Herd(s)Attacke

Pimp den Klassiker – Teil Drei:
Bienenstich-Cupcakes

Unter die Kategorie „schlicht, aber ergreifend“ fällt eindeutig der Bienenstich. Im Prinzip ist er ganz simpel: Hefeteig, Pudding, Sahne, Butter, Zucker  und Mandeln sind die Hauptzutaten, aus denen dieser unendlich leckere Klassiker entsteht. Er bietet alles, was das Herd(s) begeht: fluffigen Teig, cremige Füllung, süßen Crunch – und erfüllt somit quasi drei Wünsche auf einmal. Klassischerweise rund aus der Springform oder eckig vom Backblech. Oder eben gepimpt, in Form eines Cupcakes. So einfach, wie er klingt – der Bienenstich macht ein wenig Arbeit – aber die lohnt sich auf jeden Fall!

Wie schon erwähnt wird Bienenstich eigentlich mit Hefeteig gemacht. Wegen der Cupcakeform habe ich mich dann aber für einen Biskuitteig entschieden, der ist einfach „muffiöser“. Und schließlich sollte die klassische Version des Kuchens ja ein wenig variiert werden. Tatsächlich habe ich erst vor kurzem gelernt, dass es zwei Möglichkeiten gibt, Biskuitteig zu machen. Als quasi Koch-/Backanfänger seh‘ ich das aber mal locker – man lernt ja gerne noch dazu. Bei der einen Variante werden die ganzen Eier schaumig geschlagen, bei der anderen werden die Eier getrennt, das Eiweiß steif geschlagen und erst dann kommt das Eigelb dazu. Letzteres war mir neu und deshalb hab‘ ich es gleich bei diesen Cupcakes getestet.

Fazit: Totale Begeisterung. Der Teig war irre luftig und fluffig, locker, leicht und weich. Außerdem ist er wunderbar hoch gegangen und auch dort geblieben – passiert mir bei Biskuitteig nicht oft. Insofern wird das jetzt mein Favorit, wobei ich demnächst einmal den wirklich direkten Vergleich starten will und beide Versionen parallel backen werde.

Aber zurück zum Bienenstich. Die Füllung besteht aus rundherum selbst gemachtem Vanillepudding – Tütenpudding kommt mir nicht mehr in die Tüte Küche. Der hauseigene Pudding schmeckt nicht nur besser, er ist auch genauso schnell gemacht wie die Fertigpulvervariante. Der Pudding muss vor dem Weiterverarbeiten ganz abkühlen – also rechtzeitig zubereiten!  Ergänzt wird er durch eine Portion steif geschlagene Sahne, welche die Füllung etwas lockerer und cremiger macht.

Gekrönt wird der Cupcake natürlich mit der knackigen Mandelkruste, die sozusagen das Markenzeichen des Bienenstichs ist. Damit die Butter und die Mandeln, aus denen die Decke besteht, nicht gleich im Teig versinkt, habe ich die Cupcakes erst einmal fünf Minuten im Ofen vorgebacken. Dadurch hatte sich die Oberfläche schon ein wenig gefestigt und die Kruste blieb dort, wo sie hin soll – naja, zum größten Teil jedenfalls. Ich glaube, die Technik muss ich noch ein wenig verfeinern …

Tja, und wahrscheinlich verrate ich euch jetzt nichts neues: Die Cupcakes schmecken – wie der Original-Bienenstich – noch besser, wenn man sie über Nacht gut gekühlt durchziehen lässt. Also perfekt, wenn man sie einen Tag bevor der Besuch kommt vorbereiten möchte.

PS: Als Belohnung für die Bäckerin/den Bäcker die Überbleibsel vom Aushöhlen des Teiges mit der übrig gebliebenen Puddingsahne mischen und ganz alleine auslöffeln!

