Herd(s)Attacke

Ein echtes Rührstück:
Apfelkuchen mit Zimtschmand

Manchmal muss es einfach schnell und unkompliziert gehen – ohne viel Aufwand und Tamtam. Zum Beispiel, wenn man sonntags mittags urplötzlich heftigsten Hunger auf Kuchen verspürt. Eine Option wäre natürlich, zum Bäcker zu fahren und dort welchen zu kaufen. Je nach Entfernung steht der Kuchen nach 10 bis X Minuten auf dem Tisch und man kann sich wieder entspannt zurücklehnen.

Etwas intensiver ist Möglichkeit Zwei: den Kuchen selbst backen. Abhängig davon, was der Vorratsschrank so hergibt, lässt sich auch das in relativ kurzer Zeit umsetzen und im Zweifelsfall kann man auch noch die (immer kuchenhungrige) Verwandtschaft mit verpflegen.

Typisches Beispiel dafür ist der Apfelkuchen mit Zimtschmand. OK, Quark und Mascarpone gehören nicht unbedingt zum Standardrepertoire im Kühlschrank – obwohl ich davon relativ oft nach diversen Koch- und Backaktionen übrig habe. Dank meiner blöden Angewohnheit, lieber etwas zu viel zu kaufen, als im Falle eines Misslingens ohne Zutaten da zu stehen. Irgendwie bekommt man die Reste ja immer unter; im Zweifelsfall in besagtem Kuchen.

Was den Schmand betrifft, so ist der nicht zwingend notwendig – der Kuchen schmeckt auch ohne echt gut. Aber die cremige Schicht ist natürlich so ein bisschen das Highlight an der ganzen Sache, das man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte. Aus lokalpatriotischen Gründen nehme ich hessischen Schmand – der einzige Unterschied zum „normalen“ ist, soweit ich weiß, dass er etwas weniger Fett hat.

Wer sich über die beiden Zuckersorten wundert: ich verwende bei diesem Kuchen ganz gerne einen Anteil braunen Zucker, weil’s dann am Rand eine hauchdünne, leicht karamellisierte Schicht gibt. Nur mit Rohrohrzucker klappt das irgendwie nicht.

Mögliche Varianten, für etwas Abwechslung: gebt gehackte Nüsse zum Kuchen oder nehmt Birnen anstelle der Äpfel. Das Ergebnis ist das Gleiche: Nach einer Runde durch die Gemeinde, mit Kaffeekränzchen-Zwischenstopps bei diversen Familienmitgliedern und Nachbarn, kommt man nach Hause und hat garantiert nicht mehr den winzigsten Krümel übrig. So muss es sein, oder?

Apfelkuchen mit Zimtschmand
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Portionen Vorbereitung
12 Stück 30 Minuten
Kochzeit Wartezeit
45 Minuten 20 Minuten
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Apfelkuchen mit Zimtschmand
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45 Minuten 20 Minuten
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45 Minuten 20 Minuten
Zutaten
Portionen: Stück
Einheiten:
Anleitungen
  1. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
    Boden und Rand einer Springform (26 cm Durchmesser) dünn mit Butter einfetten, etwas Weichweizengrieß einstreuen und gleichmäßig in der Form verteilen.
  2. Butter und die beiden Zuckersorten in eine Rührschüssel geben und mit dem Schneebesen der Küchenmaschine cremig aufschlagen.
    Mascarpone, Vanille-Extrakt und Orangenlikör (alternativ -saft) unterrühren.
  3. In einer Schüssel Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz mischen.
    Eier in einer Schüssel aufschlagen.
    Mehlmischung und Eier im Wechsel zur Mascarponecreme geben und kräftig unterrühren, bis eine glatte, cremige Masse entstanden ist.
  4. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in grobe Würfel schneiden.
    2 TL Rohrohrzucker und 1 TL Zimt mischen, über die Äpfel streuen und damit vermischen.
    Äpfel auf den Teig geben und unterheben.
  5. Den Teig in die Springform geben, etwas glatt streichen und mittig in den vorgeheizten Backofen schieben.
    Den Kuchen ca. 40 Minuten backen; sollte er zu dunkel werden, ggf. mit Alufolie abdecken. Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durch ist - es sollte kein Teig mehr daran kleben bleiben. Ansonsten etwas länger im Ofen lassen.
    Backofen ausschalten, den Kuchen noch einmal 5 Minuten darin stehen lassen.
  6. Den Kuchen aus dem Backofen nehmen; 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand entfernen und den Kuchen vorsichtig auf ein Kuchengitter schieben.
    Kuchen nochmal 15 Minuten abkühlen lassen.
  7. In der Zwischenzeit 2 TL Rohrohrzucker und 1 TL Zimt mit dem Schmand vermischen.
    Schmand auf den abgekühlten Kuchen streichen, den restlichen TL Zimt darüber streuen.
  8. Der Kuchen schmeckt natürlich am allerbesten lauwarm!

2 Kommentare

  • Antwort
    Die Küchenwiesel
    16. Februar 2018 at 21:54

    Der sieht so schön klitschig aus – genau so liebe ich Apfelkuchen. 🙂 Da könnte ich jeden Tag von essen. 🙂

    lg Anna

    • Antwort
      Petra
      17. Februar 2018 at 14:34

      Hallo Küchenwiesel!

      Ganz so glitschig, wie er aussieht, ist er nicht – aber trotzdem sehr saftig.
      Und lauwarmer Apfelkuchen geht immer, von mir aus auch täglich. 😉

      Herd(s)liche Grüße,
      Petra

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