Herd(s)Attacke

Ei, Ei, Ei … Eierlikör!

Am Wochenende ist Ostern und somit höchste Zeit, dass auch ich mein Scherflein zur Flut an Alles-rund-um-Ostern-Rezepte beitrage. Langsam kann ich auch die rechte Hand wieder benutzen, also unterziehen wir sie heute einem ersten Belastungstest. Unter all‘ den Varianten der Zubereitung von Ostereiern – gekocht, gebacken, pochiert, gequirlt, geschüttelt, gerührt, geworfen und was weiß ich noch alles – hab‘ ich mich für die verflüssigte unter Zugabe von Alkohol entschieden: Es gibt Eierlikör!

Diesen selbst herzustellen ist gar nicht so schwer und geht auch relativ schnell. Ihn nach der Herstellung nicht gleich wegzuschlabbern, erfordert da schon etwas mehr Körperbeherrschung … zumindest geht es mir so. Ich trink‘ das Zeug ja nicht oft, aber wenn es mal da steht – und dann auch noch sooooo lecker ist -, kann ich mich nur schwerlich zurückhalten.

Was ihr auf jeden Fall vor der Zubereitung besorgen solltet, ist eine verschließbare Glasflasche mit ca. 1,5 Liter Fassungsvermögen, die unbedingt ganz sauber sein muss. Am besten kocht ihr sie aus.

Überhaupt sollte beim Arbeiten mit rohen Eiern (bitte von glücklichen Hühnern, also aus Freilandhaltung und noch besser vom Bauern „nebenan“, also regional) ein wenig auf Hygiene geachtet werden, von wegen Salmonellen und so. Die befinden sich übrigens nicht im Ei, sondern auf der Schale, können aber durch die Verarbeitung auf die Lebensmittel übergehen. Also auch die weiter unten angegebene Temperatur beachten – am besten geht das mit einem Küchenthermometer, wie man es z.B. für die Zubereitung von Tee verwendet.

Ebenfalls notwendig: Ein Topf und eine von der Größe passende Edelstahlschüssel für das Wasserbad. Wie wir leider feststellen mussten, klappt es mit einem „Topf-in-Topf“-Wasserbad leider nicht! Durch den dickeren Topfboden verteilt sich die Hitze nicht gleichmäßig auf den Likör – er dickt nicht ein und ihr rührt euch einen Wolf.

Das überzählige Eiweiß kann man übrigens prima einfrieren und später verwenden. Alternativ findet hier hier ein Rezept, bei welchem ihr sowohl den Eierlikör als auch das Eiweiß braucht: den Eierlikör-Kuchen „à la Else“.

Jetzt aber genug der Theorie, nun geht’s an die Praxis!

Ei, Ei, Ei ... Eierlikör!
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Cremiger, hausgemachter Eierlikör - schmeckt nicht nur an Ostern!
Portionen Vorbereitung
1 Liter (etwa) 10 Minuten
Kochzeit
15 Minuten
Portionen Vorbereitung
1 Liter (etwa) 10 Minuten
Kochzeit
15 Minuten
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Cremiger, hausgemachter Eierlikör - schmeckt nicht nur an Ostern!
Portionen Vorbereitung
1 Liter (etwa) 10 Minuten
Kochzeit
15 Minuten
Portionen Vorbereitung
1 Liter (etwa) 10 Minuten
Kochzeit
15 Minuten
Zutaten
Portionen: Liter (etwa)
Einheiten:
Anleitungen
  1. Wasserbad vorbereiten. Hierzu nehmt ihr einen hohen Topf und eine passende Edelstahlschüssel. Großen Topf mit Wasser füllen und dieses zum Kochen bringen, dann die Temperatur etwas reduzieren - das Wasser sollte gerade noch köcheln. Achtung: Zwischen dem Boden der Schüssel und der Wasseroberfläche sollte noch etwas Luft sein! Wenn sich beides berührt, ist die Gefahr, dass die Eiermasse später stockt, ziemlich groß.
  2. In der Schüssel das Eigelb mit etwa der Hälfte des Puderzuckers verrühren, dann die zweite Hälfte hinzugeben und alles schaumig schlagen. Nun die Kondensmilch unterrühren. Solltet ihr keine gesüßte bekommen, könnt ihr auch normale nehmen - ich mache das nur wegen dem Geschmack (über die Kalorien schweigen wir jetzt mal, auf die kommt's bei dem Rezept auch nicht mehr an).
  3. Rum, Vanillemark und die fein zermahlene Tonkabohne hinzugeben und alles ordentlich verrühren. Sollte sich der Puderzucker nicht 100%ig auflösen: kein Problem, spätestens beim Erhitzen verschwinden die Klümpchen.
  4. Schüssel auf das vorbereitete Wasserbad geben und unter Rühren langsam erhitzen. Die Eiermasse sollte eine Temperatur von etwa 70-75°C erreichen. Rühren, rühren, rühren ... ganz wichtig, sonst bekommt ihr höchstens eine Art klumpiges Omelett, aber keinen Likör. Zwischendurch mal einen Blick auf das Wasser darunter werfen - die Schüssel wirkt wie ein Deckel, d.h. das Wasser kann ganz fix wieder beginnen, zu kochen. Ggf. die Temperatur reduzieren.
  5. Sobald die notwendige Temperatur erreicht ist, beginnt das Ei zu binden. Noch ca. 5 Minuten weiter rühren, bis der Likör eine durchgehend cremige Konsistenz hat. Die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen, aber noch ein paar Minuten weiter rühren.
  6. Den noch heißen Likör mit Hilfe eines Trichters in die vorbereitete Flasche füllen. Achtung: Die Flasche sollte nicht bis zum Anschlag gefüllt werden! Der Eierlikör dickt beim Abkühlen nach und wenn ihr Pech habt, bekommt ihr ihn nicht mehr aus der Flasche heraus. Lässt man etwas Platz, kann man noch ein wenig Rum oder Kondensmilch nachgießen. Kräftig schütteln und der Likör wird wieder flüssig.
  7. Die Flasche verschließen, abkühlen lassen und genießen!
Rezept Hinweise

PDF zum Download: Eierlikör

Der Eierlikör hält sich im Kühlschrank locker ein Jahr (hab' ich gehört). Bei mir hält er höchstens zwei bis drei Wochen - schmeckt einfach zu gut. 😉

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