Bienenstich-Cupcakes
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Sehr gut geeignet, um sie am Tag vor dem Verzehr vorzubereiten. Ansonsten gut zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Pudding mindestens eine Stunde vor dem Weiterverarbeiten zubereiten; er muss ganz abgekühlt sein.
Portionen Vorbereitung
12 Stück 20 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 3 Stunden
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12 Stück 20 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 3 Stunden
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Sehr gut geeignet, um sie am Tag vor dem Verzehr vorzubereiten. Ansonsten gut zwei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Pudding mindestens eine Stunde vor dem Weiterverarbeiten zubereiten; er muss ganz abgekühlt sein.
Portionen Vorbereitung
12 Stück 20 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 3 Stunden
Portionen Vorbereitung
12 Stück 20 Minuten
Kochzeit Wartezeit
25 Minuten 3 Stunden
Zutaten
Für den Biskuitteig
Für die Füllung
Für den Mandel-Crunch
Portionen: Stück
Einheiten:
Anleitungen
Die Füllung
  1. Das Ei in eine Schüssel geben, mit dem Schneebesen oder dem Handrührgerät kräftig verquirlen, bis es etwas heller geworden ist.
    Den Puderzucker darüber sieben, untermischen und schaumig rühren.
    Die Speisestärke darüber sieben und ebenfalls kräftig unterrühren.
  2. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark vorsichtig herauskratzen.
    Vanillemark und -schote zusammen mit der Milch in einen Topf geben und aufkochen, dabei gelegentlich rühren.
  3. Sobald die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen. Die Vanilleschote herausnehmen.
    Die Eimischung unter Rühren zur Milch geben, Topf wieder auf die Herdplatte stellen.
    Den Pudding eine Minute unter Rühren köcheln lassen.
    Pudding vom Herd nehmen und zum Abkühlen in eine Schüssel geben.
    Um zu verhindern, dass sich Haut auf dem Pudding bildet, entweder Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen oder etwas feinen Zucker obenauf streuen.
  4. Pudding vor dem Weiterverarbeiten ganz abkühlen lassen.
Die Muffins
  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Die Böden der Mulden einer 12er Muffinform dünn mit Butter einfetten oder Papierförmchen in die Mulden geben. Silikonförmchen müssen nicht gefettet werden.
  2. Die weiche Butter mit dem Zucker vermischen, so dass eine cremige Masse entsteht. Diese in einen (Einweg-)Spritzbeutel geben.
  3. Die Eier für den Biskuitteig trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen; sobald es steif ist, den Zucker esslöffelweise auf niedriger Stufe unterrühren.
    Die Eigelbe in einer Schüssel kräftig verquirlen und auf niedrigster Stufe unter den Eischnee rühren.
  4. Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver miteinander vermischen, über den Eischnee sieben und mit einem Kochlöffel oder Teigschaber langsam unterheben.
    Auf keinen Fall kräftig rühren, sonst ist sozusagen die Luft raus!
  5. Den Teig auf die Muffinform verteilen, dabei jede Mulde höchstens zu 2/3 füllen, denn der Teig geht ordentlich hoch.
    Muffinform auf die mittlere Schiene des Backofens geben.
  6. Muffins 5 Minuten backen lassen, dann wieder aus dem Ofen nehmen.
    Die Buttermischung mit dem Spritzbeutel auf die Muffins verteilen, die Mandeln darüber streuen.
    Muffins zurück in den Backofen geben und 20 Minuten fertig backen.
  7. Sollte die Kruste noch zu hell sein, die Muffins weitere 5 Minuten im abgeschalteten (!) Backofen lassen.
    Die Muffins in der Form gut 15-20 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
  8. Die Schlagsahne sehr steif schlagen. Den abgekühlten Pudding noch einmal kräftig durchrühren, dann die Sahne unterheben.
  9. Die abgekühlten Muffins knapp unterhalb des "Deckels" durchschneiden und den Unterteil mit einem Melonenausstecher oder kleinen Löffel vorsichtig ein wenig aushöhlen.
    Pudding in und auf den Unterteil geben, den Deckel wieder auf den Cupcake setzen.
  10. Die Cupcakes in einem verschlossenen Frischebehälter mindestens zwei Stunden, am besten aber über Nacht gut kühlen und durchziehen lassen.

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