Mal wieder von der Rolle:
Backofen-Pfannkuchen à la Meckes

Man kann garnicht oft genug erwähnen, wie schön es ist, Mitesser zu haben. Naja, vielleicht nicht wenn man gerade in der Pubertät ist und ein Date hat. Die meine ich auch garnicht, sondern die netten Leute, die meine Kochexperimente ertragen und mir (so hoffe ich jedenfalls) ganz ehrlich ihre Meinung dazu mitteilen. Besonders darunter zu „leiden“ hat meine Nachbarin … nennen wir sie mal „Frau W“.  Frau W. wohnt ein Stockwerk tiefer und ist regelmäßig bei mir zu Gast, da sie selbst nicht kochen kann. Sagt sie – aber ich glaube, das ist nur ein Vorwand, um sich bei mir durchzufuttern. Sie ist für jede Herd(s)Kasperei zu haben und ich konnte sie mittlerweile sogar zu Fisch bekehren, den sie vorher überhaupt nicht mochte – 1:0 für den Kasper.

So treue Mitesser dürfen sich dann auch mal was wünschen und der absolute Favorit von Frau W. ist der Backofen-Pfannkuchen à la Meckes. Benannt nach einem Fast-Food-Restaurant, dessen Namen ich jetzt mal unter den Tisch fallen lassen – man kann sich’s denken. Jedenfalls gibt es dort einen gewissen Burger, den auch ich zugegebenermaßen gerne verzehre. So alle zwei bis drei Monate packt es mich; dann falle ich in so eine Burgerbude ein, bestelle mir immer die gleichen drei Dinge und bin dann für das nächste Vierteljahr fastfood-technisch wieder gesättigt. Ach ja – dieser „gewisse Burger“ gehört auch zu den drei Dingen, deswegen komm‘ ich da jetzt eigentlich drauf.

Und aus eben diesem Burger hat sich dann im Laufe der Evolutionsgeschichte der Backofen-Pfannkuchen à la Meckes entwickelt – die Verwandtschaft sieht man ihm irgendwie an, findet ihr nicht? Aber: der Pfannkuchen hat in jedem Fall mehr Lecker, mehr Satt und vor allem weniger Keineahnungwasdrinist.

Nun pestet mich Frau W. schon seit Wochen, dass ich endlich dieses Rezept auf den Blog bringen soll – sie hätte es einem lieben Kollegen versprochen. Na gut, was macht man nicht alles, um seine Mitesser zu befriedigen. In diesem Sinne, lieber Herr Kollege von Frau W.: Hier ist das Rezept – viel Spaß beim Nachbauen! Und wenn’s beim Rollen des Pfannkuchens nicht ganz „rund läuft“, so wie bei dem Exemplar auf meinen Fotos: macht nix, schmeckt trotzdem große Klasse!

Wer übrigens noch mehr Lust auf „völlig von der Rolle“ hat, der kann sich natürlich auch meine Backofen-Pfannkuchen-Varianten mit Gemüse und Feta, beziehungsweise mit Hackfleisch (ohne Meckes) reinziehen.

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Backofen-Pfannkuchen à la Meckes
Wichtig: Das Backblech während des Aufheizens unbedingt im Backofen lassen. Es muss heiß sein, wenn der Teig aufgegossen wird, damit er direkt zu stocken beginnt. Ihr benötigt außerdem: einen (Einweg-)Spritzbeutel.
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Vorbereitung 25 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
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Anleitungen
  1. Backofen inklusive Backblech (!) auf 200°C (Ober/Unterhitze) aufheizen.
    Einen Bogen Backpapier mit 1 EL neutralem Öl bepinseln; beiseite legen.
  2. Mehl, Backpulver und Salz in einer Rührschüssel mischen.
    Die Milch dazu geben und unterrühren; nach und nach die Eier dazu geben.
    Teig beiseite stellen.
  3. Zwiebel halbieren, schälen und in feine Würfel schneiden.
    Cheddarkäse grob raspeln.
    Cornichons abtropfen lassen und in Streifen schneiden.
    Tomaten waschen und grob würfeln.
  4. Einen EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel dazu geben und andünsten.
    Das Rinderhack dazu geben und krümelig anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
    Das Hackfleisch sollte möglichst trocken sein; wenn es zu viel Flüssigkeit gezogen hat, solltet ihr es in einem Sieb abtropfen lassen.
  5. Das Backblech aus dem Ofen holen und das vorbereitete Stück Backpapier darauf legen.
    Den Pfannkuchenteig aufgießen.
    Das angebratene Hackfleisch gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei einen kleinen Rand (ca. 2-3 cm) frei lassen, damit die Füllung später nicht herausfällt.
  6. Cornichonscheiben, Tomatenstücke und zuletzt den geraspelten Cheddar-Käse auf dem Hackfleisch verteilen.
    Backblech wieder in den Ofen geben und den Pfannkuchen ca. 20 Minuten backen.
  7. In der Zwischenzeit den Eisbergsalat putzen, vierteln und in feine Streifen schneiden. Diese waschen und gründlich abtropfen lassen.
  8. Joghurt, Senf, Tomatenmark und Zitronensaft in einer Schüssel mischen, mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
    Soße in einen Spritzbeutel geben und bereitlegen.
  9. Den Pfannkuchen nach Ende der Backzeit aus dem Ofen holen und zum Rollen am besten mit dem Backpapier auf eine Arbeitsplatte ziehen.
    Die Eisbergsalat-Streifen auf der Füllung verteilen und die Soße aufspritzen.
    Pfannkuchen mit Hilfe des Backpapiers vorsichtig von der langen Seite her aufrollen und dabei etwas fest drücken.
    Pfannkuchen in Scheiben schneiden und noch heiß servieren.

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