Gegensätze ziehen sich an:
Rote-Bete-Kokossuppe

Leider schmuddelt das Wetter aktuell wieder ein bisschen herum – wo man doch innerlich schon auf Frühling eingestellt ist. Viel nass, viel kalt … naja, der Natur gönn‘ ich den Regen, solange der nicht wieder anhält bis Mai, so wie im letzten Jahr. Außerdem bietet mir das nass-kalte Wetter die günstige Gelegenheit, noch ein Suppenrezept loszuwerden. Eines, bei dem ich anfangs etwas skeptisch war, welches mich aber im Nachhinein ziemlich begeistert hat.

Es gibt Gemüsesorten, die spalten Partnerschaften, Freundschaften, Familien … ach, was sag‘ ich – die ganze Nation! Rosenkohl zum Beispiel. Oder Blumenkohl. Oder Rote Bete. Ich mag zugegebenermaßen alle drei; vor allem Rosenkohl kann’s garnicht oft genug geben. Meine Liebe zu Roter Bete habe ich erst relativ spät entdeckt, denn eigentlich kannte ich nur die eingemachte aus dem Glas. Mittlerweile habe ich zahlreiche Variationen kennen und lieben gelernt – unter anderem die Rote-Bete-Kokossuppe. Gedanklich mochten die beiden Hauptzutaten beim ersten Durchlesen so garnicht zusammenpassen. Da half nur eines: ein mutiger Selbstversuch. Und ich wurde positiv überrascht – Rote Bete und Kokosmilch geht bombastisch miteinander! Die Knolle bringt ihr typisches, erdiges Aroma ein, die Kokosmilch eine leichte Süße – eine tolle Kombination, nicht nur optisch.

Das Rote Bete gesund und eine wahre Vitaminbombe ist, muss ich wohl nicht erwähnen. Deshalb sollte man die Zeit nutzen, solange sie noch frisch zu haben ist. Ich hab‘ mir gleich noch ein paar Gläser davon eingemacht – zum ersten Mal – und freu‘ mich schon darauf, diverse Salate damit zu pimpen. Als Begleitung für die Suppe gab es bei mir selbst gemachtes Naan-Brot. Der Teig hat eine kurze Gehzeit und wird dann in der Pfanne zu Fladenbroten gebacken. Es lässt sich ganz prima auch aus glutenfreiem Mehl herstellen, wobei es bei mir dann nicht ganz so schön aufgeht und Blasen wirft – aber geschmacklich ist es einwandfrei.

Was ich in den einschlägigen Lebensmittelgeschäften leider noch nie gefunden habe: Gelbe und Ringel-Bete. Die eine ist, wie der Name schon sagt, gelb, die andere weiß-rot geringelt, wenn man sie aufschneidet. Sie sehen wirklich toll aus und ich würde sie zu gerne mal probieren. Naja, vielleicht hab‘ ich im nächsten Winter mehr Glück; in dieser zu Ende gehenden Saison wird das sicher nichts mehr. Aber ich will euch ja auch nicht mit Rote-Bete-Rezepten überstrapazieren …

Zum Schluss, wie immer, die Warnung: beim Verarbeiten der Roten Bete unbedingt Einweghandschuhe anziehen! Nicht umsonst wurde sie früher auch zum Färben von Stoffen eingesetzt. Und sie färbt nicht nur Stoffe ganz wunderbar – nein, auch Finger, Nagelbetten, Fußböden und Arbeitsplatten. 🙂

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Rote-Bete-Kokos-Suppe
Küchenutensilien: Pürierstab und ein ausreichend großer Kochtopf mit Deckel.
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Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Portionen
Zutaten
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Anleitungen
  1. Rote Bete und Kartoffel schälen, grob würfeln.
    Möhre waschen, bürsten, grob würfeln.
    Zwiebel schälen, fein würfeln.
  2. Das Öl in einem ausreichend großen Kochtopf erhitzen, die Zwiebelwürfel darin kräftig anbraten.
    Das gewürfelte Gemüse dazu geben und unter Rühren kräftig anschwitzen.
  3. Etwa die Hälfte der Gemüsebrühe hinzu gießen, kurz aufkochen lassen.
    Restliche Gemüsebrühe und so viel Kokosmilch hinzugießen, dass das Gemüse knapp bedeckt ist.
  4. Hitze so weit reduzieren, dass die Flüssigkeit gerade noch köchelt.
    Deckel auf den Topf geben und das Gemüse 20 Minuten garen.
  5. In der Zwischenzeit den Koriander unter fließendem Wasser kurz waschen, gut trocken schütteln und fein hacken.
  6. Das Gemüse nach Ende der Garzeit mit dem Pürierstab fein zerkleinern.
    Die restliche Kokosmilch aufgießen und den Koriander dazu geben.
    Hitze erhöhen und die Suppe noch einmal kurz aufkochen lassen.
    Mit Limettensaft, Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken.

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