas reduzieren (1-2 Stufen).
  7. Hähnchenstücke, Zuckerschoten und Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben, die bereitgestellte Soße darüber gießen. Alles gut vermischen und unter Rühren weitere 3 Minuten fertig garen.
Rezept Hinweise

Lad's dir doch einfach runter: Kung-Pao-Hähnchen

2 Comments

  • Ilona says:

    Mmmh, das sieht köstlich aus – genau nach meinem Geschmack. Das Rezept wandert jetzt mal schnell auf meine To Cook Liste.

    • Petra says:

      Hallo Ilona!
      So eine furchtbare Liste hab‘ ich auch. Bis man ein Rezept ausprobiert hat, sind mindestens drei nachgewachsen. 😉
      Melde dich doch mal, wenn es soweit ist – würde mich freuen zu hören, wie es dir geschmeckt hat!
      Viele Grüße,
      Petra

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